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Hier finden Sie unsere Bildergalerie zu unterschiedlichen Veranstaltungen, die bei uns stattgefunden oder wo wir mitgewirkt haben. Einfach auf die entsprechende Jahreszahl klicken.

Viel Spaß!

1. Phöbener Vielseitigkeitscup am 1.10.2017

Am 1. Oktober war es soweit: wie versprochen sind wir wieder ausgerückt, um bereits das dritte Mal in dieser Saison Turniererfahrungen zu sammeln und unsere Reiter-Pferd-Paare auch außerhalb zu präsentieren. Der Vielseitigkeitscup fand auf der Reit- und Poloanlage in Phöben statt, welche nur einen Katzensprung von uns entfernt ist, gerade mal 15 Minuten dauerte die Fahrt mit dem Hänger. Jacki und Tina waren erneut die fleißigen TTs vom Dienst, vor Ort kam Anne zur Unterstützung dazu. Maries Papa hat unsere Turnierponys Pablo und Merlyn sicher ans Ziel gebracht, recht herzlichen Dank dafür!

Los ging es bereits um 9 Uhr: Agnes und Marie starteten beide im Dressurreiter-Wettbewerb, wobei Marie mit ihrem Springpony Pablo quasi zeitgleich im Stilspring-Wettbewerb der Klasse E dran war. Das führte zwischenzeitlich zu einer leichten Panik bei Jacki, die Marie coachte. Beim Springen kamen die beiden, bis auf den ersten fast schon traditionellen Verweigerer, gut und sicher durch, danach ging es direkt rüber zum Dressurviereck. Marie hatte nur wenige Minuten Zeit, sich darauf einzustellen und dennoch konnte sie mit einer tollen Wertnote von 6,4 überzeugen, super! Agnes hatte fast eine Stunde Zeit zum Warmreiten, was, bis auf ein paar Buckeleinlagen von Merlyns Seite, wunderbar geklappt hat. Entsprechend mit gutem Gefühl ging es in die Prüfung, selbst bei anhaltendem Regen. Auch sie zeigte eine tolle Leistung und wurde mit einer 6,3 belohnt, Glückwunsch!

Da der Regen stärker wurde und wir alle klitschnass waren, verluden wir die Ponys mit Abschwitzdecken auf den Hänger, wo sie in Ruhe Heu mümmeln und trocknen sollten. Nur Merlyn hielt uns auf Trab, es dauerte 20 Minuten, bis der sture Herr sich bequemte, einzusteigen. Bis dahin waren Agnes, Jacki, Anne und Tina komplett nass, danke dafür, du Schecken-Untier! 😉

Alle Anwesenden teilten sich auf die Autos auf und verbrachten die nächsten anderthalb Stunden im Trockenen und Warmen. Nach dieser Pause hatte es sogar aufgehört zu regnen, was ein Glück für unsere jüngeren Starterinnen Carina und Leni, die am Führzügel-Wettbewerb teilnahmen. Geputzt und geschniegelt erschienen wir auf dem Turnierplatz, um festzustellen, dass wir das „Cross Country“ in der Ausschreibung überlesen beziehungsweise ignoriert hatten. Denn Sicherheitswesten waren für alle Reiter Pflicht, es ging über Baumstämme und durch einen Wassergraben! Die Organisatoren des Turniers waren so lieb, uns zwei Westen zur Verfügung zu stellen, sodass unsere Mädels auch starten konnten. Marie und Agnes waren Pferdeführerinnen, die auch anstandslos durch den Wassergraben marschierten und damit ziemlich nasse Füße in Kauf nahmen, Respekt! Leni auf Pablo und Carina auf Merlyn waren beide konzentriert während der Aufgabe, konnten am Ende aber doch lächeln, schließlich macht Reiten Spaß!

Die letzte Starterin an diesem typischen Herbsttag war Nele mit Merlyn, sie hatte sich für den Reiter-Wettbewerb angemeldet, bei dem man in einer Abteilung Schritt, Trab und Galopp nach Anweisung reitet. Sie war sehr aufgeregt, schließlich war es ihr allererstes Turnier, aber Merlyn war bereits auf dem Abreiteplatz das liebste Pferd der Welt und konnte seiner Reiterin Sicherheit vermitteln. Selbst die ganzen Menschengruppen, die mitten auf dem Platz im Weg standen und gestikulierten, machten ihm nichts aus, er drehte mit Nele brav seine Runden. Die Prüfung meisterten sie auch gut, Merlyn ging an der Spitze der Abteilung und am Ende konnte Nele dann aufatmen – sie hatte ihr erstes Turnier heil überstanden und eine tolle Wertnote von 6,2 bekommen!

Trotz des anfänglich regnerischen Wetters war es ein schöner Tag, die Reiterinnen und auch die Pferde haben dieses schöne, weitläufige Gelände sehr genossen und konnten ein weiteres Mal ihr Können beweisen. Mit einigen Schleifen ging es dann erschöpft, aber zufrieden zurück nach Leest, die Ponys wurden versorgt, der Hänger gesäubert und alle begaben sich müde auf den Heimweg. Zuvor wurden natürlich die Erlebnisse des Tages ausgewertet, die bestimmt in Erinnerung bleiben werden. Wir freuen uns auf die nächste Saison im Sommer 2018!

