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Viel Spaß!

Verkauf von Fantasie: Happy End - 01.08.2018

Die schöne dunkelbraune Fantasie –  auf unseren Hof gekommen ist sie vor einigen Jahren als Privatpferd. Vorher war sie Zuchtstute und bereicherte die Brandenburger Warmblut Zucht. Vor etwas mehr als zwei Jahren kaufte der Verein sie als Schulpferd, was mehr einer Rettungsaktion glich, da ihre Zukunft ungewiss war: sie sollte zum Händler gehen.

Aufgrund einer wiederkehrenden Lahmheit bekam sie kurz danach im Jahr 2016 eine fünfmonatige Auszeit auf einer großen Wiese – den ganzen Sommer über konnte sie das weite Grün genießen. Danach kam sie, deutlich verjüngt und vor allem lahmfrei, zu uns zurück und trat ihren Dienst als sehr braves Schulpferd an. Von vielen hörten wir den Satz „Das ist das liebste Pferd der Welt!“ und das stimmt auch: so eine gelassene, ruhige, liebe Seele von Pferd trifft man selten. Fantasie freut sich wirklich immer über Aufmerksamkeit vom Menschen, egal, ob groß oder klein. Auch beim Reiten ist sie ein Schatz und läuft brav ihre Runden. Wenn doch mal ein Kind von ihrem Rücken purzelt, weil sie einen kleinen Hüpfer beim Angaloppieren gemacht hat, bleibt sie sofort stehen und schaut sich verwundert um.

Seit einiger Zeit ist Fanta die neue Begleiterin für unseren Rentner Sterzel und lebt zusammen mit ihm auf dem ehemaligen Shettypaddock, ein toller Offenstall mit großem Unterstand und viel Platz. Im April dieses Jahres ist Fanta stolze 24 Jahre alt geworden und trotzdem noch topfit und natürlich besonders im Gelände für einen schnellen Galopp zu begeistern. Deshalb entschlossen wir uns, sie jetzt an einen privaten Besitzer zu vermitteln, der mit ihr noch einige schöne Jahre hat. Denn ein weiteres Rentnerpferd neben dem guten Louis und dem frechen Sterzel können wir uns auf Dauer nicht leisten. Außerdem hat Fantasie es verdient, in den „Ruhestand“ zu gehen und nach ihrem Dienst als Vereinspferd wieder in den Genuss zu kommen, nur einen Besitzer zu haben, der sich ganz besonders um sie kümmert.

Bevor wir sie öffentlich annoncieren wollten, gaben wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit, über den Kauf von Fantasie nachzudenken. Und siehe da: Frau Neumann, die bereits zuvor Interesse an einer Reitbeteiligung auf Fanta bekundete, meldete sich sofort. Kurz zuvor war ihre 28-jährige Fuchsstute Lady friedlich von uns gegangen, fast so, als hätte sie das mit Fantasie abgesprochen. Denn genau wie Lady das Gelände liebte, ist auch unsere Fanta ein passioniertes Buschpferd, hier blüht sie richtig auf. Deshalb passt sie einfach perfekt zu Frau Neumann, die keine Kringel auf dem Reitplatz mehr reiten möchte, sondern das schöne Gelände bevorzugt. Gemeinsam werden sie viel Spaß haben, da sind wir uns sicher.

Wir wünschen Fantasie und ihrer neuen Besitzerin alles Gute und dass sie noch viele schöne gemeinsame Jahre haben werden. Besonders freut uns, dass Fanta nun bei uns auf dem Hof stehen bleibt und wir sicher sein können, dass sie es guthaben wird. Fast zu schön, um wahr zu sein, so wünschen wir uns das für unsere treuen Schulpferde!

