Events.

Hier finden Sie unsere Bildergalerie zu unterschiedlichen Veranstaltungen, die bei uns stattgefunden oder wo wir mitgewirkt haben. Einfach auf die entsprechende Jahreszahl klicken.

Viel Spaß!

Ponyreiten -22.10.2018

In der ersten Ferienwoche kam wie versprochen erneut eine Gruppe Kinder aus dem Heim für Geflüchtete in Bornim in Begleitung von Frau Zeis auf unseren Hof, um ersten Kontakt zu den Pferden aufzubauen, zu reiten und auch etwas Stallarbeit zu erledigen. Tina und Charlotte betreuten die Kinder und leiteten sie an, dankeschön an euch beide.

Das Wetter hielt, obwohl wochenlang zuvor Trockenheit herrschte, andauernden Nieselregen bereit, deshalb wurde die Arbeit nach drinnen verlagert: die Kinder putzten die Futterkrippen der Pferde und befreiten die Stallungen von Spinnenwebenund Staub. Dann wurden die nassen Ponys reingeholt, sie waren ganz froh, in eine trockene Box mit etwas Heu zu kommen. Jetzt wurden Pina, Pablo und Stoffel begeistert geputzt und trockengerieben. Auch beim Führen und Reiten auf dem Platz machten alle Kinder lieb mit, teilweise waren sie sogar etwas zu enthusiastisch und konnten nicht abwarten, endlich selbst auf dem Rücken eines der braven Schulpferde zu sitzen.

Trotz des Wetters war es eine tolle und lehrreiche Erfahrung für die Kinder, das konnte man ihnen ansehen und genau das bereitet uns Freude an diesen Aktionen. Kinder, die nicht oft die Möglichkeit erhalten, in Kontakt mit so großartigen und sensiblen Tieren zu bringen, ist unser Anliegen dabei. Bestimmt werden wir das im nächsten Jahr wiederholen.

Autorin: Tina Hillmann

 


Reitertag Schönwalde-Glien - 06.10.2018

Relativ spontan haben wir Ende dieser Saison beschlossen, noch auf Turnier zu fahren, da es eine tolle Möglichkeit für unsere Reitschüler ist, Erfahrungen zu sammeln und motivierter zu trainieren, denn sie haben so ein klares Ziel vor Augen. Das Turnierteam bildeten Lena und Tina, um unsere Jugendwarte zu unterstützen. Sie organisierten die Anmeldung, den Hänger, Fahrer und Jacki als weitere Helferin am Tag selbst. Vielen Dank für euren Einsatz und dass ihr drei den Reitschülerinnen ein so tolles Erlebnis ermöglicht habt!

Zu unserem Leidwesen waren wir unter anderem auch für die erste Prüfung um 8 Uhr angemeldet, das hieß 6.15 Uhr im Stall treffen, Ausrüstung und Heu einpacken, Pferde verladen und los. Das klappte auch ganz gut, die Zweibeiner sind ein eingespieltes Team, sodass nichts Wichtiges vergessen wurde und die Vierbeiner gingen ohne zu murren auf den Hänger. Es ging ein Stück die A10 gen Norden und dann einige Kilometer Landstraße ostwärts, durch weite, nebelverhangene Felder und Wiesen, während die Sonne als roter Feuerball am Horizont aufstieg – eine sehr atmosphärische und wunderschöne Stimmung auf dem Land!

Angekommen, umgezogen, Pferde gesattelt und los zum Warmreiten: Charlotte mit Apache und Agnes mit Lenox waren gemeldet für den Dressurwettbewerb in Anlehnung an die Klasse E. Das Gelände des TI Pferdesport e.V. ist sehr großzügig angelegt, alles ist neu und ordentlich und wir hatten genug Platz am Hänger, sodass wir sogar einen kleinen Paddock aufbauen konnten, sehr angenehm.

Warmgeritten wurde in der großen, lichtdurchfluteten und mit tollem Reitboden ausgestatteten Halle, ein wahrer Genuss also für unsere Reiterinnen - wären da nicht immer noch 10 bis 15 weitere Pferde unterwegs gewesen. Na, man kann eben nicht alles haben. Lenox benahm sich in der Prüfung, die zu zweit geritten wurde, brav, obwohl das Pferd vor ihm mehrmals gebockt hat. Es war für ihn das erste Mal seit langem auf Turnier und wir finden, er und Agnes haben das toll gemacht, denn sie hatten Spaß und haben als Team zusammengearbeitet, das wurde mit einer guten Wertnote von 6,1 belohnt. Charlotte ritt zum Schluss allein, für sie war es das erste Mal auswärts und man merkte die Nervosität schon, aber der liebe Apache hat das keineswegs ausgenutzt, sondern hat so gut es ging, versucht zu verstehen, was seine Reiterin von ihm wollte. Beim durch die ganze Bahn wechseln im Schritt legte er eine wunderschöne Traversale ein, leider gab es für dieses Missverständnis keine Pluspunkte. Aber genau dafür fahren wir auf Turnier: um neue Erfahrungen zu sammeln, den eigenen Kenntnisstand zu überprüfen und zuhause mit neuer Motivation das Training weiterzuführen.

11.30 Uhr ging es für Apache zum Reiterwettbewerb, das heißt Abteilungsreiten auf Kommando im Schritt, Trab und Galopp. Ganz brav trug der Braune hier Helena und Luise, die sich beide gut machten auf ihrem ersten Turnier, Luise konnte sogar mit einer super Wertnote von 6,4 punkten, Glückwunsch! 12.30 Uhr hatte der Routinier seinen letzten Auftritt im Führzügelwettbewerb mit Carina, die von Agnes als Führperson unterstützt wurde und ebenfalls in einer Abteilung im Schritt und Trab zeigte, was sie kann. Wir freuen uns sehr über ihren vierten Platz, toll gemacht, Carina. Währenddessen entspannte Tina bei dem mehr oder weniger ruhigen Lenox am Lagerplatz in der ungewöhnlich warmen Herbstsonne, während unser „Ochse“ immer wieder nach anderen Pferden rief mit seiner wirklich hohen Stimme.

Die kleineren Mädels verabschiedeten sich bereits, da sie noch etwas vorhatten und so warteten wir auf die letzte Prüfung, den Springreiterwettbewerb. Pünktlich war Agnes mit Lenox zum Warmreiten in der Halle, doch leider verzögerte sich die Caprilliprüfung davor über eine Stunde, sodass Lenox, als es dann losging, schon etwas entnervt war. Es wurde zu viert in der Abteilung um die Sprünge geritten und dann einzeln der Parcours gesprungen. Das hat Agnes gut gemeistert, auch als Lenox meinte, nach einem Sprung etwas bocken zu müssen, sie saß gelassen im Sattel und beendete den Parcours ohne Fehler. Es gab die Wertnote 6,4, eine tolle Leistung!

Da unser Fahrer vom frühen Morgen, Carinas Vater Henri, etwas vorhatte, holte Natascha unsere Pferde ab, vielen Dank an euch beide für das zuverlässige und sichere Transportieren. Insgesamt war es ein Tag ohne Zwischenfälle, der viele schöne Momente für uns bereithielt und vor allem für unsere fünf Reiterinnen ein interessantes neues Erlebnis war, das freut uns sehr. Die zwei größeren, Agnes und Charlotte, waren von Anfang an bis zum Ende dabei, was zeigt, wie verantwortungsbewusst und zuverlässig sie sind, mit solchen Reitern fahren wir gern wieder auf Turnier. Im Übrigen war das noch nicht das letzte Mal in diesem Jahr, man darf gespannt sein, was noch kommt.