Autorin: Tina Hillmann


Brandenburger Pferdesommer am 26.08.2017

Wer regelmäßig auf unsere Homepage schaut, wird wissen, dass wir im Juni das erste Mal seit langem wieder auf einem kleinen Turnier waren. Das hat so gut geklappt, dass wir es nicht dabei belassen wollten für diese Saison. Ausgesucht haben wir uns dafür den „Brandenburger Pferdesommer“, der alljährlich Ende August im Erlebnispark Paaren/ Glien stattfindet. Es handelt sich dabei um eine breitensportliche Veranstaltung, die sich besonders an junge und turnierunerfahrene Reiter richtet. Dabei sind die Organisatoren stets bemüht, alternative und spaßige Prüfungen auszuschreiben, doch dazu später mehr. Am Samstag, den 26. August, fuhren wir mit den Schulpferden Pablo und Stoffel und außerdem mit Camilla, ehemaliges Schulpferd und jetzt Privatpferd, Richtung Norden, der Erlebnispark ist gerade mal eine halbe Stunde von unserem Hof entfernt - selbst mit Hänger.

Anne und Tina waren dieses Mal TTs (wobei Anne ebenfalls bei einer Prüfung startete) und unterstützten Marie, Michelle, Maya, Mathilda, Lucy und Leni den Tag über. Hängerfahrer war Michelles Papa Dietmar, der alle Pferde sicher zum Turnier und zurück transportierte, dabei immer einen Witz auf den Lippen, danke für deinen Einsatz und auch für die Übernahme der Hängerkosten! Außerdem kamen die Eltern von Maya und Lucy mit, schließlich war es das allererste Turnier für ihre zwei Mädchen.

Die erste Prüfung hieß „Schnelle Post“ und hatte es bereits in sich: auf dem großen Turnierplatz, vor den Augen vieler Zuschauer, war ein Parcours aufgebaut, den der Reiter mithilfe von zwei beziehungsweise drei Fußgängern bewältigen musste. Es ging darum, einen Brief, der eine Frage über Pferde enthielt, von A nach B zu befördern und dabei verschiedene Hindernisse zu überwinden. Unser erstes Team bestand aus Marie hoch zu Ross auf Pablo und Mathilda und Lucy: die erste Hürde war, das Pony auf den Platz zu bekommen, denn er hatte den Rückwärtsgang eingelegt. Auf dem Abreiteplatz total cool und entspannt, ist das Publikum nicht sein Ding, sodass Tina spontan als dritter Fußgänger eingesprungen ist, um unser Team zu unterstützen. Sie passierten das Tor, ritten Slalom, unter einer Wäscheleine durch und einiges mehr. Später war Michelle mit Stoffel dran, unterstützt vom Boden durch Maya und Leni. Leider passierten den Mädchen einige Fehler bei den Hindernissen, sodass sie trotz eines sehr entspannten Stoffels keine Platzierung erreichten. Aber sie alle hatten Spaß bei dieser ganz eigenen Prüfung.

Danach wurden die Pferde versorgt und die jüngeren Mädchen erkundeten das große Gelände bei einer Eispause. Stoffel und Pablo grasten ganz entspannt, als Camilla dann ankam, sie wurde von Dietmar und Anne in einer zweiten Tour abgeholt. Stoffel, unser cooler Hafi, war wirklich entspannt den Tag über, selbst bei den ganzen Kutschen, die dort unterwegs waren. Camilla, die seit ihrer Ankunft auf dem Hof in Leest vor fünf Jahren diesen nicht mehr verlassen hatte, war da schon etwas aufgeregter und energiegeladener. Zur nächsten Prüfung, einer geführten Gelassenheitsprüfung, mussten sie und Stoffel über das gesamte Gelände laufen, was für eine Aufregung! Durch Verzögerungen im Ablauf mussten beide sehr lange warten, Camilla war erst nach mehr als zwei Stunden dran. Anne hat sie sicher durch die Prüfung geführt, leider war jedoch eine orange Gummimatte zu viel für die Schimmelstute, sie wollte nicht darüber gehen und bekam deshalb keine gute Wertnote. Immerhin bestanden haben sie die Gelassenheitsprüfung, worüber man sich auch schon freuen kann. Stoffel musste zwischendurch nochmal zum anderen Turnierplatz zurück, um Leni beim Führzügelwettbewerb zu tragen, bei dem auch Lucy auf Pablo teilnahm. Beide Reiterinnen konnten sich gut auf den Ponys präsentieren, für eine Platzierung reichte es nicht, da wohl sehr auf vorhandene Turnierkleidung geachtet wurde.

Dann mussten Maya und Stoffel schnell zurück, um die Gelassenheitsprüfung endlich abzulegen, diese erledigten sie mit Bravour und bekamen eine 2, eine tolle Leistung! Zum Schluss starteten Marie und Michelle noch einmal mit Pablo und Stoffel bei einem Geschicklichkeitsparcours, der beiden Spaß machte und bei dem sie nicht schlecht abschnitten. Ganz zum Abschluss, nachdem Pablo und Stoffel bereits verladen und auf dem Heimweg waren, nutzte Tina die Zeit, Camilla auf dem Abreiteplatz etwas zu bewegen, um zu sehen, ob sich die Schimmelstute auch in ungewohnter Umgebung entspannen kann und kontrollieren lässt. Das klappte ganz gut, trotz sehr aufgeregter Gänse nebenan und mehreren Kutschen, die auf den Platz kamen.

Alles in allem war dies ein weiterer erfolgreicher Turniertag für uns, einfach, weil unsere Pferde so lieb waren und weil alle Teilnehmer Spaß hatten. Besonders gefreut hat uns, dass wir auch einige unserer jüngeren Reiterinnen mitnehmen konnten, sodass sie Turnierluft schnuppern konnten. Auch jetzt können wir sagen, dass es vielleicht nicht das letzte Turnier für diese Saison gewesen ist, ihr werdet es erfahren.