Autorin: Tina Hillmann

 


Ein neues Schulpferd für unseren Verein

Er ist wirklich ein schmucker, sympathischer Typ: Lenox, der charmante große Braune hat uns sofort in seinen Bann gezogen. Wir hatten uns geeinigt, dass unser neues Schulpferd groß sein sollte, brav natürlich und gut ausgebildet, damit es sowohl den fortgeschrittenen Reitern, als auch Anfängern viel beibringen kann. Weiterhin sollte es unbedingt ein Rappe sein, da wir fast nur Schimmel und Braune haben momentan – nein, Spaß beiseite, die Farbe spielt natürlich keine Rolle. Lena, Michelle und Tina bildeten das Team Pferdekauf, wobei sie alle fleißig Anzeigen durchforsteten und Lena die interessanten Kandidaten kontaktierte. Allein schon das ist sehr aufwendig, ganz abgesehen von den Terminen vor Ort. Zum Glück fanden wir unser Traumpferd recht schnell, zu dem wir zwei Mal mit verschiedenen Leuten hinfuhren, um es ausgiebig Probe zu reiten und kennenzulernen.

Lenox ist 12 Jahre alt, war bisher Privatpferd, seit er mit 4 Jahren den Hof seines Züchters verließ. Er ist gut ausgebildet und erzogen, was wir auch bei uns auf dem Hof weiter fördern beziehungsweise aufrechterhalten wollen. Auch die Abstammung des Brandenburger Warmbluts lässt sich sehen: darin finden sich unter anderen der Holsteiner Landgraf auf der Vaterseite und Kolibri, der berühmte Neustädter Vererber, auf der Mutterseite. Am 21. Juli war es soweit: das Abholkommando machte sich auf den Weg, bestehend aus Lena, Andrea, Michelle und Henry, der an dem Tag freundlicherweise Fahrer war und auch sein Auto zur Verfügung stellte. Vielen herzlichen Dank dafür! Ebenfalls bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Hanka, die uns ihren Hänger zur Verfügung stellte, so konnten wir unseren Neuen schnellstmöglich zu uns holen. Denn die Sommerferien wollen wir dazu nutzen, ihn an die neue Umgebung zu gewöhnen und anzutrainieren, da er ein halbes Jahr aufgrund der Schwangerschaft seiner Besitzerin fast nur Pause hatte.

So kümmert sich zunächst ein kleines Team um Lenox, um ihm die nötige Sicherheit im täglichen Umgang und beim Reiten zu geben, damit er bald bestmöglich vorbereitet im Schulbetrieb starten kann. So, wie wir ihn bisher kennengelernt haben, sollte der Start als Schulpferd unkompliziert und entspannt ablaufen, da er ein echter Kumpeltyp ist, der gern mit dem Menschen arbeitet und ihm immer zuhört. Wir denken, mit Lenox einen zuverlässigen neuen Lehrmeister für unsere Mitglieder gefunden zu haben.

Auf den Fotos könnt ihr sehen, wie die Abholung verlief und euch versichern, dass Lenox es sich gutgehen lässt bei uns: den Schnitzeltrick hat er, genau wie Panama nach dem Apspritzen im Sommer, bereits perfektioniert!

Autorin: Tina Hillmann

 

 

 


Neues von Sterzel - 27.06.2018

So viele werden sich an ihn erinnern, denn er hat Unzähligen das Reiten gelehrt beziehungsweise sie beim Voltigieren getragen, in der Kutsche gezogen, sie auf Turnieren und bei Vorführungen begleitet und einiges mehr: Sterzel. Stolze 29 Jahre ist er in diesem Februar alt geworden und immer noch lebensmunter und fit. Seit letztem Sommer stand er auf der Wiese nebenan mit Mandys eigenwilliger Stute Alani, die er, ganz nebenbei, natürlich sofort mit seinem Charme von sich überzeugte. Im April 2018 kam Sterzel jedoch zurück zu uns auf den Hof. Denn er litt eine Zeitlang unter dem Befall von aggressiven Darmbakterien, die zwar mit Antibiotika bekämpft wurden, aber immer noch in kleiner Anzahl da sind und Alani, die nun trächtig ist, gesundheitlich beeinträchtigen könnten. Für erwachsene, gesunde Pferde besteht keine Gefahr, deshalb haben wir die freundliche Fantasie zu ihm gestellt, damit er nicht so allein ist.