Autorin: Tina Hillmann


Drachenfest - 03.10.2018

Erstmalig in diesem Jahr haben wir mal etwas ganz Anderes probiert und ein kleines Drachenfest auf unserem Hof veranstaltet – zur Abwechslung ein Treffen ganz ohne Pferde und auch ohne Arbeit. ;-)

Kurz nach zehn Uhr trudelten die ersten ambitionierten Drachenflieger ein und machten ihre Flugobjekte auf der Turnierwiese zum Abheben bereit. Das Wetter schien zunächst geeignet zu sein, denn es war sehr windig und dennoch trocken und teils sogar sonnig. Es wurden einfache Drachen, wie der klassische Adler oder Schmetterling und auch mehrere Lenkdrachen in leuchtenden Farben in den Himmel geschickt. Nun stellte sich aber heraus, dass es schon einiges an Erfahrung und Technik bedurfte, um die Drachen auch oben zu halten, da der Wind recht böig, das heißt unregelmäßig kam und dazu noch öfters die Richtung wechselte. Manch ein Team hatte auch so seine Schwierigkeiten beim Start, denn es war gar nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Schön anzusehen war es allemal, wie Jung und Alt über die Wiese rannten, lachten und sich über die bunten Drachen am Himmel freuten. Ganz ohne Vierbeiner blieb die Veranstaltung aber nicht: insgesamt vier Hunde brachten unsere Mitglieder mit, die sich sehr über die Spielkameraden freuten und ohne Pause über den großen Grasplatz tollten. Es machte wirklich Spaß, einfach nur Oskar, Ares, Rigo und Sam zuzusehen.

Nachdem sich alle Zweibeiner ausgiebig mit den Drachen und auch Bumerangs ausgetobt hatten, wurden schnell ein leckeres Buffet aufgebaut und ein kleines Feuer für Marshmallows angezündet, um den Mittagshunger der ausdauernden Drachenkrieger zu bekämpfen.

Es sind circa 25 Leute unserer Einladung gefolgt und wir hatten viel Spaß zusammen und hoffen, das Drachenfest im nächsten Jahr wiederholen zu können. Vielen Dank an Tina für die Idee und Organisation.

Autorin: Tina Hillmann


Tag der offenen Tür - 16.09.2018

 In diesem Jahr fand der Tag der offenen Tür am Sonntag, dem 16. September, statt. Wie immer war uns der Wettergott wohlgesonnen und schenkte uns Sonne, ein paar Wolken und sehr angenehme Temperaturen, sodass wieder zahlreiche Gäste den Weg auf unseren Hof fanden. Schnell waren die besten Plätze auf der Tribüne, nahe dem Kuchenstand, sowie die vielen Bänke direkt vor der Turnierwiese belegt und pünktlich um 14 Uhr konnte es losgehen. Zunächst begrüßte Anne, unsere Vorsitzende, Micha Behrends, Chef der SG Töplitz, und bedankte sich bei der Kita Inselnest für das mittlerweile traditionelle Kinderschminken. Dann stellte sie unsere zwei- und vierbeinigen Akteure vor, die sich in einer bunt gemischten Reihe auf dem Turnierplatz aufreihten. Nun konnte das Programm starten.

Als erstes kam Besuch aus dem Dschungel: unser Voltipferd Stoffel trat als großer Tiger auf und trug brav die grün leuchtenden Amazonen Lucy, Matti, Theresa, Abby, Darleen und Leni auf seinem Rücken, die dort akrobatische Übungen zeigten. Zum Rhythmus der „jungle drum“ und später mit etwas mehr Gemütlichkeit, zeigten die jungen Voltimädchen ihr Können, dabei ging es teilweise mit Hebefiguren hoch hinaus – das Publikum war begeistert.

Den ersten Gastauftritt hatten die Inselzwerge des Töplitzer Karnevals Club e.V., die mit einer Tanzaufführung zu überzeugen wussten. Daraufhin gab es einen genaueren Einblick in unseren Vereinsalltag, soll heißen in den Reitunterricht. Zwei Gruppen von je drei Reiterinnen zeigten eine Vorführung des Abteilungsreitens, was in jedem guten Unterricht regelmäßig geübt wird. Hintereinander werden einzelne Bahnfiguren in unterschiedlichen Gangarten geritten, so kann sich der Reitlehrer besser auf alle Schüler konzentrieren und einzelne Details leichter korrigieren. Die erste Gruppe, bestehend aus Maya auf Palestina, Charlotte auf Apache und Lilia auf Pina, zeigte sehr souverän eine E-Dressur. Geübt haben sie mit Trainerin Heike, die vor allem auf Harmonie zwischen Reiter und Pferd achtet, was uns im Verein sehr wichtig ist. Die zweite Gruppe mit Nele auf Lenox, Julia auf Fantasie und Helene auf Stoffel, hatte mit Trainerin Anne ebenfalls eine E-Dressur einstudiert und dabei als erhöhten Schwierigkeitsgrad noch Stangen eingebaut.

Wenn man viele Jahre intensiv und fleißig übt, kann man sehr weit kommen, so wie Bereiterin und Trainerin Hanka, die Pferde in der Dressur bis zur schweren Klasse ausbildet und auf Turnieren vorstellt. Für diesen Tag hat sie mit dem 13-jährigen Oldenburger Wallach Don’t Worry eine L**-Dressur eingeübt, die bereits fortgeschrittene Übungen wie Traversalen und Außengalopp beinhaltet. Dementsprechend staunende Blicke sah man im Publikum während der Aufführung.

Es folgte die Pause mit dem ersten Ponyführen. Schnell bildete sich eine große Schlange an Kindern, die selbst einmal auf dem Rücken eines Pferdes sitzen wollten. Brav trugen unsere Schulpferde sie über den Turnierplatz und brachten sie zum Strahlen, immer wieder ein schöner Teil dieses Tages. Es folgte ein Ausflug in den Wilden Westen mit den Line Dancern der SG Töplitz. Richtiges Countryfeeling kam auf bei diesem beherzten Auftritt, wir freuen uns jedes Jahr darauf.

Nun war die alljährliche Quadrille an der Reihe, wie immer verzauberte sie das Publikum mit einer gelungenen Vorstellung, dieses Jahr klassisch gehalten in Vereins-T-shirts. Vielen Dank an die Reiterinnen Nina, Juliane, Nele, Katharina, Janine und Marie sowie an Jacki, die sich immer wieder die Zeit zum Üben, Musik schneiden und Choreographieren nimmt. Ebenfalls großen Anklang fand unsere Tombola, es wurden jede Menge Lose verkauft und sogar alle Hauptgewinne in Form von kostenlosen Reitstunden auf unserem Hof gezogen, wir gratulieren den Gewinnern.