Autorin: Tina Hillmann


Sommerreitcamp 21.08. - 25.08.2017

Nachdem es im Herbst vor 2 Jahren so gut aufgenommen wurde, beschlossen wir, in den diesjährigen Sommerferien erneut ein Feriencamp für Kinder zu organisieren. Planmäßig sollte das Camp unsere jüngeren Mitglieder ansprechen und so war es dann auch: insgesamt sieben Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren nahmen teil. Das waren aus der Volti - Gruppe Abbygail und Leni mit ihrer Freundin Lenilu, die Reitkinder Lucy mit Freundin Rosa, Leni und Carina. Aus den drei Lenis machten wir zu Beginn gleich Leni, Lenchen und Lu, um Verwechslungen zu vermeiden. 😊 Die Planung und Durchführung teilten sich Anne, Jacki und Tina, recht herzlichen Dank dafür, denn mit eurer Hilfe und eurem Einsatz wurde die Woche zu einem tollen Erlebnis für alle!

Am Montag versammelten sich die Kinder pünktlich um 10 Uhr auf dem Hof, in gespannter Erwartung, was am ersten Tag denn auf sie zukommen würde. Da es in dieser Woche um unsere Lieblinge, die Pferde, gehen sollte, begannen wir gleich mit einem schönen Geländeritt, der auch begeistert aufgenommen wurde. Die Kinder ritten und führten abwechselnd, dabei konnten alle sogar ein paar Mal traben, was die Gesichter zum Strahlen brachte. Dann folgte die Mittagspause, es gab leckeren selbstgemachten Milchreis, vielen Dank liebe Krolli, für deinen Einsatz als Köchin die Woche über. Nachmittags wurde Theorie vermittelt, allerdings nicht langweilig auf dem Papier, sondern direkt am Pferd! Es ging um Anatomie, Verhalten und Krankheiten. Zum Abschluss bauten Jacki und Tina noch einen kleinen Parcours auf, den die Kinder auf den Ponys, ohne Sattel wohlgemerkt, geführt absolvieren konnten. Nun war der erste Tag schon zu Ende, denn kurz nach 15 Uhr wurden alle zufrieden von ihren Eltern abgeholt.

Dienstag begann mit einer wichtigen Tätigkeit: Giftpflanzen auf dem Gelände erkennen und entfernen! Denn das verhindert, dass unsere Pferde diese fressen und krank werden. Die Kinder gingen mit wachem Blick über die Paddocks und erkannten die bösen Pflanzen bald ganz allein. Danach haben wir gemeinsam zwei Boxen ausgemistet, was sehr chaotisch ablief, aber auch aufschlussreich für die Mädels war - wie viel Mist so ein Pferd doch über Nacht produzieren kann! Vor dem großen Pizzaessen wurde Merlyn, Pina und Pablo der Schweif gewaschen, dabei schäumten und seiften die Mädchen, was das Zeug hält. Gerade bei den Schimmelponys war ein deutlicher Vorher-Nachher-Unterschied auszumachen. Nach der Mittagspause übernahm Anne mit Jacki die Leitung, es wurde auf unserem guten Stoffeltier voltigiert. Wer das Voltigieren noch nicht kannte, konnte so das erste Mal akrobatische Übungen auf dem breiten, bequemen Hafirücken ausprobieren.

Am nächsten Tag bekamen die Kinder eine Reit- beziehungsweise Longenstunde auf unseren Pferden, was allen viel Spaß gemacht hat. Zum Mittag gab es super leckere Eierkuchen, natürlich auch von Krolli zubereitet. Danach stand Sattelpflege auf dem Plan, das heißt Sättel und Trensen auseinander bauen, reinigen, mit Pflegemittel ordentlich einfetten und wieder zusammenbauen. Auch dabei kann man so einiges lernen, zum Beispiel die einzelnen Bestandteile von Sattel und Trense und wie diese richtig verschnallt werden.

Donnerstag starteten Anne und Tina nochmal mit einem Geländeritt, was die kleinen Reiterinnen sehr freute. Genau als wir unter der Autobahnbrücke durchritten, gab es einen kurzen, aber heftigen Regenguss, weshalb wir dort eine kleine Pause einlegten. Die Ponys waren sehr lieb und standen total entspannt unter der Brücke. Nach dem langen Ausritt konnten die Mädchen ihre Kraftreserven mit Spaghetti und Tomatensoße wieder auffüllen, um dann am Nachmittag Bodenarbeit mit den Pferden auszuprobieren. Es geht um richtiges Führen des Pferdes, die eigene Körpersprache und Vertrauen. So mussten sie zu Fuß mit ihrem Pony einen Parcours durchqueren.

Er kam schneller als gedacht: der letzte Tag, Freitag. Es standen die versprochenen Reiterspiele an, also bauten Anne und Tina einen Parcours auf dem Reitplatz auf, der recht anspruchsvoll war: es ging durch ein Stangenlabyrinth, ein Becher voll mit Wasser musste auf dem Pferd balanciert werden, zwei Bälle in eine Kiste geworfen werden, über eine Plane gegangen und noch mehr. Die Kinder machten die Ponys hübsch für den Wettkampf, es ging darum, den Parcours möglichst fehlerfrei und vor allem schnell hinter sich zu bringen. Wir notierten zwar die Zeiten, jedoch stand für uns am Ende fest: alle sieben waren Gewinner, da sie eine tolle Woche bei den Pferden verbrachten und viel Spaß hatten. Sie bekamen eine goldene Schleife mit dem Logo des Vereins, die sie bis zum Ende des Tages voller Stolz trugen. Zum Abschluss des Camps wurde noch gegrillt.

 

Alles in allem war es eine sehr schöne Woche, die allen Beteiligten gut gefiel (siehe Fotos), deshalb werden wir uns auch in Zukunft wieder um ein Feriencamp bemühen.