 Einige Wochen verbrachten sie provisorisch auf einem Paddock, auf dem sie auch nachts blieben. Denn zurück in die Herde darf Sterzel nicht, einfach wegen der sehr geringen Ansteckungsgefahr. Da möchten wir, auch wegen der Privatpferde, kein Risiko eingehen. Es dauerte eine Weile, aber der Vorstand entschloss sich schließlich dazu, den ehemaligen Shettypaddock als Offenstall für Sterzel und Fanta wieder auf Vordermann zu bringen. Denn dass Sterzel zurück in Boxenhaltung über Nacht kommt, stand außer Frage – der alte Herr war bei Mandy so glücklich und lebensfroh, immer draußen zu sein und sich frei bewegen zu können, das wollten wir ihm nicht nehmen.

An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an Krolli, die sich unermüdlich für Sterzel und seine Unterbringung im Offenstall eingesetzt hat. Sie beauftragte Andi mit der Zaunreparatur und übernahm sogar die Arbeitskosten, befreite den Bereich eigenhändig von Giftpflanzen und kümmerte sich ebenfalls in Eigenregie um neue, sichere und vor allem stromführende Litze um den gesamten Paddock. Vielen lieben Dank, Krolli, das ist großartig! Ebenfalls zum „Team Sterzel“ gehören Nele (die sehr regelmäßig abäppelt und sich um den vorwitzigen Hafi kümmert) und Jacki und Tina, die ebenfalls oft ihre Zeit für ihn aufwenden.

 Am Montag, dem 11. Juni, war es nun endlich soweit: Fanta und Sterzel konnten von ihrem kleinen provisorischen Paddock in das neue Heim umziehen und das Beste daran: es war ziemlich zugewachsen mit Gras. Sie vergeudeten keine Zeit, erst den ganzen Bereich zu erkunden, sondern versenkten ihre Köpfe sofort selig im Grün.

 Mittlerweile, gut zwei Wochen später, haben Fanta und Sterzel sich gut eingelebt. Vor Ort haben sie ihr eigenes kleines Heulager sowie eine Futterkammer, um den Arbeitsaufwand der Fütterung möglichst gering zu halten. Sie freuen sich immer, wenn sie Besuch bekommen und stellen sich dann sofort in freudiger Erwartung vor ihre Futterkammer. Die Herde können sie von dort aus auch sehen, sowohl auf dem Paddocktrail, als auch auf der Wiese, dann stellen sie sich immer möglichst nah auf ihrem Paddock dazu. So kann Sterzel nun auch besser damit leben, wenn Fantasie für Reitstunden geholt wird – er stellt sich einfach neben die anderen Pferde und ist nicht allein.

 Wir freuen uns wirklich sehr, dass es Sterzel so gut geht und er noch Freude am Leben hat und fit ist – sowohl körperlich als auch geistig. Dem kleinen frechen Pony macht so schnell keiner etwas vor! An dieser Stelle möchten wir uns auch für die regelmäßigen monatlichen Spenden für ihn bedanken, die wir von verschiedenen Leuten erhalten, damit können wir Futter- und Tierarztkosten anteilig abdecken, dankeschön!

 Wer das nun liest und sich an den süßen Haflinger erinnert, da er selbst mal mit ihm zu tun hatte, wenn auch vor langer Zeit, der ist ganz herzlich eingeladen, zu uns auf den Hof zu kommen und den rüstigen Rentner zu besuchen und sich vor Ort von seinem Wohlergehen zu überzeugen. Er ist auch heute noch, wie er schon immer war: charakterstark, stets gut gelaunt, frech und für jeden Schabernack zu haben. Wir wünschen ihm noch viele glückliche Jahre bei uns.