Bevor der aufgebaute Parcours von echten Pferden gesprungen wurde, wurde er für einen neuen Wettbewerb genutzt: das Steckenpferd-Springen. Genannt Hobby Horsing, kommt diese neue Trendsportart aus Finnland, dabei absolvieren Kinder und Jugendliche Dressurprüfungen oder Springparcours auf einem Steckenpferd. Der Sport erfreut sich großer Beliebtheit, deshalb wollten wir es auch in Leest versuchen. Drei Mannschaften, bestehend aus aktiven Vereinsreitschülerinnen und Freiwilligen aus dem Publikum, mussten staffelartig gegeneinander antreten. Sie alle bekamen eine echte Schleife für die Teilnahme, was große Freude bei den Kindern auslöste.

Das letzte Highlight, vor dem zweiten, ebenfalls sehr ausführlichen Ponyreiten, war das Springen. Da Laura sich beim Warmreiten auf Paul verletzte, wurde dieser nur noch zum Gehorsam von Matthias gesprungen, sodass am Springen zwei Reiterinnen teilnahmen: Marie auf Pablo und Agnes auf Apache. Beide absolvierten souverän und fehlerfrei die erste Runde, danach ging es im zweiten Durchgang um Zeit. Ganz knapp, mit nur drei Sekunden Differenz, konnten Marie und Pablo das Springen für sich entscheiden, herzlichen Glückwunsch! Aber auch Agnes gratulieren wir, denn sie ist relativ spontan eingesprungen und hatte nur wenige Male Zeit zum Üben mit Apache, eine mutige Leistung.

Zum Schluss möchten wir uns bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, ohne die der Tag so nicht möglich gewesen wäre, auch während der Vorbereitung wurden wir unterstützt von Mitgliedern, die gemeinsam den Hof auf Hochglanz brachten. Es war ein sehr schöner und erfolgreicher Tag, den wir gut in Erinnerung behalten werden.

 Autorin: Tina Hillmann


Engagement unseres Vereins - 13.08.2018

Nachdem unsere Ponyreiten-Überraschung zum Kindertag für die jüngeren Bewohner des Heims für Geflüchtete im Bornimer Lerchensteig so gut aufgenommen wurde, organisierte Tina zusammen mit der Ansprechpartnerin der AWO, Aneta Zeis, einen Besuch einer Gruppe von Kindern auf unserem Hof. Am 13. August kamen fünf Jungen und drei Mädchen des Heims, begleitet von Frau Zeis, nach Leest, um zu reiten und auch, um echte Stallarbeit kennenzulernen und sich das Reiten so „zu verdienen“. Lena, Agnes und Tina meldeten sich als Betreuerinnen, vielen Dank euch dreien für euren Einsatz. Die Kinder und Jugendlichen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, so konnte gleichzeitig geritten und gearbeitet werden, dabei wollten die Jungen und Mädchen jeweils unter sich bleiben.

Agnes betreute die Kinder bei den Pferden: es wurde zuerst ausführlich geputzt, darauf folgte auf dem Reitplatz erstmal ein Führtraining, um unsere beiden braven Schulpferde Merlyn und Stoffel näher kennenzulernen. Denn für einige Kinder kostete bereits das bloße Gehen neben den Pferden einige Überwindung. Dann aber trauten sich doch alle auf den Rücken der Pferde, sie wurden im Schritt und Trab über Stangen und durch einen Slalom geführt, dabei hörten wir viele Freudenrufe und Begeisterung der am Rand des Reitplatzes wartenden Kinder und sahen glückliche Gesichter auf dem Rücken der Pferde.

Vor dem Stall lernte die jeweils andere Gruppe bei Lena, wieviel Arbeit solch große Tiere wie Pferde überhaupt machen: es musste ein großer Paddock von altem Heu und Mist befreit werden. Das hieß Harken und Mistboys schwingen und anschließend fleißig Schubkarren zum Mistcontainer fahren. Tina half jeweils nach Bedarf und motivierte die Jungs erst beim Arbeiten, um sie danach bei den Pferden zu begleiten und anzuleiten. Frau Zeis sorgte dafür, dass alle Kinder bei den hohen Temperaturen genug Wasser bekamen und machte ein paar schöne Erinnerungsfotos.

Lenas großer Hund Ares sorgte zu Beginn für einige verschreckte Kinder, das änderte sich jedoch schnell, als sie bemerkten, dass er ihnen nichts tut und im Gegenteil sehr gerne Stöckchen holt. Ares war der klare Liebling des Tages, der ständig überall zu sein schien. Manch einer ließ sich auch zeitweise von seiner Arbeit ablenken, einfach um den quirligen Vierbeiner zu beobachten. Da an diesem Tag der Spaß und die Begegnung mit den Tieren im Vordergrund standen, war das auch gestattet. Dennoch schafften die Kinder mit Lenas und Tinas Hilfe, den großen Paddock vor dem Stall komplett zu säubern, was uns sehr freut, da der Paddock das erste ist, was man sieht vom Parkplatz aus.

Während der Aktion berichtete Frau Zeis, dass sich die anwesenden Kinder riesig gefreut hatten, auf unseren Hof zu kommen und die Pferde kennenzulernen, dass sie aber gleichzeitig noch viele traurige Kinder zurücklassen musste, da der Platz im Auto und auch beim Reiten begrenzt ist. Deshalb schlug Tina vor, das Ganze zu wiederholen, was sie freudig annahm. Das nächste Mal wird wahrscheinlich in den Herbstferien stattfinden, wir freuen uns, den Kindern und Jugendlichen eine schöne Zeit auf unserem Hof bereiten zu können und ihnen die Gelegenheit zu bieten, Zeit mit und auf unseren Pferden zu verbringen.

Autorin: Tina Hillmann


Verkauf von Fantasie: Happy End - 01.08.2018

Die schöne dunkelbraune Fantasie –  auf unseren Hof gekommen ist sie vor einigen Jahren als Privatpferd. Vorher war sie Zuchtstute und bereicherte die Brandenburger Warmblut Zucht. Vor etwas mehr als zwei Jahren kaufte der Verein sie als Schulpferd, was mehr einer Rettungsaktion glich, da ihre Zukunft ungewiss war: sie sollte zum Händler gehen.

Aufgrund einer wiederkehrenden Lahmheit bekam sie kurz danach im Jahr 2016 eine fünfmonatige Auszeit auf einer großen Wiese – den ganzen Sommer über konnte sie das weite Grün genießen. Danach kam sie, deutlich verjüngt und vor allem lahmfrei, zu uns zurück und trat ihren Dienst als sehr braves Schulpferd an. Von vielen hörten wir den Satz „Das ist das liebste Pferd der Welt!“ und das stimmt auch: so eine gelassene, ruhige, liebe Seele von Pferd trifft man selten. Fantasie freut sich wirklich immer über Aufmerksamkeit vom Menschen, egal, ob groß oder klein. Auch beim Reiten ist sie ein Schatz und läuft brav ihre Runden. Wenn doch mal ein Kind von ihrem Rücken purzelt, weil sie einen kleinen Hüpfer beim Angaloppieren gemacht hat, bleibt sie sofort stehen und schaut sich verwundert um.

