Aktuelles.


Brandenburger Pferdesommer am 26.08.2017

Wer regelmäßig auf unsere Homepage schaut, wird wissen, dass wir im Juni das erste Mal seit langem wieder auf einem kleinen Turnier waren. Das hat so gut geklappt, dass wir es nicht dabei belassen wollten für diese Saison. Ausgesucht haben wir uns dafür den „Brandenburger Pferdesommer“, der alljährlich Ende August im Erlebnispark Paaren/ Glien stattfindet. Es handelt sich dabei um eine breitensportliche Veranstaltung, die sich besonders an junge und turnierunerfahrene Reiter richtet. Dabei sind die Organisatoren stets bemüht, alternative und spaßige Prüfungen auszuschreiben, doch dazu später mehr. Am Samstag, den 26. August, fuhren wir mit den Schulpferden Pablo und Stoffel und außerdem mit Camilla, ehemaliges Schulpferd und jetzt Privatpferd, Richtung Norden, der Erlebnispark ist gerade mal eine halbe Stunde von unserem Hof entfernt - selbst mit Hänger.

Anne und Tina waren dieses Mal TTs (wobei Anne ebenfalls bei einer Prüfung startete) und unterstützten Marie, Michelle, Maya, Mathilda, Lucy und Leni den Tag über. Hängerfahrer war Michelles Papa Dietmar, der alle Pferde sicher zum Turnier und zurück transportierte, dabei immer einen Witz auf den Lippen, danke für deinen Einsatz und auch für die Übernahme der Hängerkosten! Außerdem kamen die Eltern von Maya und Lucy mit, schließlich war es das allererste Turnier für ihre zwei Mädchen.

Die erste Prüfung hieß „Schnelle Post“ und hatte es bereits in sich: auf dem großen Turnierplatz, vor den Augen vieler Zuschauer, war ein Parcours aufgebaut, den der Reiter mithilfe von zwei beziehungsweise drei Fußgängern bewältigen musste. Es ging darum, einen Brief, der eine Frage über Pferde enthielt, von A nach B zu befördern und dabei verschiedene Hindernisse zu überwinden. Unser erstes Team bestand aus Marie hoch zu Ross auf Pablo und Mathilda und Lucy: die erste Hürde war, das Pony auf den Platz zu bekommen, denn er hatte den Rückwärtsgang eingelegt. Auf dem Abreiteplatz total cool und entspannt, ist das Publikum nicht sein Ding, sodass Tina spontan als dritter Fußgänger eingesprungen ist, um unser Team zu unterstützen. Sie passierten das Tor, ritten Slalom, unter einer Wäscheleine durch und einiges mehr. Später war Michelle mit Stoffel dran, unterstützt vom Boden durch Maya und Leni. Leider passierten den Mädchen einige Fehler bei den Hindernissen, sodass sie trotz eines sehr entspannten Stoffels keine Platzierung erreichten. Aber sie alle hatten Spaß bei dieser ganz eigenen Prüfung.

Danach wurden die Pferde versorgt und die jüngeren Mädchen erkundeten das große Gelände bei einer Eispause. Stoffel und Pablo grasten ganz entspannt, als Camilla dann ankam, sie wurde von Dietmar und Anne in einer zweiten Tour abgeholt. Stoffel, unser cooler Hafi, war wirklich entspannt den Tag über, selbst bei den ganzen Kutschen, die dort unterwegs waren. Camilla, die seit ihrer Ankunft auf dem Hof in Leest vor fünf Jahren diesen nicht mehr verlassen hatte, war da schon etwas aufgeregter und energiegeladener. Zur nächsten Prüfung, einer geführten Gelassenheitsprüfung, mussten sie und Stoffel über das gesamte Gelände laufen, was für eine Aufregung! Durch Verzögerungen im Ablauf mussten beide sehr lange warten, Camilla war erst nach mehr als zwei Stunden dran. Anne hat sie sicher durch die Prüfung geführt, leider war jedoch eine orange Gummimatte zu viel für die Schimmelstute, sie wollte nicht darüber gehen und bekam deshalb keine gute Wertnote. Immerhin bestanden haben sie die Gelassenheitsprüfung, worüber man sich auch schon freuen kann. Stoffel musste zwischendurch nochmal zum anderen Turnierplatz zurück, um Leni beim Führzügelwettbewerb zu tragen, bei dem auch Lucy auf Pablo teilnahm. Beide Reiterinnen konnten sich gut auf den Ponys präsentieren, für eine Platzierung reichte es nicht, da wohl sehr auf vorhandene Turnierkleidung geachtet wurde.

