Events.

Hier finden Sie unsere Bildergalerie zu unterschiedlichen Veranstaltungen, die bei uns stattgefunden oder wo wir mitgewirkt haben. Einfach auf die entsprechende Jahreszahl klicken.

Viel Spaß!

Töplitzer Insellauf am 05.05.2018

Auch in diesem Jahr schickten wir ein Ponykommando zum Insellauf in Töplitz. Dieser fand bereits zum 28. Mal statt und seit einigen Jahren bieten wir für die Kinder dort Ponyreiten an. Es gab eine bunt gemischte Teilnehmergruppe, die sich für die ebenfalls bunte Mischung an Läufen eingeschrieben hatte. Man konnte 1,8 km als Schnupper- oder Familienlauf absolvieren, 6,7 km laufen oder walken oder sich an den Halbmarathon über 21,2 km wagen. Xenia und Agnes nahmen zwar an keinem Lauf teil, legten aber auch schon eine Strecke von circa sechs Kilometern auf beziehungsweise neben dem Pferd zurück, um nach Töplitz zu gelangen.

So konnten die braven Schulpferde Stoffel und Pablo den Kindern die Wartezeit bis zur Siegerehrung verkürzen und versüßen. Die Ponys hatten einen so großen Fanclub, dass Agnes und Xenia fast zweieinhalb Stunden blieben, um auch jedem Einzelnen bei tollem Wetter eine Runde auf dem Pferderücken zu ermöglichen. Nebenbei teilten sie einige Flyer für unseren Tag der offenen Tür am 16. September aus, dort wird es wieder ein buntes Programm für die ganze Familie geben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die lieben Eltern und Großeltern für die Spenden für unsere Schulponys und natürlich an Agnes und Xenia, die das Ponyreiten und Fortführen dieser tollen Tradition möglich gemacht haben. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Autorinnen: Xenia Meinardus und Tina Hillmann

 


Mitgliedervollversammlung am 15.04.2018

Am Sonntag, dem 15. April 2018, fand unsere Mitgliedervollversammlung, wie immer im Gemeindehaus in Töplitz, statt. Pünktlich um 14 Uhr konnten wir beginnen, es kamen zahlreiche Mitglieder des Vereins, Eltern und Unterstützer, sodass wir eine anregende und produktive Sitzung vor uns hatten. Zunächst gab Anne einen Rückblick auf das vergangene Jahr, welcher sehr erfreulich ausfiel. Denn trotz der Überbrückung finanzieller Probleme im Verein kam es zu einer Vielzahl an Veranstaltungen, die wir organisierten, zum Beispiel mehrere geführte Ausritte, den Tag der offenen Tür, ein Hofturnier und ein Reitercamp in den Sommerferien. Auch fuhren wir zum ersten Mal seit langem auf Turnier, woran wir in diesem Jahr anknüpfen möchten. Es folgte der Bericht der Kassenprüfer, der ebenfalls positiv ausfiel, soll heißen: die Kasse wurde ordentlich geführt, es gibt nichts zu beanstanden. Mit 22 stimmberechtigten, anwesenden Mitgliedern wurde der aktuelle Vorstand einstimmig entlastet.

Daraufhin wurde Mandy für ihr liebevolles Umsorgen unseres Rentners Sterzel, Michelle für ihren herausragenden Einsatz im Stall und Tina für ihre Sorge um Malina und ihren Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit gedankt, denn nur mit solch engagierten Menschen kann der Verein weiterhin bestehen und funktionieren. An dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an Anne, Janine und Krolli aus dem aktuellen Vorstand sowie natürlich an Jacki, sie alle haben einen tollen Job gemacht.

Nun zum spannendsten Teil der Versammlung - der Wahl des neuen Vorstandes. Neue 1. Vorsitzende wird einstimmig Anne, 2. Vorsitzende wird Tina (zweite Kandidatin war Sandra), Kassenwartin wird mit einer Enthaltung und ansonsten einstimmig Xenia, ebenfalls alle Stimmen bekam Andrea für den Posten des Jugendwarts und Lena ließ sich für den Platzwart aufstellen, auch sie wurde bis auf eine Enthaltung einstimmig gewählt. Alle Kandidatinnen nehmen die Wahl an und wir dürfen gespannt sein, wie sich der neue, nun wieder komplett besetzte Vorstand zusammenfindet und welche Änderungen, Projekte usw. er umsetzen wird. Die Kassenprüfer wurden ebenfalls neu gewählt, es sind wieder Andrea und Jacki geworden.