Seit einiger Zeit ist Fanta die neue Begleiterin für unseren Rentner Sterzel und lebt zusammen mit ihm auf dem ehemaligen Shettypaddock, ein toller Offenstall mit großem Unterstand und viel Platz. Im April dieses Jahres ist Fanta stolze 24 Jahre alt geworden und trotzdem noch topfit und natürlich besonders im Gelände für einen schnellen Galopp zu begeistern. Deshalb entschlossen wir uns, sie jetzt an einen privaten Besitzer zu vermitteln, der mit ihr noch einige schöne Jahre hat. Denn ein weiteres Rentnerpferd neben dem guten Louis und dem frechen Sterzel können wir uns auf Dauer nicht leisten. Außerdem hat Fantasie es verdient, in den „Ruhestand“ zu gehen und nach ihrem Dienst als Vereinspferd wieder in den Genuss zu kommen, nur einen Besitzer zu haben, der sich ganz besonders um sie kümmert.

Bevor wir sie öffentlich annoncieren wollten, gaben wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit, über den Kauf von Fantasie nachzudenken. Und siehe da: Frau Neumann, die bereits zuvor Interesse an einer Reitbeteiligung auf Fanta bekundete, meldete sich sofort. Kurz zuvor war ihre 28-jährige Fuchsstute Lady friedlich von uns gegangen, fast so, als hätte sie das mit Fantasie abgesprochen. Denn genau wie Lady das Gelände liebte, ist auch unsere Fanta ein passioniertes Buschpferd, hier blüht sie richtig auf. Deshalb passt sie einfach perfekt zu Frau Neumann, die keine Kringel auf dem Reitplatz mehr reiten möchte, sondern das schöne Gelände bevorzugt. Gemeinsam werden sie viel Spaß haben, da sind wir uns sicher.

Wir wünschen Fantasie und ihrer neuen Besitzerin alles Gute und dass sie noch viele schöne gemeinsame Jahre haben werden. Besonders freut uns, dass Fanta nun bei uns auf dem Hof stehen bleibt und wir sicher sein können, dass sie es guthaben wird. Fast zu schön, um wahr zu sein, so wünschen wir uns das für unsere treuen Schulpferde!

Autorin: Tina Hillmann


Ein neues Schulpferd für unseren Verein

Er ist wirklich ein schmucker, sympathischer Typ: Lenox, der charmante große Braune hat uns sofort in seinen Bann gezogen. Wir hatten uns geeinigt, dass unser neues Schulpferd groß sein sollte, brav natürlich und gut ausgebildet, damit es sowohl den fortgeschrittenen Reitern, als auch Anfängern viel beibringen kann. Weiterhin sollte es unbedingt ein Rappe sein, da wir fast nur Schimmel und Braune haben momentan – nein, Spaß beiseite, die Farbe spielt natürlich keine Rolle. Lena, Michelle und Tina bildeten das Team Pferdekauf, wobei sie alle fleißig Anzeigen durchforsteten und Lena die interessanten Kandidaten kontaktierte. Allein schon das ist sehr aufwendig, ganz abgesehen von den Terminen vor Ort. Zum Glück fanden wir unser Traumpferd recht schnell, zu dem wir zwei Mal mit verschiedenen Leuten hinfuhren, um es ausgiebig Probe zu reiten und kennenzulernen.

Lenox ist 12 Jahre alt, war bisher Privatpferd, seit er mit 4 Jahren den Hof seines Züchters verließ. Er ist gut ausgebildet und erzogen, was wir auch bei uns auf dem Hof weiter fördern beziehungsweise aufrechterhalten wollen. Auch die Abstammung des Brandenburger Warmbluts lässt sich sehen: darin finden sich unter anderen der Holsteiner Landgraf auf der Vaterseite und Kolibri, der berühmte Neustädter Vererber, auf der Mutterseite. Am 21. Juli war es soweit: das Abholkommando machte sich auf den Weg, bestehend aus Lena, Andrea, Michelle und Henry, der an dem Tag freundlicherweise Fahrer war und auch sein Auto zur Verfügung stellte. Vielen herzlichen Dank dafür! Ebenfalls bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Hanka, die uns ihren Hänger zur Verfügung stellte, so konnten wir unseren Neuen schnellstmöglich zu uns holen. Denn die Sommerferien wollen wir dazu nutzen, ihn an die neue Umgebung zu gewöhnen und anzutrainieren, da er ein halbes Jahr aufgrund der Schwangerschaft seiner Besitzerin fast nur Pause hatte.

So kümmert sich zunächst ein kleines Team um Lenox, um ihm die nötige Sicherheit im täglichen Umgang und beim Reiten zu geben, damit er bald bestmöglich vorbereitet im Schulbetrieb starten kann. So, wie wir ihn bisher kennengelernt haben, sollte der Start als Schulpferd unkompliziert und entspannt ablaufen, da er ein echter Kumpeltyp ist, der gern mit dem Menschen arbeitet und ihm immer zuhört. Wir denken, mit Lenox einen zuverlässigen neuen Lehrmeister für unsere Mitglieder gefunden zu haben.

Auf den Fotos könnt ihr sehen, wie die Abholung verlief und euch versichern, dass Lenox es sich gutgehen lässt bei uns: den Schnitzeltrick hat er, genau wie Panama nach dem Apspritzen im Sommer, bereits perfektioniert!

Autorin: Tina Hillmann


Lehrgang mit Karola: Bewegungstraining

Am Sonntag, dem 8. Juli 2018, gab Karola einen kleinen Lehrgang auf unserem Hof: vier Reiterinnen nahmen Unterricht bei ihr und probierten sich an den Franklinbällen- und rollen aus. Nicht jeder kennt die Bälle, da sie noch recht neu sind im Reitsport, deshalb folgt zuerst eine kurze Erklärung.

Ursprünglich wurde die Franklin-Methode entwickelt, um Verspannungen zu lösen, Muskeln und Faszien zu lockern sowie die eigene Körperwahrnehmung und -haltung zu schulen und zu verbessern. Es werden verschiedene Bälle und Rollen benutzt, die mit Luft oder Wasser gefüllt sind, eine glatte oder genoppte Oberfläche haben und weicher oder härter sind. Angewendet werden sie, indem man sich beispielsweise ein Exemplar unter den Oberschenkel legt, während man in sitzender Position kreisende Bewegungen mit dem Bein ausführt – so werden die hintere Muskulatur des Oberschenkels und die Faszien gelockert und entspannen sich. Das kann anfänglich ungewohnt und unangenehm sein, fühlt sich jedoch nach kurzer Zeit sehr gut an und man merkt einen deutlichen Unterschied zum anderen Bein. Nachdem sich die Franklin-Methode (entwickelt vom Schweizer Sportwissenschaftler und Bewegungspädagogen Eric Franklin) im Sport-und Gesundheitswesen etabliert hatte, wurde sie von Eckart Meyners auf den Reitsport übertragen, der die Bälle benutzte, um seinen Reitschülern neue Impulse zu geben.