Autorin: Tina Hillmann


Tag der offenen Tür 09.07.2017

Das Wetter spielte mit. Rechtzeitig zum Tag der offenen Tür des PSV Töplitz zeigte sich die Sonne und so waren die Zuschauerplätze am Turnierplatz rasch gefüllt. Mitglieder des Vereins, Familien von Reitkindern und viele andere Interessierte aus der Nachbarschaft strömten am 9. Juli auf den Reiterhof Leest und erlebten ein unterhaltsames Programm.

Schon an den Tagen zuvor halfen viele Aktive mit, auf dem Gelände, in den Ställen und der Scheune aufzuräumen. Zäune wurden ausgebessert, Stühle und Tische repariert, Spinnweben entfernt, die Koppeln abgeäppelt und manche "Dreckecken" aufgeräumt. So präsentierte sich die Anlage von ihrer besten Seite. Mitglieder und Freunde des Vereins unterstützten das Fest mit selbstgebackenen Kuchen, andere halfen mit an den Ständen. Und weil vor dem Grill, am Kuchen- und Waffelstand sowie bei der Tombola der Andrang groß war, blieb am Ende auch ein satter Überschuss, den der Verein für seine Arbeit gut gebrauchen kann.

Anne Rademacher, die amtierende Vorsitzende, begrüßte unter den Gästen auch Ortsvorsteher Frank Ringel, der dem Verein die Unterstützung der Gemeinde zusicherte, sowie den Chef der SG Töplitz, Micha Behrens. Mit dem Einzug der Teilnehmer und ihrer Pferde begann ein vierstündiges Programm, mit dem der Verein einen Einblick in seine vielfältige Arbeit gab.

Für viele Kinder ist das Voltigieren der erste Zugang zum Pferdesport, bei dem sie den Umgang mit den Tieren lernen, aber auch die eigene Haltung, das Gleichgewicht und die Rhythmik trainieren. Auf dem breiten Rücken unseres Haflingers Stoffel und unterstützt von ihren Trainerinnen Kim und Jacki, zeigten Abby, Élaine, Leni, Lucy, Matti und Theresa ihre akrobatischen Übungen. Der Beifall am Ende der Vorführung war ihnen sicher.

Schon Tradition bei den Tagen der offenen Tür hat die Quadrille, ein Formationsreiten, bei dem die Teilnehmerinnen mit ihren Pferden in den unterschiedlichen Gangarten und passend zur Musik verschiedene Hufschlagfiguren zeigen. Anne, Marie, Michelle, Lea Nina und Tina präsentierten sich bei ihrer kleinen Show als Cowboys und Indianer und entführten die Zuschauer in den Wilden Westen. Wochenlang hatte Jacki mit der Gruppe die Choreografie eingeübt und so erlebten die Gäste zauberhafte Bilder.

Den ersten Wettkampf lieferten sich die jüngsten Reiterinnen des Vereins. Auf einem Geschicklichkeitsparcours mussten sie zum Beispiel ihre Pferde dazu bringen, mit den beiden Vorderbeinen in einen Kreis zu treten oder einen großen Gymnastikball zu bewegen. Carina, Mathilda, Maya, Miri, Laila, Lucy, Lucia und Leni gingen an den Start – und mit ein wenig Hilfe absolvierten alle das Programm mit Bravour.

Dass Reiten nicht erst im Sattel beginnt, demonstrierten Anne, Cathleen, Julia und Susi mit ihren Pferden bei der Bodenarbeit. Wie von Zauberhand geführt, reagierten die Tiere auf die Körpersprache der Menschen und änderten ihr Tempo oder die Laufrichtung. Und wenn die Kommunikation stimmt, das Vertrauen da ist, dann haben die Tiere auch keine Angst mehr vor ungewohnten Geräuschen oder Bewegungen, wie die kleine Vorführung eindrucksvoll zeigte.

Wie Pferd und Mensch auch beim Reiten harmonieren können, das zeigte die Reitlehrerin Hanka Kresse mit der großen dunkelbraunen Stute Donna bei einer Vorführung in klassischer Dressur. Gespannte Ruhe zeigte, wie aufmerksam das Publikum die perfekten Bewegungen im Viereck verfolgte. Den letzten Höhepunkt des Tages bildete ein Springen. In zwei Runden gingen Marie, Nina, Susi und Mathias an den Start, für einige Reiter und Pferde war der öffentliche Auftritt bei einem Springen eine Premiere. Da in der ersten Runde keiner fehlerfrei blieb, kamen alle vier Teilnehmer ins Stechen. Dort sicherte sich Mathias mit dem flinken Dunkelbraunen Paul den ersten Platz.

Zum Tag der offenen Tür gehören nicht nur Präsentationen der Reiter und ihrer Pferde. Ein Highlight für viele kleine Gäste war das Ponyreiten in der Pause, bei dem sich lange Schlangen bildeten. Manche Kinder drehten hier ihre erste Runde auf einem Pferd – und vielleicht ist der Eine oder die Andere dabei auf den Geschmack gekommen. Mehrere Vereinsmitglieder nahmen teil an einem Fotowettbewerb und die Zuschauer waren aufgerufen, das schönste Bild zu wählen. Das Ergebnis war eindeutig: Die meisten Stimmen entfielen auf ein Foto von Marie mit dem Schimmelpony Pablo.

Schon Tradition haben die Auftritte anderer Vereine aus Töplitz. Zu den Stammgästen gehören die Mitglieder der Line-Dance-Gruppe der SG Töplitz, die tosenden Applaus für ihre Tanzdarbietungen erhielt. Mit einer tänzerischen Darbietung präsentierte sich auch der Nachwuchs des Töplitzer Karnevals Clubs, der mit einem donnernden Helau begrüßt wurde.