Autorin: Tina Hillmann

 


Kindertag 2018: Ponyreiten-Überraschung

Im Mai bekamen wir eine besondere Anfrage per E-Mail: die Mutter einer neuen Reitschülerin, Frau Zeis, arbeitet in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Lerchensteig in Bornim und war dabei, das Fest zum Kindertag am 1. Juni zu organisieren. Da kam sie auf die Idee, unseren Reiterhof zu fragen, ob wir nicht mit Pferden dorthin kommen könnten, um den Kindern mit Ponyreiten eine Freude zu machen. Nachdem wir gleich auf der Karte geschaut hatten, ob wir nicht dorthin reiten könnten, da es nur 7 km sind, mussten wir diese Möglichkeit jedoch ausschließen. Denn auf dem Weg liegen vielbefahrene große Straßen ohne Radweg oder Fußweg, die wir unseren Pferden nicht zumuten wollten. Blieb also nur die schwierigere Option, einen Hänger auszuleihen und vor allem einen Fahrer inklusive Zugfahrzeug zu finden. Glücklicherweise erklärte sich Dietmar, Michelles Papa, wie so oft, dazu bereit und das auch noch kostenlos. Ein riesengroßes Dankeschön an ihn dafür, ohne diese Unterstützung hätten wir diese tolle Aktion nicht umsetzen können!

 Natürlich, da ihr Vater den Transport übernahm, stellte Michelle sich als Helferin zur Verfügung, außerdem halfen Lena und Nele, vielen Dank euch dreien, das habt ihr toll gemacht. Nun zum eigentlichen Bericht, wie das Ponyreiten vor der AWO Wohnanlage Bornim verlief.

Zunächst einmal gab es eine kleine Änderung der pferdischen Besetzung – denn Stoffel verweigerte ganze zwei Mal seine Mitarbeit, indem er erst gar nicht in den Hänger in Leest stieg. Kurzerhand entschieden die Mädels, neben unserem braven Pablo noch Apache, Lenas ruhigen älteren Braunen, mitzunehmen. Das klappte auch super, nur ärgerte das Schimmelpony, wie so oft im Hänger, seinen Nachbarn etwas.

Kurz nach der vereinbarten Zeit um 16.30 Uhr trafen wir ein, zur großen Überraschung aller anwesenden Kinder, denn natürlich hatte Frau Zeis, die das Ponyreiten organisierte, niemandem etwas verraten. So wurden die Augen der Kleinen immer größer, als die zwei Pferde aus dem Hänger stiegen. Alle haben sich wirklich gefreut, denn die meisten von ihnen haben noch nie Pferde so nah in natura gesehen. Was unseren Helferinnen positiv auffiel: Frau Zeis hat sich wirklich Gedanken gemacht - sofort wurden Eimer mit Wasser für die Pferde gereicht, die sie bei den hohen Temperaturen dankbar annahmen, außerdem war bereits eine Strecke zum Ponyführen abgesteckt, die gut im Schatten lag.

Die Zeit verging schnell, denn alle Anwesenden hatten ihren Spaß und tolle Erlebnisse mit den Pferden. Pablo und auch Apache waren sehr lieb und standen ganz still, während ganz kleine Kinder und sogar Jungs im Teenageralter aufsaßen. Die Augen leuchteten, als sie eine Runde ritten und die Eltern konnten einige schöne Bilder ihrer Sprösslinge knipsen, die sie sicher stolz weiterzeigen werden. Natürlich war es zeitweise unübersichtlich und etwas chaotisch, einfach, weil so viele Kinder vor Ort waren, die unbedingt reiten wollten. So blieben die Mädels mit den Ponys bis 18.15 Uhr dort, um auch jedem Kind seinen Wunsch zu erfüllen. Dann, nach getaner Arbeit und etwas erschöpft, gingen die Pferde ganz brav auf den Hänger, um zurück nach Hause zu fahren. Trotz des Trubels und der Hitze haben sie einen tollen Job gemacht und einen sehr positiven Eindruck bei den Kindern hinterlassen, wirklich großartige Pferde haben wir.