Darauf folgte das Vortragen verschiedener Anliegen durch die Mitglieder, was eine zum Teil angeregte Diskussion unter den Anwesenden hervorrief. Es ist sehr schön, dass sich doch einige in unserem Verein Gedanken machen, was noch verbessert werden kann und wie unsere Pferde die bestmögliche Haltung bekommen. Es gab viele Ideen, Anregungen und natürlich auch Kritik, womit sich der neue Vorstand in nächster Zeit befassen wird. Genau darum geht es ebenfalls in der Vereinsarbeit – es kommen viele verschiedene Menschen und damit Meinungen zusammen und man muss sehen, möglichst alle zufriedenzustellen und vor allem gemeinsam zum Gelingen der Vorhaben beizutragen.

Nach etwas mehr als drei Stunden war die Versammlung beendet, es fanden sich viele Mitglieder nochmal auf dem Hof ein, um gerade Besprochenes zu durchdenken und den restlichen Abend bei den Pferden zu genießen.

Autorin: Tina Hillmann

 


Osterfeuer am 05.04.2018

Auch in diesem Jahr veranstalteten wir ein kleines Osterfeuer auf unserem Hof, um das erste Mal im neuen Jahr gemütlich abends zusammenzusitzen und bei Stockbrot und Marshmallows über dem Feuer den Frühling einzuläuten. Denn lang genug hat der Winter nun gedauert und unsere Nerven aufgrund der abgestellten Wasserleitungen arg strapaziert. Nun geht es aber bergauf: das Wetter am Donnerstag war mit viel Sonnenschein und nur etwas Wind sehr angenehm.

Ausgerechnet an diesem Tag war noch einiges los bei uns: der Schmied war da, der Heulieferant ebenfalls und außerdem ging es Panama bereits seit dem Vorabend sehr schlecht, sie musste aufgrund einer Kolik noch in die Klinik gefahren werden. Ein großes Dankeschön an Hanka an dieser Stelle für den Transport! Mittlerweile geht es Panama wieder gut, sie durfte nach zwei Tagen wieder nach Hause kommen.

Es kamen viele Reitkinder, teils mit ihren Eltern oder Freunden und verbrachten ein paar schöne Stunden zusammen. Einige von ihnen kamen bereits früher und halfen noch bei der Abendversorgung der Pferde, denn gemeinsam ist man nun mal am schnellsten. Alle brachten wie immer etwas zu essen oder zu trinken mit, es war sehr lecker. Das Osterfeuer etabliert sich jedes Jahr mehr als eine schöne Tradition, um vor allem nach der Winterpause wieder länger auf dem Hof zu verweilen und sich gemeinsam auf die warmen und vor allem hellen Monate des Jahres zu freuen. Gerne wieder!

Autorin: Tina Hillmann

 


Dualaktivierung und Equikinetic 18.02.2018

Um dem grauen Winteralltag und der Stagnation im Training entgegenzuwirken, fand am Sonntag, den 18. Februar 2018, auf unserem Hof ein Tageskurs zur Dualaktivierung und Equikinetic mit der lizensierten Trainerin Brigitte Hochgraef statt. Sechs Mensch-Pferd-Paare sowie eine Zuschauerin fanden sich zusammen, um gemeinsam in diese beiden recht neuen Trainingsmethoden nach Michael Geitner reinzuschnuppern und damit eventuell eine Bereicherung für das alltägliche Training zu finden.

Bereits um 9 Uhr starteten wir mit einer ersten Theoriestunde zur Dualaktivierung. Dazu machten wir es uns in der Küche mit Decken, Tee und Kaffee gemütlich. Dieses Training ist vor allem Kopfarbeit für das Pferd, denn es muss verschiedene Hindernisse überwinden beziehungsweise durchschreiten. Es wird longiert oder geritten absolviert, heute probierten sich alle Teilnehmerinnen im Longieren. Die Hindernisse werden mit drei Meter langen, blauen und gelben Schaumstoffgassen, Dualgassen genannt, sowie blauen und gelben Pylonen aufgebaut. Wer sich jetzt fragt, warum ausgerechnet diese zwei Farben genutzt werden und warum dieses Training so anstrengend für den Kopf ist, erhält hier die Antwort.

Pferde haben eine andere Wahrnehmung als der Mensch: ihre großen, seitlich am Kopf sitzenden Augen bieten nahezu einen Rundumblick von 360 Grad. Denn als Fluchttiere müssen sie Feinde möglichst schnell erkennen können. Beide Augen nehmen dabei unabhängig voneinander Bilder auf (monokular) und senden diese an die jeweils gegenüberliegende Gehirnhälfte, um sie dort übereinander zu legen. Dabei hakt es jedoch bei der Verknüpfung beider Gehirnhälften. Mit dem linken Auge sehen Pferde potentielle Gefahren, während sie mit dem rechten Auge mögliche Fluchtwege auskundschaften, deshalb können sie an einem Gegenstand auf der einen Seite gelassen vorbeigehen, während sie auf der anderen Seite vor genau demselben Gegenstand scheuen.