Der Tag der offenen Tür bot nicht nur die Gelegenheit, die Arbeit des Vereins zu zeigen, sondern auch um Unterstützung zu werben. Babett Neelsen, die ehemalige Vorsitzende, präsentierte den Gästen ein ganz besonderes Projekt: Einige der Schulpferde, die über viele Jahre treue Dienste leisteten, sind inzwischen im Rentenalter oder stehen kurz davor. Unser Haflinger Sterzel verbringt bereits seinen Ruhestand auf einer Weide gleich neben dem Reitplatz. Pina und Fantasie werden nur noch gelegentlich eingesetzt und in Kürze auch ganz aus dem Schulbetrieb genommen. Für den Verein ein Dilemma, denn einerseits will man den Tieren ein angenehmes Leben ermöglichen, andererseits sind die laufenden Kosten eine große Belastung. Deshalb die Idee, Paten zu finden, die mit einem kleinen finanziellen Beitrag unsere Senioren-WG unterstützen. Beim Tag der offenen Tür stieß das Anliegen auf Resonanz.

Autor: Klaus Klöppel


Reitertag in Phöben am 24.06.2017

Am Samstag, den 24. Juni, fanden sich vier Reiterinnen sehr früh auf dem Hof in Leest ein, um zwei der Schulpferde herauszuputzen. Es wurden das Fell auf Hochglanz poliert, die Beine gewaschen, der Schweif gebürstet, die Mähne eingeflochten und die Ponys generell schick zurechtgemacht, um sich von ihrer besten Seite zu präsentieren. Was sie wohl vorhatten? Eine gewöhnliche Reitstunde dürfte es wohl kaum gewesen sein. Das stimmt, denn es war endlich wieder an der Zeit, das reiterliche Können auch auswärts unter Beweis zu stellen und ein wenig Turnierluft zu schnuppern! Schließlich war das letzte Turnier schon über drei Jahre her.

Jacki und Tina begleiteten die beiden jungen Reiterinnen Agnes und Marie zum ersten Reitertag des PSV Am Phöbener Bruch, kurz hinter Phöben. Die aufgehübschten Schulpferde waren Merlyn und Pablo, die beide für eine E-Dressur gemeldet waren, Merlyn außerdem für eine A-Dressur und Pablo für das A-Springen auf Zeit. Marie ging also nach längerer Pause wieder mit ihrem Pablo an den Start und Agnes stellte Merlyn das erste Mal auswärts vor, seit der Lewitzer Schecke bei uns ist, sie selbst konnte aber bereits Turniererfahrung auf Stoffel sammeln.

Der Tag war lange vorbereitet und geplant worden, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. So brachte Jackis Vater freundlicherweise den gemieteten Anhänger bereits Freitagabend auf den Hof, vielen Dank dafür! Am Samstag kam unser Fahrer, inklusive Zugfahrzeug, Maries Vater und auch Agnes‘ Vater begleitete uns zur Unterstützung, auch bei ihnen möchten wir uns herzlich bedanken!

Als wir zunächst mit Merlyn auf dem Gelände ankamen (er ging die erste Prüfung um 10 Uhr, Pablo erst 12:30 Uhr), stellten wir gleich fest, wie weitläufig dieses war und welch entspannte Atmosphäre herrschte, es war ein kleiner, aber gut organisierter und netter Reitertag – also der perfekte Wiedereinstieg ins Turniergeschehen! Merlyn stieg aus dem Hänger, schaute sich auf der frisch gemähten Wiese um und fing direkt an zu grasen. Wir sattelten ihn, Agnes machte sich startklar und es ging zum Abreiteplatz. Leider konnte Agnes ihn nicht mehr im Galopp abreiten, da sie bereits 15 Minuten vor ihrer Startzeit zum Dressurviereck geschickt wurde – damit hatten wir nicht gerechnet. Sie und Merlyn waren beide sehr aufgeregt und als sie schließlich dran waren, war die erste Hürde, an dem „gruseligen“ kleinen blauen Traktor vorbeizukommen, der neben dem Viereck stand. Schließlich begann die Prüfung, die anspruchsvolle Aufgabe RA 1 mit halben Volten, verlängerten Tritten im Trab, Überstreichen im Galopp, Zügel aus der Hand kauen lassen im Trab und verlängerten Galoppsprüngen, und Agnes schaffte es, den nervösen Merlyn komplett durch die Aufgabe zu leiten, was an sich schon ein großer Erfolg ist! Sie bekam die für diese Umstände (Merlyn zum ersten Mal auf Turnier, sie selbst nach langer Pause) sensationelle Note von 5.7, worüber wir uns alle sehr freuten!

In der Zwischenzeit kam unser zweiter Starter an – auch Pablo fühlte sich auf dem Platz gleich wohl und zeigte keinerlei Zeichen von Nervosität. Marie begann rechtzeitig, ihn abzureiten, da wir nun wussten, dass am Ende einige Minuten fehlen könnten. Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem improvisierten Paddock war es auch für Merlyn wieder Zeit, sich auf die E-Dressur vorzubereiten. Dieses Mal hatte Agnes auf dem Abreiteplatz zwar mehr Zeit, jedoch auch ein Pony unter sich, das auf die zweite Prüfung nicht mehr wirklich Lust hatte. Doch auch diese meisterte sie sehr gut mit ihm und bekam abermals die Wertnote 5.7, Glückwunsch!