Wir bekamen von allen Seiten Lob und Dankbarkeit für diese tolle Überraschung zum Kindertag und wir freuen uns, dass Frau Zeis uns danach gefragt hat und wir helfen konnten. Denn auch solche Aktionen gehören zu unserem gesetzten Schwerpunkt im PSV Töplitz e.V.: die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Auch in diesem Jahr sind noch weitere Aktivitäten für unsere Kinder und Jugendlichen geplant, zum Beispiel geführte Ausritte, Turnierteilnahme und das Ferienreitcamp. Umso mehr freuen wir uns, dass wir am Kindertag auch anderen Kindern, die nicht Mitglied in unserem Verein sind und nicht die Möglichkeit haben, regelmäßig in Kontakt mit Pferden zu kommen, den Traum, einmal auf einem Pferd zu sitzen und selbst zu reiten, erfüllen konnten. Anbei einige Fotos, die einen Eindruck dieses tollen Nachmittags vermitteln und vor allem zeigen, wie viel Spaß und Freude die Kinder mit den Pferden hatten.

 Autorin: Tina Hillmann

 

 


Töplitzer Insellauf am 05.05.2018

Auch in diesem Jahr schickten wir ein Ponykommando zum Insellauf in Töplitz. Dieser fand bereits zum 28. Mal statt und seit einigen Jahren bieten wir für die Kinder dort Ponyreiten an. Es gab eine bunt gemischte Teilnehmergruppe, die sich für die ebenfalls bunte Mischung an Läufen eingeschrieben hatte. Man konnte 1,8 km als Schnupper- oder Familienlauf absolvieren, 6,7 km laufen oder walken oder sich an den Halbmarathon über 21,2 km wagen. Xenia und Agnes nahmen zwar an keinem Lauf teil, legten aber auch schon eine Strecke von circa sechs Kilometern auf beziehungsweise neben dem Pferd zurück, um nach Töplitz zu gelangen.

So konnten die braven Schulpferde Stoffel und Pablo den Kindern die Wartezeit bis zur Siegerehrung verkürzen und versüßen. Die Ponys hatten einen so großen Fanclub, dass Agnes und Xenia fast zweieinhalb Stunden blieben, um auch jedem Einzelnen bei tollem Wetter eine Runde auf dem Pferderücken zu ermöglichen. Nebenbei teilten sie einige Flyer für unseren Tag der offenen Tür am 16. September aus, dort wird es wieder ein buntes Programm für die ganze Familie geben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die lieben Eltern und Großeltern für die Spenden für unsere Schulponys und natürlich an Agnes und Xenia, die das Ponyreiten und Fortführen dieser tollen Tradition möglich gemacht haben. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Autorinnen: Xenia Meinardus und Tina Hillmann

 


Baumblütenumzug am 28.04.2018

Ein weiteres Mal war es soweit - die helle, freundliche Jahreszeit wurde offiziell eingeläutet! Das alljährliche Baumblütenfest in Werder Havel öffnete seine Tore. Eröffnet wurde wie immer mit dem Baumblütenumzug, wo alle Vereine, Institutionen, Einrichtungen etc. aus Werder und Umgebung teilnehmen können, um sich zu präsentieren. Das Wetter war super und wir starteten pünktlich 13 Uhr mit dem Umzug. Über 60 Gruppen waren dabei. Unser Verein zeigte sich dieses Jahr mit dem geschmückten Auto von Jacki. Ein bisschen Heu, Pferdebilder und Plakate, und schon war das “Vereinsauto“ bereit. Mit insgesamt ca. 15 Vereinsmitgliedern ging es entlang der Moosfennstraße, über die Brandenburger Straße bis auf die Insel von Werder. Viele Besucher waren gekommen und so war auch die Stimmung toll. Anschließend ging es noch auf den Rummel und wir stärkten uns mit Crêpes und Leckerem vom Grill. Dank der bereitgestellten Busse vom Ortsbeirat Töplitz kamen alle auch wieder schnell und sicher nach Hause.

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Vereinsmitgliedern für die Unterstützung, beim Ortsbeirat für die Busse, bei Jacki für die Bereitstellung ihres Autos und bei der Familie von Lucia für das Drucken der Werbeflyer für unseren Tag der offenen Tür im September.