Dann mussten Maya und Stoffel schnell zurück, um die Gelassenheitsprüfung endlich abzulegen, diese erledigten sie mit Bravour und bekamen eine 2, eine tolle Leistung! Zum Schluss starteten Marie und Michelle noch einmal mit Pablo und Stoffel bei einem Geschicklichkeitsparcours, der beiden Spaß machte und bei dem sie nicht schlecht abschnitten. Ganz zum Abschluss, nachdem Pablo und Stoffel bereits verladen und auf dem Heimweg waren, nutzte Tina die Zeit, Camilla auf dem Abreiteplatz etwas zu bewegen, um zu sehen, ob sich die Schimmelstute auch in ungewohnter Umgebung entspannen kann und kontrollieren lässt. Das klappte ganz gut, trotz sehr aufgeregter Gänse nebenan und mehreren Kutschen, die auf den Platz kamen.

Alles in allem war dies ein weiterer erfolgreicher Turniertag für uns, einfach, weil unsere Pferde so lieb waren und weil alle Teilnehmer Spaß hatten. Besonders gefreut hat uns, dass wir auch einige unserer jüngeren Reiterinnen mitnehmen konnten, sodass sie Turnierluft schnuppern konnten. Auch jetzt können wir sagen, dass es vielleicht nicht das letzte Turnier für diese Saison gewesen ist, ihr werdet es erfahren.

Autorin: Tina Hillmann


Sommerreitcamp 21.08. - 25.08.2017

Nachdem es im Herbst vor 2 Jahren so gut aufgenommen wurde, beschlossen wir, in den diesjährigen Sommerferien erneut ein Feriencamp für Kinder zu organisieren. Planmäßig sollte das Camp unsere jüngeren Mitglieder ansprechen und so war es dann auch: insgesamt sieben Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren nahmen teil. Das waren aus der Volti - Gruppe Abbygail und Leni mit ihrer Freundin Lenilu, die Reitkinder Lucy mit Freundin Rosa, Leni und Carina. Aus den drei Lenis machten wir zu Beginn gleich Leni, Lenchen und Lu, um Verwechslungen zu vermeiden. 😊 Die Planung und Durchführung teilten sich Anne, Jacki und Tina, recht herzlichen Dank dafür, denn mit eurer Hilfe und eurem Einsatz wurde die Woche zu einem tollen Erlebnis für alle!

Am Montag versammelten sich die Kinder pünktlich um 10 Uhr auf dem Hof, in gespannter Erwartung, was am ersten Tag denn auf sie zukommen würde. Da es in dieser Woche um unsere Lieblinge, die Pferde, gehen sollte, begannen wir gleich mit einem schönen Geländeritt, der auch begeistert aufgenommen wurde. Die Kinder ritten und führten abwechselnd, dabei konnten alle sogar ein paar Mal traben, was die Gesichter zum Strahlen brachte. Dann folgte die Mittagspause, es gab leckeren selbstgemachten Milchreis, vielen Dank liebe Krolli, für deinen Einsatz als Köchin die Woche über. Nachmittags wurde Theorie vermittelt, allerdings nicht langweilig auf dem Papier, sondern direkt am Pferd! Es ging um Anatomie, Verhalten und Krankheiten. Zum Abschluss bauten Jacki und Tina noch einen kleinen Parcours auf, den die Kinder auf den Ponys, ohne Sattel wohlgemerkt, geführt absolvieren konnten. Nun war der erste Tag schon zu Ende, denn kurz nach 15 Uhr wurden alle zufrieden von ihren Eltern abgeholt.

Dienstag begann mit einer wichtigen Tätigkeit: Giftpflanzen auf dem Gelände erkennen und entfernen! Denn das verhindert, dass unsere Pferde diese fressen und krank werden. Die Kinder gingen mit wachem Blick über die Paddocks und erkannten die bösen Pflanzen bald ganz allein. Danach haben wir gemeinsam zwei Boxen ausgemistet, was sehr chaotisch ablief, aber auch aufschlussreich für die Mädels war - wie viel Mist so ein Pferd doch über Nacht produzieren kann! Vor dem großen Pizzaessen wurde Merlyn, Pina und Pablo der Schweif gewaschen, dabei schäumten und seiften die Mädchen, was das Zeug hält. Gerade bei den Schimmelponys war ein deutlicher Vorher-Nachher-Unterschied auszumachen. Nach der Mittagspause übernahm Anne mit Jacki die Leitung, es wurde auf unserem guten Stoffeltier voltigiert. Wer das Voltigieren noch nicht kannte, konnte so das erste Mal akrobatische Übungen auf dem breiten, bequemen Hafirücken ausprobieren.