Marie und Pablo drehten also ihre Runden und kamen schließlich an die Reihe, auch Pablo nahm den Trecker ins Visier, ging aber brav vorbei. Im Viereck zeigte er sich fast etwas träge, seine Reiterin hatte zeitweise Mühe, das Tempo zu halten, aber ansonsten ritten sie die Aufgabe sehr flüssig und gekonnt durch. Das sah auch der Richter so, denn er belohnte das Reiter-Pferd-Paar mit einer 6.7! Aktuell waren sie damit auf dem 4. Platz! So warteten wir die weiteren Starter ab, um zu erfahren, ob es bei einer Platzierung bleiben würde. Und siehe da, von 18 Startern belegte Marie mit Pablo den 6. Platz, herzlichen Glückwunsch! Das Pony benahm sich auch in der Ehrenrunde vorbildlich und zog den einen oder anderen bewundernden Blick auf sich.

Jetzt folgte die Mittagspause, die Ponys entspannten auf ihren Paddocks und wir konnten uns den Hof näher ansehen und uns mit etwas Kuchen stärken. Es gab große weitläufige Wiesen und mehrere hübsche Holzhäuser, die als Sattelkammer, Reiterstübchen und Ferienwohnung dienen, alles in allem ein schickes Gelände. Auch die Leute waren alle sehr hilfsbereit und nett, sodass wir schon beschlossen, auch am nächsten Reitertag gerne wieder teilzunehmen.

Nun war es an der Zeit für die zwei Springprüfungen, Pablo sollte in der zweiten gehen, weshalb wir schon begannen, ihn wieder zu satteln. Er und Marie hatten genügend Zeit, sich warmzureiten und einzuspringen auf dem Abreiteplatz. Zwischen den anderen Startern, von denen einige sehr große beeindruckende Sportpferde ritten, wirkten sie zunächst etwas verloren. Doch dann stellte sich heraus – Pablo sprang bereits beim Aufwärmen besser als einige der anderen Pferde, die Sprung um Sprung rissen, während unser Schimmelpony elegant hinübersegelte. Marie war gleich als Erste an der Reihe, was sie wohl etwas verunsicherte – Pablo ging gerade so über das erste Hindernis und verweigerte das zweite. Doch Marie ritt den Sprung ein weiteres Mal an und setzte sich durch, denn wenn sie Pablo zielgerichtet reitet, springt er einfach alles, und das mit Spaß! So sprangen sie nach diesen Anfangsschwierigkeiten den Parcours lässig durch, das erste Mal auf einem Turnier, schon allein das ist großartig! Letztendlich belegten sie den 5. Platz (bei 7 Startern), was für uns ein schöner Erfolg ist und auch alle Zuschauer haben gestaunt, dass der kurzbeinige Pablo den hochgezüchteten Sportmaschinen das Wasser reichen konnte. Der Richter meinte bei der Siegerehrung zu Marie, dass er damit nach der Dressur nicht mehr gerechnet hätte, die beiden auch im Parcours noch einmal zu sehen. Umso mehr genossen sie den Galopp während der Ehrenrunde zwischen den Großpferden und ließen sich angemessen feiern.

Ganz entspannt ging es dann zurück nach Leest, Merlyn konnte sogar mit Pablo zusammen im Hänger fahren, obwohl er ihn sonst eher weniger leiden kann – tja, so ein Turnier auswärts, wo man niemanden sonst kennt, schweißt eben doch zusammen. Erschöpft, aber glücklich, versorgten wir die Pferde, räumten die Ausrüstung an ihren Platz und machten den Anhänger abgabebereit. Da war er auch schon vorüber – der erste Turniertag seit langem, recht herzlichen Dank an unsere TTs Jacki und Tina, die sich den Tag über um alles kümmerten und auch dafür sorgten, dass er zu einem Erfolg wurde. Man darf gespannt bleiben, denn vielleicht wird es nicht der Einzige seiner Art in dieser Saison bleiben.

Autorin. Tina Hillmann


Kirchenfreizeit am 25.05.2017

Mittlerweile ist es bei uns Tradition geworden, dass jedes Jahr im Frühling eine Kirchenfreizeit auf unserem Hof stattfindet. Verantwortlich dafür ist Jacki, die den Kontakt mit der Kirche Jesu Christi HLT herstellt und alles Organisatorische bespricht und weiterleitet. Recht herzlichen Dank für deinen Einsatz, Jacki, denn auch dieses Jahr war die Kirchenfreizeit ein voller Erfolg!

 Am Donnerstag, den 25. Mai, war es dann für 35 Mädchen und ihre Betreuerinnen soweit – der Besuch auf dem Reiterhof stand endlich an. Das Prinzip dabei ist folgendes: da es dieses Jahr sehr viele Teilnehmerinnen waren, wurden diese in eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe unterteilt. Diese Gruppen wiederum wurden noch einmal halbiert, sodass ein Teil der Mädchen die Pferde genießen konnte, das heißt Reiten und Umgang mit dem Pferd bei der Bodenarbeit, während der andere Teil anfallende Arbeiten, quasi als Gegenleistung, auf dem Hof erledigten.

Um einen erfolgreichen und auch sicheren Ablauf gewährleisten zu können, hat Jacki sich bereits im Vorfeld um Freiwillige aus unseren Reihen bemüht, die die Betreuung der Mädchen mit den Pferden und die Aufsicht der Arbeiten unterstützen würden. Namentlich waren das Agnes, Cathleen, Michelle und Tina, auch an euch ein Dankeschön für euren Einsatz!

Bei bestem Wetter konnten die Mädchen etwas Stallluft schnuppern und teilweise erste Kontakte zum Pferd erfahren. Sie haben es alle sehr genossen und sich dafür bei der Arbeit umso mehr angestrengt, also eine Win-Win-Situation! Zu den erledigten Arbeiten zählen das Sand aufschütten in den Paddockboxen und an der Badewanne auf dem großen Paddock, das Brennesseln entfernen entlang des Reitplatzes, das Abäppeln der Turnierwiese und des Trails, das Entfernen alten Heus und Strohs aus der Scheune und einiges mehr.