Angewendet werden sie wie folgt: man legt die Bälle zwischen Oberschenkel und Sattel, zwischen Oberarm und Oberkörper oder die Rolle unter das Gesäß (nur einige Beispiele) und macht so die Bewegungsabläufe des Pferdes für den Reiter überdeutlich. Bewegungsgefühl und Balance werden neu geschult, sodass der Reiter sich ganz neu orientiert und unerwünschte Bewegungsabläufe durchbrechen kann. Am Anfang reitet man im Schritt, später auch im Trab und Galopp, dabei kann man im leichten Sitz reiten oder auch verschiedene Bewegungsübungen machen. Das erfordert gute Balance, die sich durch die verschiedenen Übungen entwickelt. Nicht nur der Reiter, sondern auch die Pferde profitieren von der neu gewonnenen entspannten Reitweise. Die Pferde gelangen zunehmend in eine Losgelassenheit und das Reiten wird durch einen mitschwingenden Rücken des Pferdes für alle Beteiligten nicht nur angenehmer, sondern auch harmonischer. Was nicht nur der Reiter spüren kann – auch für Unbeteiligte ist dieser Prozess sichtbar.

Nun aber zu unseren vier Teilnehmerinnen des Lehrgangs: als Erste war Nele mit unserem Schecken Merlyn dran, für sie waren die Franklinbälle Neuland. Sie probierte sich mit den kleinen grünen Bällen an den Armen und auch einer Rolle im Sattel aus und merkte gleich, wie entspannt der Lewitzer unter ihr wurde. Denn wie bereits beschrieben stört es die Pferde meist nicht, dass der Reiter durch die Franklin-Methode aus der Balance gebracht wird und erstmal oben „rumhoppelt“, im Gegenteil laufen sie fast alle sogleich entspannter und lockerer. Schon allein deswegen sollten wir die Bälle öfter benutzen, denn der Effekt nach der Verwendung kann immer wieder neue Impulse geben.

Annika wartete mit der kleinen Schimmelstute Palestina schon auf Karola, sie hatte bereits einige Stunden mit den Bällen, aber bei einer anderen Trainerin. Da jeder anders ist, konnte auch sie viel Neues von Karola lernen und neuen Input bekommen. Wir freuen uns, dass auch unsere Übungsleiter sich weiterbilden – toll, Annika!

Danach war Tina Camilla dran. Sie organisierte den Lehrgang und konnte bereits positive Erfahrung mit dem Bewegungstraining und den Bällen sammeln. Es war das erste Mal Reitunterricht seit Camillas Sehnenverletzung im November letzten Jahres und die Schimmeldame war sehr entspannt und machte so toll mit, da gab es nichts zu meckern. Tina konnte sich also voll und ganz auf ihren Sitz und ihre Bewegungen konzentrieren und große Runden im Trab mit verschiedenen Bällen und Rollen drehen.

Die letzte im Bunde war Julia, sie ritt Fantasie, sehr zu Sterzels Leidwesen, der an diesem Tag übertrieben anhänglich war und seine Gefährtin oft über den Zaun zu sich rief. Das störte die gute Fanta aber kein bisschen, ganz konzentriert war sie bei der Sache, sodass auch Julia ganz in Ruhe ihre ersten Erfahrungen mit den Bällen machen konnte. Sie berichtete Karola fortlaufend, wie sich die einzelnen Bälle anfühlten und was anders war – meistens wurde sie lockerer und bekam ein besseres Gefühl für ihren Körper. Die große Rolle unter dem Gesäß lässt den Reiter zum Beispiel erstmal ein ganz ungewohntes Sitzgefühl empfinden, wenn sie aber wieder entfernt wurde, fühlt es sich an, als würde man im Sattel, sogar im Rücken des Pferdes sitzen - ein ganz neues Gefühl, das die Bewegungen des Pferdes intensiver wahrnehmen lässt und so hilft, den eigenen Sitz zu verbessern.

Wir danken Karola für ihre Zeit und den tollen Lehrgang bei bestem Wetter, denn es war glücklicherweise nicht zu heiß - alle Reiterinnen konnten einiges für ihr Training mitnehmen. Demnächst planen wir einen Kurs mit Karola komplett ohne Pferde: unter dem Motto Bewegungstraining wird sie mit allen Interessierten am eigenen Körpergefühl arbeiten und eine Reihe Übungen aufzeigen, die jeder auch zuhause regelmäßig durchführen kann, um noch beweglicher und mobiler zu werden und so sein reiterliches Können weiterzuentwickeln. Es wird rechtzeitig einen Aushang im Stall geben und per E-Mail informiert.

Autorin: Tina Hillmann


Neues von Sterzel - 27.06.2018

So viele werden sich an ihn erinnern, denn er hat Unzähligen das Reiten gelehrt beziehungsweise sie beim Voltigieren getragen, in der Kutsche gezogen, sie auf Turnieren und bei Vorführungen begleitet und einiges mehr: Sterzel. Stolze 29 Jahre ist er in diesem Februar alt geworden und immer noch lebensmunter und fit. Seit letztem Sommer stand er auf der Wiese nebenan mit Mandys eigenwilliger Stute Alani, die er, ganz nebenbei, natürlich sofort mit seinem Charme von sich überzeugte. Im April 2018 kam Sterzel jedoch zurück zu uns auf den Hof. Denn er litt eine Zeitlang unter dem Befall von aggressiven Darmbakterien, die zwar mit Antibiotika bekämpft wurden, aber immer noch in kleiner Anzahl da sind und Alani, die nun trächtig ist, gesundheitlich beeinträchtigen könnten. Für erwachsene, gesunde Pferde besteht keine Gefahr, deshalb haben wir die freundliche Fantasie zu ihm gestellt, damit er nicht so allein ist.

 Einige Wochen verbrachten sie provisorisch auf einem Paddock, auf dem sie auch nachts blieben. Denn zurück in die Herde darf Sterzel nicht, einfach wegen der sehr geringen Ansteckungsgefahr. Da möchten wir, auch wegen der Privatpferde, kein Risiko eingehen. Es dauerte eine Weile, aber der Vorstand entschloss sich schließlich dazu, den ehemaligen Shettypaddock als Offenstall für Sterzel und Fanta wieder auf Vordermann zu bringen. Denn dass Sterzel zurück in Boxenhaltung über Nacht kommt, stand außer Frage – der alte Herr war bei Mandy so glücklich und lebensfroh, immer draußen zu sein und sich frei bewegen zu können, das wollten wir ihm nicht nehmen.

An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an Krolli, die sich unermüdlich für Sterzel und seine Unterbringung im Offenstall eingesetzt hat. Sie beauftragte Andi mit der Zaunreparatur und übernahm sogar die Arbeitskosten, befreite den Bereich eigenhändig von Giftpflanzen und kümmerte sich ebenfalls in Eigenregie um neue, sichere und vor allem stromführende Litze um den gesamten Paddock. Vielen lieben Dank, Krolli, das ist großartig! Ebenfalls zum „Team Sterzel“ gehören Nele (die sehr regelmäßig abäppelt und sich um den vorwitzigen Hafi kümmert) und Jacki und Tina, die ebenfalls oft ihre Zeit für ihn aufwenden.

 Am Montag, dem 11. Juni, war es nun endlich soweit: Fanta und Sterzel konnten von ihrem kleinen provisorischen Paddock in das neue Heim umziehen und das Beste daran: es war ziemlich zugewachsen mit Gras. Sie vergeudeten keine Zeit, erst den ganzen Bereich zu erkunden, sondern versenkten ihre Köpfe sofort selig im Grün.