Autorin: Jaqueline Swierczynski

 


Mitgliedervollversammlung am 15.04.2018

Am Sonntag, dem 15. April 2018, fand unsere Mitgliedervollversammlung, wie immer im Gemeindehaus in Töplitz, statt. Pünktlich um 14 Uhr konnten wir beginnen, es kamen zahlreiche Mitglieder des Vereins, Eltern und Unterstützer, sodass wir eine anregende und produktive Sitzung vor uns hatten. Zunächst gab Anne einen Rückblick auf das vergangene Jahr, welcher sehr erfreulich ausfiel. Denn trotz der Überbrückung finanzieller Probleme im Verein kam es zu einer Vielzahl an Veranstaltungen, die wir organisierten, zum Beispiel mehrere geführte Ausritte, den Tag der offenen Tür, ein Hofturnier und ein Reitercamp in den Sommerferien. Auch fuhren wir zum ersten Mal seit langem auf Turnier, woran wir in diesem Jahr anknüpfen möchten. Es folgte der Bericht der Kassenprüfer, der ebenfalls positiv ausfiel, soll heißen: die Kasse wurde ordentlich geführt, es gibt nichts zu beanstanden. Mit 22 stimmberechtigten, anwesenden Mitgliedern wurde der aktuelle Vorstand einstimmig entlastet.

Daraufhin wurde Mandy für ihr liebevolles Umsorgen unseres Rentners Sterzel, Michelle für ihren herausragenden Einsatz im Stall und Tina für ihre Sorge um Malina und ihren Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit gedankt, denn nur mit solch engagierten Menschen kann der Verein weiterhin bestehen und funktionieren. An dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an Anne, Janine und Krolli aus dem aktuellen Vorstand sowie natürlich an Jacki, sie alle haben einen tollen Job gemacht.

Nun zum spannendsten Teil der Versammlung - der Wahl des neuen Vorstandes. Neue 1. Vorsitzende wird einstimmig Anne, 2. Vorsitzende wird Tina (zweite Kandidatin war Sandra), Kassenwartin wird mit einer Enthaltung und ansonsten einstimmig Xenia, ebenfalls alle Stimmen bekam Andrea für den Posten des Jugendwarts und Lena ließ sich für den Platzwart aufstellen, auch sie wurde bis auf eine Enthaltung einstimmig gewählt. Alle Kandidatinnen nehmen die Wahl an und wir dürfen gespannt sein, wie sich der neue, nun wieder komplett besetzte Vorstand zusammenfindet und welche Änderungen, Projekte usw. er umsetzen wird. Die Kassenprüfer wurden ebenfalls neu gewählt, es sind wieder Andrea und Jacki geworden.

Darauf folgte das Vortragen verschiedener Anliegen durch die Mitglieder, was eine zum Teil angeregte Diskussion unter den Anwesenden hervorrief. Es ist sehr schön, dass sich doch einige in unserem Verein Gedanken machen, was noch verbessert werden kann und wie unsere Pferde die bestmögliche Haltung bekommen. Es gab viele Ideen, Anregungen und natürlich auch Kritik, womit sich der neue Vorstand in nächster Zeit befassen wird. Genau darum geht es ebenfalls in der Vereinsarbeit – es kommen viele verschiedene Menschen und damit Meinungen zusammen und man muss sehen, möglichst alle zufriedenzustellen und vor allem gemeinsam zum Gelingen der Vorhaben beizutragen.

Nach etwas mehr als drei Stunden war die Versammlung beendet, es fanden sich viele Mitglieder nochmal auf dem Hof ein, um gerade Besprochenes zu durchdenken und den restlichen Abend bei den Pferden zu genießen.

Autorin: Tina Hillmann

 


Osterfeuer am 05.04.2018

Auch in diesem Jahr veranstalteten wir ein kleines Osterfeuer auf unserem Hof, um das erste Mal im neuen Jahr gemütlich abends zusammenzusitzen und bei Stockbrot und Marshmallows über dem Feuer den Frühling einzuläuten. Denn lang genug hat der Winter nun gedauert und unsere Nerven aufgrund der abgestellten Wasserleitungen arg strapaziert. Nun geht es aber bergauf: das Wetter am Donnerstag war mit viel Sonnenschein und nur etwas Wind sehr angenehm.