Weiterhin haben Pferde nur zwei verschiedene Arten von Zapfen (Farbrezeptoren, sie sind Dichromaten, der Mensch hat drei Zapfen), deshalb können sie die Farbe Rot nicht wahrnehmen. Man geht davon aus, dass sie ähnlich wahrnehmen wie Menschen mit Rot-Grün-Schwäche. Am besten können sie Blau und Gelb sehen, weshalb eben diese beiden Farben bei der Dualaktivierung im Wechsel in den Hindernissen eingesetzt werden, um die Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften des Pferdes anzusprechen und zu trainieren.

Als erste stellten sich Marie und Janine mit den Schimmelponys dem blau-gelben Parcours und wie zu erwarten, sahen Pina und Pablo der neuen Aufgabe gelassen entgegen und meisterten sie vorbildlich. Es folgten Peredur und Malina, wobei ersterer sich als wahrer Musterschüler herausstellte und letztere einige Anfangsschwierigkeiten hatte. Vor allem, weil sie den "Schnupperkurs" allzu ernst nahm und wirklich jede einzelne Gasse ausgiebig beschnüffeln und auch auf ihren Geschmack prüfen wollte. Doch auch Malinchen war am Ende der Übung bei der Sache und setzte ihre Hufe bedacht über und durch die Dualgassen. Die beiden Braunen Monty und Apache brauchten einen Moment, um sich die ungewohnten Balken auf dem Boden anzusehen und auch zu verstehen, was Michelle und Lena von ihnen wollten. Doch sobald sie begriffen, versuchten sie möglichst alles richtig zu machen und arbeiteten toll mit. Allen Vier- und auch Zweibeinern sah man nach dieser praktischen Einheit deutlich an, wie anstrengend die Dualaktivierung ist, sowohl für den Kopf als auch für den Körper, da man seine Beine geschickt über den blau-gelben Hindernissen sortieren und koordinieren muss.

Es folgte die Mittagspause, in der wir uns aufwärmten, bereits die Theorie zur Equikinetic besprachen und uns vor allem über das reichliche und super leckere Essen hermachten. Aus "ein paar Snacks für zwischendurch" wurden Kuchen und Kekse, Kartoffel- und Nudelsalat, Bouletten und Pizzaschnecken, eine sehr leckere Soljanka mit Baguette, Obst- und Gemüseteller und Tee, Saft, Kaffee. Ein Wunder, dass wir danach nicht über den Platz rollten. ;-)

Die Equikinetic dient hauptsächlich dem Muskelaufbau des Pferdes, wobei sie zahlreiche andere positive Effekte erzielt, zum Beispiel verbessert sie das Achtgeben auf Körpersprache, die Koordinationsfähigkeiten und die Kommunikation. Es wird geritten oder longiert, in den Gangarten Schritt und Trab, in einer „Quadratvolte“ (siehe Fotos, der Durchmesser beträgt sechs Meter). Es handelt sich um ein Intervalltraining, das dem Krafttraining für den Menschen entnommen wurde. Drei Minuten läuft das Pferd in der richtigen Stellung, bei gleichmäßigem Takt, im Schritt über und im Trab unter dem Komforttempo in der Quadratvolte, dann folgt eine Minute Pause, die im Stehen oder im entspannten Schritt verbracht werden kann. Jede Trainingseinheit kann bis zu acht Intervalle enthalten.

Schließlich ging es ans Ausprobieren mit unseren Ponys und Pferden, die sich bestimmt wunderten, schon wieder auf den Platz mit den blau-gelben Gassen zitiert zu werden. Manch einer war jedoch auch interessiert, wie zum Beispiel Peredur, der sich gemeinsam mit Xenia das Ganze anschaute, bevor er an der Reihe war. Von außen betrachtet mag auch diese Art des Trainings nicht anspruchsvoll erscheinen, doch unsere vier-und zweibeinigen Probanden werden euch das Gegenteil versichern. Bei regelmäßiger Wiederholung wird man recht schnell einen Effekt beim Pferd sehen, es lohnt sich! Insgesamt war es ein sehr interessanter, aber auch anstrengender Kurstag, mit vielen neuen Informationen, Eindrücken und Trainingsanreizen für Mensch und Pferd.

 Autorin: Tina Hillmann