 Mittlerweile, gut zwei Wochen später, haben Fanta und Sterzel sich gut eingelebt. Vor Ort haben sie ihr eigenes kleines Heulager sowie eine Futterkammer, um den Arbeitsaufwand der Fütterung möglichst gering zu halten. Sie freuen sich immer, wenn sie Besuch bekommen und stellen sich dann sofort in freudiger Erwartung vor ihre Futterkammer. Die Herde können sie von dort aus auch sehen, sowohl auf dem Paddocktrail, als auch auf der Wiese, dann stellen sie sich immer möglichst nah auf ihrem Paddock dazu. So kann Sterzel nun auch besser damit leben, wenn Fantasie für Reitstunden geholt wird – er stellt sich einfach neben die anderen Pferde und ist nicht allein.

 Wir freuen uns wirklich sehr, dass es Sterzel so gut geht und er noch Freude am Leben hat und fit ist – sowohl körperlich als auch geistig. Dem kleinen frechen Pony macht so schnell keiner etwas vor! An dieser Stelle möchten wir uns auch für die regelmäßigen monatlichen Spenden für ihn bedanken, die wir von verschiedenen Leuten erhalten, damit können wir Futter- und Tierarztkosten anteilig abdecken, dankeschön!

 Wer das nun liest und sich an den süßen Haflinger erinnert, da er selbst mal mit ihm zu tun hatte, wenn auch vor langer Zeit, der ist ganz herzlich eingeladen, zu uns auf den Hof zu kommen und den rüstigen Rentner zu besuchen und sich vor Ort von seinem Wohlergehen zu überzeugen. Er ist auch heute noch, wie er schon immer war: charakterstark, stets gut gelaunt, frech und für jeden Schabernack zu haben. Wir wünschen ihm noch viele glückliche Jahre bei uns.

Autorin: Tina Hillmann


Kindertag 2018: Ponyreiten-Überraschung

Im Mai bekamen wir eine besondere Anfrage per E-Mail: die Mutter einer neuen Reitschülerin, Frau Zeis, arbeitet in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Lerchensteig in Bornim und war dabei, das Fest zum Kindertag am 1. Juni zu organisieren. Da kam sie auf die Idee, unseren Reiterhof zu fragen, ob wir nicht mit Pferden dorthin kommen könnten, um den Kindern mit Ponyreiten eine Freude zu machen. Nachdem wir gleich auf der Karte geschaut hatten, ob wir nicht dorthin reiten könnten, da es nur 7 km sind, mussten wir diese Möglichkeit jedoch ausschließen. Denn auf dem Weg liegen vielbefahrene große Straßen ohne Radweg oder Fußweg, die wir unseren Pferden nicht zumuten wollten. Blieb also nur die schwierigere Option, einen Hänger auszuleihen und vor allem einen Fahrer inklusive Zugfahrzeug zu finden. Glücklicherweise erklärte sich Dietmar, Michelles Papa, wie so oft, dazu bereit und das auch noch kostenlos. Ein riesengroßes Dankeschön an ihn dafür, ohne diese Unterstützung hätten wir diese tolle Aktion nicht umsetzen können!

 Natürlich, da ihr Vater den Transport übernahm, stellte Michelle sich als Helferin zur Verfügung, außerdem halfen Lena und Nele, vielen Dank euch dreien, das habt ihr toll gemacht. Nun zum eigentlichen Bericht, wie das Ponyreiten vor der AWO Wohnanlage Bornim verlief.

Zunächst einmal gab es eine kleine Änderung der pferdischen Besetzung – denn Stoffel verweigerte ganze zwei Mal seine Mitarbeit, indem er erst gar nicht in den Hänger in Leest stieg. Kurzerhand entschieden die Mädels, neben unserem braven Pablo noch Apache, Lenas ruhigen älteren Braunen, mitzunehmen. Das klappte auch super, nur ärgerte das Schimmelpony, wie so oft im Hänger, seinen Nachbarn etwas.

Kurz nach der vereinbarten Zeit um 16.30 Uhr trafen wir ein, zur großen Überraschung aller anwesenden Kinder, denn natürlich hatte Frau Zeis, die das Ponyreiten organisierte, niemandem etwas verraten. So wurden die Augen der Kleinen immer größer, als die zwei Pferde aus dem Hänger stiegen. Alle haben sich wirklich gefreut, denn die meisten von ihnen haben noch nie Pferde so nah in natura gesehen. Was unseren Helferinnen positiv auffiel: Frau Zeis hat sich wirklich Gedanken gemacht - sofort wurden Eimer mit Wasser für die Pferde gereicht, die sie bei den hohen Temperaturen dankbar annahmen, außerdem war bereits eine Strecke zum Ponyführen abgesteckt, die gut im Schatten lag.

Die Zeit verging schnell, denn alle Anwesenden hatten ihren Spaß und tolle Erlebnisse mit den Pferden. Pablo und auch Apache waren sehr lieb und standen ganz still, während ganz kleine Kinder und sogar Jungs im Teenageralter aufsaßen. Die Augen leuchteten, als sie eine Runde ritten und die Eltern konnten einige schöne Bilder ihrer Sprösslinge knipsen, die sie sicher stolz weiterzeigen werden. Natürlich war es zeitweise unübersichtlich und etwas chaotisch, einfach, weil so viele Kinder vor Ort waren, die unbedingt reiten wollten. So blieben die Mädels mit den Ponys bis 18.15 Uhr dort, um auch jedem Kind seinen Wunsch zu erfüllen. Dann, nach getaner Arbeit und etwas erschöpft, gingen die Pferde ganz brav auf den Hänger, um zurück nach Hause zu fahren. Trotz des Trubels und der Hitze haben sie einen tollen Job gemacht und einen sehr positiven Eindruck bei den Kindern hinterlassen, wirklich großartige Pferde haben wir.

Wir bekamen von allen Seiten Lob und Dankbarkeit für diese tolle Überraschung zum Kindertag und wir freuen uns, dass Frau Zeis uns danach gefragt hat und wir helfen konnten. Denn auch solche Aktionen gehören zu unserem gesetzten Schwerpunkt im PSV Töplitz e.V.: die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Auch in diesem Jahr sind noch weitere Aktivitäten für unsere Kinder und Jugendlichen geplant, zum Beispiel geführte Ausritte, Turnierteilnahme und das Ferienreitcamp. Umso mehr freuen wir uns, dass wir am Kindertag auch anderen Kindern, die nicht Mitglied in unserem Verein sind und nicht die Möglichkeit haben, regelmäßig in Kontakt mit Pferden zu kommen, den Traum, einmal auf einem Pferd zu sitzen und selbst zu reiten, erfüllen konnten. Anbei einige Fotos, die einen Eindruck dieses tollen Nachmittags vermitteln und vor allem zeigen, wie viel Spaß und Freude die Kinder mit den Pferden hatten.

 Autorin: Tina Hillmann


Töplitzer Insellauf am 05.05.2018

Auch in diesem Jahr schickten wir ein Ponykommando zum Insellauf in Töplitz. Dieser fand bereits zum 28. Mal statt und seit einigen Jahren bieten wir für die Kinder dort Ponyreiten an. Es gab eine bunt gemischte Teilnehmergruppe, die sich für die ebenfalls bunte Mischung an Läufen eingeschrieben hatte. Man konnte 1,8 km als Schnupper- oder Familienlauf absolvieren, 6,7 km laufen oder walken oder sich an den Halbmarathon über 21,2 km wagen. Xenia und Agnes nahmen zwar an keinem Lauf teil, legten aber auch schon eine Strecke von circa sechs Kilometern auf beziehungsweise neben dem Pferd zurück, um nach Töplitz zu gelangen.