Ausgerechnet an diesem Tag war noch einiges los bei uns: der Schmied war da, der Heulieferant ebenfalls und außerdem ging es Panama bereits seit dem Vorabend sehr schlecht, sie musste aufgrund einer Kolik noch in die Klinik gefahren werden. Ein großes Dankeschön an Hanka an dieser Stelle für den Transport! Mittlerweile geht es Panama wieder gut, sie durfte nach zwei Tagen wieder nach Hause kommen.

Es kamen viele Reitkinder, teils mit ihren Eltern oder Freunden und verbrachten ein paar schöne Stunden zusammen. Einige von ihnen kamen bereits früher und halfen noch bei der Abendversorgung der Pferde, denn gemeinsam ist man nun mal am schnellsten. Alle brachten wie immer etwas zu essen oder zu trinken mit, es war sehr lecker. Das Osterfeuer etabliert sich jedes Jahr mehr als eine schöne Tradition, um vor allem nach der Winterpause wieder länger auf dem Hof zu verweilen und sich gemeinsam auf die warmen und vor allem hellen Monate des Jahres zu freuen. Gerne wieder!

Autorin: Tina Hillmann

 


Dualaktivierung und Equikinetic 18.02.2018

Um dem grauen Winteralltag und der Stagnation im Training entgegenzuwirken, fand am Sonntag, den 18. Februar 2018, auf unserem Hof ein Tageskurs zur Dualaktivierung und Equikinetic mit der lizensierten Trainerin Brigitte Hochgraef statt. Sechs Mensch-Pferd-Paare sowie eine Zuschauerin fanden sich zusammen, um gemeinsam in diese beiden recht neuen Trainingsmethoden nach Michael Geitner reinzuschnuppern und damit eventuell eine Bereicherung für das alltägliche Training zu finden.

Bereits um 9 Uhr starteten wir mit einer ersten Theoriestunde zur Dualaktivierung. Dazu machten wir es uns in der Küche mit Decken, Tee und Kaffee gemütlich. Dieses Training ist vor allem Kopfarbeit für das Pferd, denn es muss verschiedene Hindernisse überwinden beziehungsweise durchschreiten. Es wird longiert oder geritten absolviert, heute probierten sich alle Teilnehmerinnen im Longieren. Die Hindernisse werden mit drei Meter langen, blauen und gelben Schaumstoffgassen, Dualgassen genannt, sowie blauen und gelben Pylonen aufgebaut. Wer sich jetzt fragt, warum ausgerechnet diese zwei Farben genutzt werden und warum dieses Training so anstrengend für den Kopf ist, erhält hier die Antwort.

Pferde haben eine andere Wahrnehmung als der Mensch: ihre großen, seitlich am Kopf sitzenden Augen bieten nahezu einen Rundumblick von 360 Grad. Denn als Fluchttiere müssen sie Feinde möglichst schnell erkennen können. Beide Augen nehmen dabei unabhängig voneinander Bilder auf (monokular) und senden diese an die jeweils gegenüberliegende Gehirnhälfte, um sie dort übereinander zu legen. Dabei hakt es jedoch bei der Verknüpfung beider Gehirnhälften. Mit dem linken Auge sehen Pferde potentielle Gefahren, während sie mit dem rechten Auge mögliche Fluchtwege auskundschaften, deshalb können sie an einem Gegenstand auf der einen Seite gelassen vorbeigehen, während sie auf der anderen Seite vor genau demselben Gegenstand scheuen.