Am nächsten Tag bekamen die Kinder eine Reit- beziehungsweise Longenstunde auf unseren Pferden, was allen viel Spaß gemacht hat. Zum Mittag gab es super leckere Eierkuchen, natürlich auch von Krolli zubereitet. Danach stand Sattelpflege auf dem Plan, das heißt Sättel und Trensen auseinander bauen, reinigen, mit Pflegemittel ordentlich einfetten und wieder zusammenbauen. Auch dabei kann man so einiges lernen, zum Beispiel die einzelnen Bestandteile von Sattel und Trense und wie diese richtig verschnallt werden.

Donnerstag starteten Anne und Tina nochmal mit einem Geländeritt, was die kleinen Reiterinnen sehr freute. Genau als wir unter der Autobahnbrücke durchritten, gab es einen kurzen, aber heftigen Regenguss, weshalb wir dort eine kleine Pause einlegten. Die Ponys waren sehr lieb und standen total entspannt unter der Brücke. Nach dem langen Ausritt konnten die Mädchen ihre Kraftreserven mit Spaghetti und Tomatensoße wieder auffüllen, um dann am Nachmittag Bodenarbeit mit den Pferden auszuprobieren. Es geht um richtiges Führen des Pferdes, die eigene Körpersprache und Vertrauen. So mussten sie zu Fuß mit ihrem Pony einen Parcours durchqueren.

Er kam schneller als gedacht: der letzte Tag, Freitag. Es standen die versprochenen Reiterspiele an, also bauten Anne und Tina einen Parcours auf dem Reitplatz auf, der recht anspruchsvoll war: es ging durch ein Stangenlabyrinth, ein Becher voll mit Wasser musste auf dem Pferd balanciert werden, zwei Bälle in eine Kiste geworfen werden, über eine Plane gegangen und noch mehr. Die Kinder machten die Ponys hübsch für den Wettkampf, es ging darum, den Parcours möglichst fehlerfrei und vor allem schnell hinter sich zu bringen. Wir notierten zwar die Zeiten, jedoch stand für uns am Ende fest: alle sieben waren Gewinner, da sie eine tolle Woche bei den Pferden verbrachten und viel Spaß hatten. Sie bekamen eine goldene Schleife mit dem Logo des Vereins, die sie bis zum Ende des Tages voller Stolz trugen. Zum Abschluss des Camps wurde noch gegrillt.

 

Alles in allem war es eine sehr schöne Woche, die allen Beteiligten gut gefiel (siehe Fotos), deshalb werden wir uns auch in Zukunft wieder um ein Feriencamp bemühen.

Autorin: Tina Hillmann


Tag der offenen Tür 09.07.2017

Das Wetter spielte mit. Rechtzeitig zum Tag der offenen Tür des PSV Töplitz zeigte sich die Sonne und so waren die Zuschauerplätze am Turnierplatz rasch gefüllt. Mitglieder des Vereins, Familien von Reitkindern und viele andere Interessierte aus der Nachbarschaft strömten am 9. Juli auf den Reiterhof Leest und erlebten ein unterhaltsames Programm.

Schon an den Tagen zuvor halfen viele Aktive mit, auf dem Gelände, in den Ställen und der Scheune aufzuräumen. Zäune wurden ausgebessert, Stühle und Tische repariert, Spinnweben entfernt, die Koppeln abgeäppelt und manche "Dreckecken" aufgeräumt. So präsentierte sich die Anlage von ihrer besten Seite. Mitglieder und Freunde des Vereins unterstützten das Fest mit selbstgebackenen Kuchen, andere halfen mit an den Ständen. Und weil vor dem Grill, am Kuchen- und Waffelstand sowie bei der Tombola der Andrang groß war, blieb am Ende auch ein satter Überschuss, den der Verein für seine Arbeit gut gebrauchen kann.

Anne Rademacher, die amtierende Vorsitzende, begrüßte unter den Gästen auch Ortsvorsteher Frank Ringel, der dem Verein die Unterstützung der Gemeinde zusicherte, sowie den Chef der SG Töplitz, Micha Behrens. Mit dem Einzug der Teilnehmer und ihrer Pferde begann ein vierstündiges Programm, mit dem der Verein einen Einblick in seine vielfältige Arbeit gab.

Für viele Kinder ist das Voltigieren der erste Zugang zum Pferdesport, bei dem sie den Umgang mit den Tieren lernen, aber auch die eigene Haltung, das Gleichgewicht und die Rhythmik trainieren. Auf dem breiten Rücken unseres Haflingers Stoffel und unterstützt von ihren Trainerinnen Kim und Jacki, zeigten Abby, Élaine, Leni, Lucy, Matti und Theresa ihre akrobatischen Übungen. Der Beifall am Ende der Vorführung war ihnen sicher.