So konnten die braven Schulpferde Stoffel und Pablo den Kindern die Wartezeit bis zur Siegerehrung verkürzen und versüßen. Die Ponys hatten einen so großen Fanclub, dass Agnes und Xenia fast zweieinhalb Stunden blieben, um auch jedem Einzelnen bei tollem Wetter eine Runde auf dem Pferderücken zu ermöglichen. Nebenbei teilten sie einige Flyer für unseren Tag der offenen Tür am 16. September aus, dort wird es wieder ein buntes Programm für die ganze Familie geben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die lieben Eltern und Großeltern für die Spenden für unsere Schulponys und natürlich an Agnes und Xenia, die das Ponyreiten und Fortführen dieser tollen Tradition möglich gemacht haben. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Autorinnen: Xenia Meinardus und Tina Hillmann


Baumblütenumzug am 28.04.2018

Ein weiteres Mal war es soweit - die helle, freundliche Jahreszeit wurde offiziell eingeläutet! Das alljährliche Baumblütenfest in Werder Havel öffnete seine Tore. Eröffnet wurde wie immer mit dem Baumblütenumzug, wo alle Vereine, Institutionen, Einrichtungen etc. aus Werder und Umgebung teilnehmen können, um sich zu präsentieren. Das Wetter war super und wir starteten pünktlich 13 Uhr mit dem Umzug. Über 60 Gruppen waren dabei. Unser Verein zeigte sich dieses Jahr mit dem geschmückten Auto von Jacki. Ein bisschen Heu, Pferdebilder und Plakate, und schon war das “Vereinsauto“ bereit. Mit insgesamt ca. 15 Vereinsmitgliedern ging es entlang der Moosfennstraße, über die Brandenburger Straße bis auf die Insel von Werder. Viele Besucher waren gekommen und so war auch die Stimmung toll. Anschließend ging es noch auf den Rummel und wir stärkten uns mit Crêpes und Leckerem vom Grill. Dank der bereitgestellten Busse vom Ortsbeirat Töplitz kamen alle auch wieder schnell und sicher nach Hause.

 

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Vereinsmitgliedern für die Unterstützung, beim Ortsbeirat für die Busse, bei Jacki für die Bereitstellung ihres Autos und bei der Familie von Lucia für das Drucken der Werbeflyer für unseren Tag der offenen Tür im September.

Autorin: Jaqueline Swierczynski


Mitgliedervollversammlung am 15.04.2018

Am Sonntag, dem 15. April 2018, fand unsere Mitgliedervollversammlung, wie immer im Gemeindehaus in Töplitz, statt. Pünktlich um 14 Uhr konnten wir beginnen, es kamen zahlreiche Mitglieder des Vereins, Eltern und Unterstützer, sodass wir eine anregende und produktive Sitzung vor uns hatten. Zunächst gab Anne einen Rückblick auf das vergangene Jahr, welcher sehr erfreulich ausfiel. Denn trotz der Überbrückung finanzieller Probleme im Verein kam es zu einer Vielzahl an Veranstaltungen, die wir organisierten, zum Beispiel mehrere geführte Ausritte, den Tag der offenen Tür, ein Hofturnier und ein Reitercamp in den Sommerferien. Auch fuhren wir zum ersten Mal seit langem auf Turnier, woran wir in diesem Jahr anknüpfen möchten. Es folgte der Bericht der Kassenprüfer, der ebenfalls positiv ausfiel, soll heißen: die Kasse wurde ordentlich geführt, es gibt nichts zu beanstanden. Mit 22 stimmberechtigten, anwesenden Mitgliedern wurde der aktuelle Vorstand einstimmig entlastet.

Daraufhin wurde Mandy für ihr liebevolles Umsorgen unseres Rentners Sterzel, Michelle für ihren herausragenden Einsatz im Stall und Tina für ihre Sorge um Malina und ihren Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit gedankt, denn nur mit solch engagierten Menschen kann der Verein weiterhin bestehen und funktionieren. An dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an Anne, Janine und Krolli aus dem aktuellen Vorstand sowie natürlich an Jacki, sie alle haben einen tollen Job gemacht.

Nun zum spannendsten Teil der Versammlung - der Wahl des neuen Vorstandes. Neue 1. Vorsitzende wird einstimmig Anne, 2. Vorsitzende wird Tina (zweite Kandidatin war Sandra), Kassenwartin wird mit einer Enthaltung und ansonsten einstimmig Xenia, ebenfalls alle Stimmen bekam Andrea für den Posten des Jugendwarts und Lena ließ sich für den Platzwart aufstellen, auch sie wurde bis auf eine Enthaltung einstimmig gewählt. Alle Kandidatinnen nehmen die Wahl an und wir dürfen gespannt sein, wie sich der neue, nun wieder komplett besetzte Vorstand zusammenfindet und welche Änderungen, Projekte usw. er umsetzen wird. Die Kassenprüfer wurden ebenfalls neu gewählt, es sind wieder Andrea und Jacki geworden.

Darauf folgte das Vortragen verschiedener Anliegen durch die Mitglieder, was eine zum Teil angeregte Diskussion unter den Anwesenden hervorrief. Es ist sehr schön, dass sich doch einige in unserem Verein Gedanken machen, was noch verbessert werden kann und wie unsere Pferde die bestmögliche Haltung bekommen. Es gab viele Ideen, Anregungen und natürlich auch Kritik, womit sich der neue Vorstand in nächster Zeit befassen wird. Genau darum geht es ebenfalls in der Vereinsarbeit – es kommen viele verschiedene Menschen und damit Meinungen zusammen und man muss sehen, möglichst alle zufriedenzustellen und vor allem gemeinsam zum Gelingen der Vorhaben beizutragen.

Nach etwas mehr als drei Stunden war die Versammlung beendet, es fanden sich viele Mitglieder nochmal auf dem Hof ein, um gerade Besprochenes zu durchdenken und den restlichen Abend bei den Pferden zu genießen.

Autorin: Tina Hillmann


Osterfeuer am 05.04.2018

Auch in diesem Jahr veranstalteten wir ein kleines Osterfeuer auf unserem Hof, um das erste Mal im neuen Jahr gemütlich abends zusammenzusitzen und bei Stockbrot und Marshmallows über dem Feuer den Frühling einzuläuten. Denn lang genug hat der Winter nun gedauert und unsere Nerven aufgrund der abgestellten Wasserleitungen arg strapaziert. Nun geht es aber bergauf: das Wetter am Donnerstag war mit viel Sonnenschein und nur etwas Wind sehr angenehm.

Ausgerechnet an diesem Tag war noch einiges los bei uns: der Schmied war da, der Heulieferant ebenfalls und außerdem ging es Panama bereits seit dem Vorabend sehr schlecht, sie musste aufgrund einer Kolik noch in die Klinik gefahren werden. Ein großes Dankeschön an Hanka an dieser Stelle für den Transport! Mittlerweile geht es Panama wieder gut, sie durfte nach zwei Tagen wieder nach Hause kommen.