Weiterhin haben Pferde nur zwei verschiedene Arten von Zapfen (Farbrezeptoren, sie sind Dichromaten, der Mensch hat drei Zapfen), deshalb können sie die Farbe Rot nicht wahrnehmen. Man geht davon aus, dass sie ähnlich wahrnehmen wie Menschen mit Rot-Grün-Schwäche. Am besten können sie Blau und Gelb sehen, weshalb eben diese beiden Farben bei der Dualaktivierung im Wechsel in den Hindernissen eingesetzt werden, um die Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften des Pferdes anzusprechen und zu trainieren.

Als erste stellten sich Marie und Janine mit den Schimmelponys dem blau-gelben Parcours und wie zu erwarten, sahen Pina und Pablo der neuen Aufgabe gelassen entgegen und meisterten sie vorbildlich. Es folgten Peredur und Malina, wobei ersterer sich als wahrer Musterschüler herausstellte und letztere einige Anfangsschwierigkeiten hatte. Vor allem, weil sie den "Schnupperkurs" allzu ernst nahm und wirklich jede einzelne Gasse ausgiebig beschnüffeln und auch auf ihren Geschmack prüfen wollte. Doch auch Malinchen war am Ende der Übung bei der Sache und setzte ihre Hufe bedacht über und durch die Dualgassen. Die beiden Braunen Monty und Apache brauchten einen Moment, um sich die ungewohnten Balken auf dem Boden anzusehen und auch zu verstehen, was Michelle und Lena von ihnen wollten. Doch sobald sie begriffen, versuchten sie möglichst alles richtig zu machen und arbeiteten toll mit. Allen Vier- und auch Zweibeinern sah man nach dieser praktischen Einheit deutlich an, wie anstrengend die Dualaktivierung ist, sowohl für den Kopf als auch für den Körper, da man seine Beine geschickt über den blau-gelben Hindernissen sortieren und koordinieren muss.

Es folgte die Mittagspause, in der wir uns aufwärmten, bereits die Theorie zur Equikinetic besprachen und uns vor allem über das reichliche und super leckere Essen hermachten. Aus "ein paar Snacks für zwischendurch" wurden Kuchen und Kekse, Kartoffel- und Nudelsalat, Bouletten und Pizzaschnecken, eine sehr leckere Soljanka mit Baguette, Obst- und Gemüseteller und Tee, Saft, Kaffee. Ein Wunder, dass wir danach nicht über den Platz rollten. ;-)

Die Equikinetic dient hauptsächlich dem Muskelaufbau des Pferdes, wobei sie zahlreiche andere positive Effekte erzielt, zum Beispiel verbessert sie das Achtgeben auf Körpersprache, die Koordinationsfähigkeiten und die Kommunikation. Es wird geritten oder longiert, in den Gangarten Schritt und Trab, in einer „Quadratvolte“ (siehe Fotos, der Durchmesser beträgt sechs Meter). Es handelt sich um ein Intervalltraining, das dem Krafttraining für den Menschen entnommen wurde. Drei Minuten läuft das Pferd in der richtigen Stellung, bei gleichmäßigem Takt, im Schritt über und im Trab unter dem Komforttempo in der Quadratvolte, dann folgt eine Minute Pause, die im Stehen oder im entspannten Schritt verbracht werden kann. Jede Trainingseinheit kann bis zu acht Intervalle enthalten.

Schließlich ging es ans Ausprobieren mit unseren Ponys und Pferden, die sich bestimmt wunderten, schon wieder auf den Platz mit den blau-gelben Gassen zitiert zu werden. Manch einer war jedoch auch interessiert, wie zum Beispiel Peredur, der sich gemeinsam mit Xenia das Ganze anschaute, bevor er an der Reihe war. Von außen betrachtet mag auch diese Art des Trainings nicht anspruchsvoll erscheinen, doch unsere vier-und zweibeinigen Probanden werden euch das Gegenteil versichern. Bei regelmäßiger Wiederholung wird man recht schnell einen Effekt beim Pferd sehen, es lohnt sich! Insgesamt war es ein sehr interessanter, aber auch anstrengender Kurstag, mit vielen neuen Informationen, Eindrücken und Trainingsanreizen für Mensch und Pferd.

 Autorin: Tina Hillmann