Als Dank für die Hilfe durften die Mädchen auf unserem guten Stoffel ihre Runden drehen und sogar Voltigierübungen ausführen, dabei trug er geduldig und artig alle Mädchen der Reihe nach über den Platz. Auf der anderen Hälfte des Reitplatzes konnten die Mädchen mit Pablo und Fantasie lernen, wie man die eigene Körpersprache zur Kommunikation mit dem Pferd einsetzen kann und wie man das Pferd korrekt leitet und führt. Außerdem hatten sie Spaß mit einem großen Gymnastikball, den die Pferde schießen, wenn man ihnen das richtige Signal gibt.

So verging der Tag recht schnell, es gab viel Gelächter und Staunen, vor allem vonseiten der Mädchen, die so nahen Kontakt mit den Tieren nicht gewohnt sind und beispielsweise beim Beobachten der Herde auf dem Paddock ganz neue Eindrücke sammelten und aus dem Staunen nicht herauskamen. Unsere Pferde aus einem so anderen Blickwinkel zu betrachten war auch für uns interessant, denn wo die Mädchen „nur“ Pferde, also Tiere ohne Unterschiede, sehen, da fällt uns jede Regung und Stimmung unserer Vierbeiner auf, die vom Wesen und Charakter so unterschiedlich sind und das auch immer wieder zeigen.

Insgesamt war es ein sehr schöner und erfolgreicher Tag, den alle genossen, inklusive der Möhrchenvernichter, wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!

 Autorin: Tina Hillmann


Freispringen im neuen Jahr - 09.04.2017

Eine Woche vor Ostern war es endlich wieder soweit: das bei Mensch und Pferd beliebte Freispringen stand auf dem Tagesplan. Marie und Tina hatten sich verabredet und gemeinsam die Sprünge von der Tribüne auf den oberen Reitplatz getragen, um dort eine kleine Reihe aufzubauen. Entschieden haben sie sich für eine Sprungreihe zur Verbesserung der Technik, bestehend aus mehreren Kreuzen und einem Steilsprung.

Nach einer Stunde der Vorbereitung, die auch das Sprengen des ziemlich trockenen Reitplatzbodens beinhaltete, konnte es losgehen. Dazu fanden sich dann noch mehr Freiwillige ein, sodass gleichzeitig ein Pferd springen konnte, eins im Roundpen longiert und ein weiteres bereits geputzt wurde. Das Freispringen dient unter anderem der Gymnastizierung (vor allem des Pferderückens), der Förderung der Geschicklichkeit und des Selbstvertrauens des Pferdes. Außerdem ist es schön, zu sehen, wie wirklich alle Pferde mit Spaß bei der Sache waren und kaum motiviert werden mussten, über die Sprünge zu gehen.

Wir begannen mit dem Springprofi Pablo, der ganz automatisch angaloppierte und die Reihe ohne Probleme nahm. Dabei schätze er die Abstände selbstständig ein und verkürzte bzw. verlängerte den Galoppsprung, wenn nötig. Ein alter Hase eben, was das Springen angeht. Von den Schulpferden sprangen außerdem unsere schwarz weiße Perle Merlyn, der Rentner Sterzel, unser lange versehrter Stoffel (der seit Anfang des Jahres wieder antrainiert wird) und unser Riesenbaby Malina. Sie alle haben das toll hinbekommen und sahen danach sehr zufrieden aus.

Merlyn brauchte nur eine kleine Aufforderung, um die Reihe dann auch flüssig durchzuspringen und Stoffel zeigte, dass er immer noch Spaß am Hüpfen hat und das besonders ohne Reiter. Sterzel, der Routinier, sprang die Reihe, galoppierte ganz entspannt die ganze Bahn entlang und setzte gleich zum zweiten Mal an. Er blieb so gelassen und entspannt, als würde er das jede Woche machen, wir sind wirklich stolz auf unseren Rentner! Auch Malinchen erinnerte sich an das Freispringen im letzten Sommer und lief sofort allein in Richtung Hindernisse. Natürlich haben wir die Reihe jedem Pferd angepasst und immer klein angefangen, sodass auch die große Schlesierin die Möglichkeit hatte, sich über den Sprüngen auszubalancieren und ihre Beine zu sortieren. Pina ließen wir aus Vorsicht nicht in den Parcours, da sie kurz zuvor leicht lahmte und auch Panama setzte aus, da sie an dem Tag bereits ein Horsemanshiptraining hinter sich hatte.

Allerdings nutzten noch Anne und Babett die Chance, ihre beiden Springprofis Camilla und Beltane an den Start zu schicken. Camilla, etwas aus der Übung gekommen, nahm die Sprünge hinsichtlich der Höhe zwar sehr sicher, sprang jedoch bei den Kreuzen zu weit außen ab. Daran werden wir auf jeden Fall arbeiten. Tani nahm die Sprünge erst ab einer gewissen Höhe ernst und entpuppte sich dabei als richtiges Flughörnchen, auf den Fotos ist er kaum wiederzuerkennen, aber seht selbst. Mit der Absicht, es nicht das einzige Mal in diesem Jahr gewesen sein zu lassen, bauten Marie und Tina den Parcours wieder ab und freuten sich über erschöpfte, aber zufriedene Pferde.

Autorin: Tina Hillmann


Osterfeuer und Ausritt - 13.04.2017

Da es im letzten Jahr so gut ankam, organisierten wir in diesem Jahr erneut ein kleines Osterfeuer. Es fand am Gründonnerstag statt und dem Feuer voran ging ein gemütlicher Osterausritt. An dieser Stelle vielen Dank an Janine und Tina, die sich um die Organisation und Betreuung an diesem Tag kümmerten.