Es kamen viele Reitkinder, teils mit ihren Eltern oder Freunden und verbrachten ein paar schöne Stunden zusammen. Einige von ihnen kamen bereits früher und halfen noch bei der Abendversorgung der Pferde, denn gemeinsam ist man nun mal am schnellsten. Alle brachten wie immer etwas zu essen oder zu trinken mit, es war sehr lecker. Das Osterfeuer etabliert sich jedes Jahr mehr als eine schöne Tradition, um vor allem nach der Winterpause wieder länger auf dem Hof zu verweilen und sich gemeinsam auf die warmen und vor allem hellen Monate des Jahres zu freuen. Gerne wieder!

Autorin: Tina Hillmann

 


Dualaktivierung und Equikinetic 18.02.2018

Um dem grauen Winteralltag und der Stagnation im Training entgegenzuwirken, fand am Sonntag, den 18. Februar 2018, auf unserem Hof ein Tageskurs zur Dualaktivierung und Equikinetic mit der lizensierten Trainerin Brigitte Hochgraef statt. Sechs Mensch-Pferd-Paare sowie eine Zuschauerin fanden sich zusammen, um gemeinsam in diese beiden recht neuen Trainingsmethoden nach Michael Geitner reinzuschnuppern und damit eventuell eine Bereicherung für das alltägliche Training zu finden.

Bereits um 9 Uhr starteten wir mit einer ersten Theoriestunde zur Dualaktivierung. Dazu machten wir es uns in der Küche mit Decken, Tee und Kaffee gemütlich. Dieses Training ist vor allem Kopfarbeit für das Pferd, denn es muss verschiedene Hindernisse überwinden beziehungsweise durchschreiten. Es wird longiert oder geritten absolviert, heute probierten sich alle Teilnehmerinnen im Longieren. Die Hindernisse werden mit drei Meter langen, blauen und gelben Schaumstoffgassen, Dualgassen genannt, sowie blauen und gelben Pylonen aufgebaut. Wer sich jetzt fragt, warum ausgerechnet diese zwei Farben genutzt werden und warum dieses Training so anstrengend für den Kopf ist, erhält hier die Antwort.

Pferde haben eine andere Wahrnehmung als der Mensch: ihre großen, seitlich am Kopf sitzenden Augen bieten nahezu einen Rundumblick von 360 Grad. Denn als Fluchttiere müssen sie Feinde möglichst schnell erkennen können. Beide Augen nehmen dabei unabhängig voneinander Bilder auf (monokular) und senden diese an die jeweils gegenüberliegende Gehirnhälfte, um sie dort übereinander zu legen. Dabei hakt es jedoch bei der Verknüpfung beider Gehirnhälften. Mit dem linken Auge sehen Pferde potentielle Gefahren, während sie mit dem rechten Auge mögliche Fluchtwege auskundschaften, deshalb können sie an einem Gegenstand auf der einen Seite gelassen vorbeigehen, während sie auf der anderen Seite vor genau demselben Gegenstand scheuen.

Weiterhin haben Pferde nur zwei verschiedene Arten von Zapfen (Farbrezeptoren, sie sind Dichromaten, der Mensch hat drei Zapfen), deshalb können sie die Farbe Rot nicht wahrnehmen. Man geht davon aus, dass sie ähnlich wahrnehmen wie Menschen mit Rot-Grün-Schwäche. Am besten können sie Blau und Gelb sehen, weshalb eben diese beiden Farben bei der Dualaktivierung im Wechsel in den Hindernissen eingesetzt werden, um die Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften des Pferdes anzusprechen und zu trainieren.

Als erste stellten sich Marie und Janine mit den Schimmelponys dem blau-gelben Parcours und wie zu erwarten, sahen Pina und Pablo der neuen Aufgabe gelassen entgegen und meisterten sie vorbildlich. Es folgten Peredur und Malina, wobei ersterer sich als wahrer Musterschüler herausstellte und letztere einige Anfangsschwierigkeiten hatte. Vor allem, weil sie den "Schnupperkurs" allzu ernst nahm und wirklich jede einzelne Gasse ausgiebig beschnüffeln und auch auf ihren Geschmack prüfen wollte. Doch auch Malinchen war am Ende der Übung bei der Sache und setzte ihre Hufe bedacht über und durch die Dualgassen. Die beiden Braunen Monty und Apache brauchten einen Moment, um sich die ungewohnten Balken auf dem Boden anzusehen und auch zu verstehen, was Michelle und Lena von ihnen wollten. Doch sobald sie begriffen, versuchten sie möglichst alles richtig zu machen und arbeiteten toll mit. Allen Vier- und auch Zweibeinern sah man nach dieser praktischen Einheit deutlich an, wie anstrengend die Dualaktivierung ist, sowohl für den Kopf als auch für den Körper, da man seine Beine geschickt über den blau-gelben Hindernissen sortieren und koordinieren muss.

Es folgte die Mittagspause, in der wir uns aufwärmten, bereits die Theorie zur Equikinetic besprachen und uns vor allem über das reichliche und super leckere Essen hermachten. Aus "ein paar Snacks für zwischendurch" wurden Kuchen und Kekse, Kartoffel- und Nudelsalat, Bouletten und Pizzaschnecken, eine sehr leckere Soljanka mit Baguette, Obst- und Gemüseteller und Tee, Saft, Kaffee. Ein Wunder, dass wir danach nicht über den Platz rollten. ;-)

Die Equikinetic dient hauptsächlich dem Muskelaufbau des Pferdes, wobei sie zahlreiche andere positive Effekte erzielt, zum Beispiel verbessert sie das Achtgeben auf Körpersprache, die Koordinationsfähigkeiten und die Kommunikation. Es wird geritten oder longiert, in den Gangarten Schritt und Trab, in einer „Quadratvolte“ (siehe Fotos, der Durchmesser beträgt sechs Meter). Es handelt sich um ein Intervalltraining, das dem Krafttraining für den Menschen entnommen wurde. Drei Minuten läuft das Pferd in der richtigen Stellung, bei gleichmäßigem Takt, im Schritt über und im Trab unter dem Komforttempo in der Quadratvolte, dann folgt eine Minute Pause, die im Stehen oder im entspannten Schritt verbracht werden kann. Jede Trainingseinheit kann bis zu acht Intervalle enthalten.

Schließlich ging es ans Ausprobieren mit unseren Ponys und Pferden, die sich bestimmt wunderten, schon wieder auf den Platz mit den blau-gelben Gassen zitiert zu werden. Manch einer war jedoch auch interessiert, wie zum Beispiel Peredur, der sich gemeinsam mit Xenia das Ganze anschaute, bevor er an der Reihe war. Von außen betrachtet mag auch diese Art des Trainings nicht anspruchsvoll erscheinen, doch unsere vier-und zweibeinigen Probanden werden euch das Gegenteil versichern. Bei regelmäßiger Wiederholung wird man recht schnell einen Effekt beim Pferd sehen, es lohnt sich! Insgesamt war es ein sehr interessanter, aber auch anstrengender Kurstag, mit vielen neuen Informationen, Eindrücken und Trainingsanreizen für Mensch und Pferd.

 Autorin: Tina Hillmann