Ab 15 Uhr fanden sich alle auf dem Hof ein, es wurde gemeinsam die Verteilung der Pferde besprochen und dann ging es an das Herausputzen der Vierbeiner für den Osterspaziergang. Circa 15 Reitschüler teilten sich die Pferde Pablo, Pina, Merlyn, Fantasie, Stoffel, Panama, Malina, Silas und Camilla. So kam jeder zum Reiten, aber auch das Führen der jüngeren Reiter wurde übernommen. Bevor es losging, ehrten wir das Pferd mit der lustigsten Frisur, es war eindeutig Merlyn mit dem angesagten Palmenstyle! (siehe Fotos)

Der angesagte Sturm und Regen blieb aus, zwischendurch kam sogar die Sonne zwischen den Wolken raus, die alle sehr genossen. In gemütlichem Schritttempo umrundeten wir den Eichholzberg. Vorbei an Kühen und Kälbern, Osterdekoration in Vorgärten, Schafen und einem Rasentrecker mit merkwürdigem Anhänger – die Pferde blieben ruhig und gingen brav weiter. Nur Silas brauchte manchmal etwas länger, wobei der sechsjährige Schwarzwälder auf einem seiner ersten Ritte ins Gelände und dafür sehr artig war!

Während der Tour belustigten die Rentnerpferde Louis (ehemaliges Schulpferd) und Ronaldo uns, die wild auf ihrer Wiese galoppierten, als sie uns sahen. Unsere Ponys blieben dabei aber tiefenentspannt und bekamen eine kurze Pause zum Grasen. Sogar ein paar süße Osterhasen haben wir über den Weg vor uns hoppeln sehen, das musste ein Zeichen sein! Auf dem Rückweg wurden im Wald fleißig Stöcke für das Stockbrot gesammelt.

Es kamen alle wohlbehalten und zufrieden auf den Hof zurück, die Pferde wurden versorgt, der Stall für den Abend vorbereitet und daraufhin alle Kinder in die Sattelkammer gesperrt. Nein, nicht etwa, weil sie böse waren – sondern damit niemand von ihnen sah, wo der Osterhase die Eier auf dem Gelände versteckte. Dann begann das große Eiersuchen, alle hatten sichtlich Spaß und knackten auch das ein oder andere anspruchsvollere Versteck, zum Beispiel in der offenen Stange am Putzplatz. (siehe Fotos)

Dann gab es eine erste Kostprobe von Michelles super leckerem Osterkuchen, dankesehr! Janine kümmerte sich bereits um das Entfachen des Feuers, das wir dieses Mal an der alten Feuerstelle vor der Tribüne aufbauten, mit Blick auf die Shettys. Alle ließen sich Stockbrot, Marshmallows, Würstchen und mehr vom gemeinsamen Buffet schmecken und tauschten in netter Runde lustige Geschichten über die Pferde und den Hof aus. Die letzten saßen noch bis 22:30 Uhr am Feuer, ehe sie dieses löschten und sich auf den Heimweg begaben. Wir hoffen, es hat allen Anwesenden Spaß gemacht und dass sich nächstes Jahr wieder jemand findet, um so ein nettes Osterfeuer zu organisieren.

Autorin: Tina Hillmann


Horsemanship Training - 12.03.2017

Am Sonntag, den 12. März, läuteten wir die neue Saison mit einem Training der etwas anderen Art ein: Horsemanship. Jana, Reiterin der jungen und stürmischen Panama, bekam von Susi den Kontakt zu Horsemanship Trainer Holger, dieser war schon des Öfteren auf dem Hof, um Susi im Umgang mit ihrem Jungspund CinCin zu unterstützen.

Dieses Mal war also Panama an der Reihe. Jeder, der sie kennt, weiß, dass die etwas ungestüme Stute so ein Grundlagentraining sehr gut gebrauchen kann. Beim Horsemanship geht es darum, die natürliche Kommunikation der Pferde zu lernen, zu verstehen und daraufhin im eigenen Training zu nutzen und umzusetzen. Dabei ist vor allem die Körpersprache wichtig, denn sie bestimmt klar und eindeutig, „wer wen bewegt“ in einer Herde. Mithilfe des Horsemanships kann man zum echten Horseman, also „Pferdemenschen“, werden, das heißt die Tiere verstehen, ihr Verhalten lesen und einschätzen, sie respektieren und so ihr Vertrauen bekommen. Es handelt sich im Grunde um ein Training, basierend auf Körpersprache, das das harmonische Miteinander zwischen Mensch und Pferds stärken soll.

Holger arbeitete zunächst allein mit Panama im Roundpen, dazu benutzte er lediglich ein Knotenhalfter und ein langes Seil, was auch Anwendung in der Bodenarbeit findet. Jana und Jürgen, die Reiter von Panama, sowie einige „Schaulustige“, konnten zusehen, wie Panama bereits nach wenigen Minuten immer besser auf die Signale von Holger reagierte, allein durch die Körperhaltung konnte er sie bereits vorwärts schicken, ausbremsen und die Richtung wechseln lassen. Dann waren zuerst Jana und später Jürgen dran, um sich im Horsemanship zu versuchen. Man sah sofort, dass Panama besser auf den Trainer Holger reagierte, da dieser seine Körpersprache gezielter eingesetzt hat, woran die anderen beiden noch arbeiten müssen. Es geht wirklich um feinste Signale, da ist es gar nicht so leicht, gleichzeitig auf das Pferd zu achten und seinen eigenen Körper zu kontrollieren. So werden die Grundlagen für den respektvollen Umgang zwischen Pferd und Mensch gelegt. Panama hat gut mitgearbeitet und wird in den nächsten Wochen noch weiter nach dem Prinzip des Horsemanships trainiert werden.

 Autorin: Tina Hillmann