Schon Tradition bei den Tagen der offenen Tür hat die Quadrille, ein Formationsreiten, bei dem die Teilnehmerinnen mit ihren Pferden in den unterschiedlichen Gangarten und passend zur Musik verschiedene Hufschlagfiguren zeigen. Anne, Marie, Michelle, Lea Nina und Tina präsentierten sich bei ihrer kleinen Show als Cowboys und Indianer und entführten die Zuschauer in den Wilden Westen. Wochenlang hatte Jacki mit der Gruppe die Choreografie eingeübt und so erlebten die Gäste zauberhafte Bilder.

Den ersten Wettkampf lieferten sich die jüngsten Reiterinnen des Vereins. Auf einem Geschicklichkeitsparcours mussten sie zum Beispiel ihre Pferde dazu bringen, mit den beiden Vorderbeinen in einen Kreis zu treten oder einen großen Gymnastikball zu bewegen. Carina, Mathilda, Maya, Miri, Laila, Lucy, Lucia und Leni gingen an den Start – und mit ein wenig Hilfe absolvierten alle das Programm mit Bravour.

Dass Reiten nicht erst im Sattel beginnt, demonstrierten Anne, Cathleen, Julia und Susi mit ihren Pferden bei der Bodenarbeit. Wie von Zauberhand geführt, reagierten die Tiere auf die Körpersprache der Menschen und änderten ihr Tempo oder die Laufrichtung. Und wenn die Kommunikation stimmt, das Vertrauen da ist, dann haben die Tiere auch keine Angst mehr vor ungewohnten Geräuschen oder Bewegungen, wie die kleine Vorführung eindrucksvoll zeigte.

Wie Pferd und Mensch auch beim Reiten harmonieren können, das zeigte die Reitlehrerin Hanka Kresse mit der großen dunkelbraunen Stute Donna bei einer Vorführung in klassischer Dressur. Gespannte Ruhe zeigte, wie aufmerksam das Publikum die perfekten Bewegungen im Viereck verfolgte. Den letzten Höhepunkt des Tages bildete ein Springen. In zwei Runden gingen Marie, Nina, Susi und Mathias an den Start, für einige Reiter und Pferde war der öffentliche Auftritt bei einem Springen eine Premiere. Da in der ersten Runde keiner fehlerfrei blieb, kamen alle vier Teilnehmer ins Stechen. Dort sicherte sich Mathias mit dem flinken Dunkelbraunen Paul den ersten Platz.

Zum Tag der offenen Tür gehören nicht nur Präsentationen der Reiter und ihrer Pferde. Ein Highlight für viele kleine Gäste war das Ponyreiten in der Pause, bei dem sich lange Schlangen bildeten. Manche Kinder drehten hier ihre erste Runde auf einem Pferd – und vielleicht ist der Eine oder die Andere dabei auf den Geschmack gekommen. Mehrere Vereinsmitglieder nahmen teil an einem Fotowettbewerb und die Zuschauer waren aufgerufen, das schönste Bild zu wählen. Das Ergebnis war eindeutig: Die meisten Stimmen entfielen auf ein Foto von Marie mit dem Schimmelpony Pablo.

Schon Tradition haben die Auftritte anderer Vereine aus Töplitz. Zu den Stammgästen gehören die Mitglieder der Line-Dance-Gruppe der SG Töplitz, die tosenden Applaus für ihre Tanzdarbietungen erhielt. Mit einer tänzerischen Darbietung präsentierte sich auch der Nachwuchs des Töplitzer Karnevals Clubs, der mit einem donnernden Helau begrüßt wurde.

Der Tag der offenen Tür bot nicht nur die Gelegenheit, die Arbeit des Vereins zu zeigen, sondern auch um Unterstützung zu werben. Babett Neelsen, die ehemalige Vorsitzende, präsentierte den Gästen ein ganz besonderes Projekt: Einige der Schulpferde, die über viele Jahre treue Dienste leisteten, sind inzwischen im Rentenalter oder stehen kurz davor. Unser Haflinger Sterzel verbringt bereits seinen Ruhestand auf einer Weide gleich neben dem Reitplatz. Pina und Fantasie werden nur noch gelegentlich eingesetzt und in Kürze auch ganz aus dem Schulbetrieb genommen. Für den Verein ein Dilemma, denn einerseits will man den Tieren ein angenehmes Leben ermöglichen, andererseits sind die laufenden Kosten eine große Belastung. Deshalb die Idee, Paten zu finden, die mit einem kleinen finanziellen Beitrag unsere Senioren-WG unterstützen. Beim Tag der offenen Tür stieß das Anliegen auf Resonanz.

Autor: Klaus Klöppel


Biodiversität auf unserem Hof

Dass wir außer unseren Pferden und Ponys auch anderen Tieren ein Zuhause bieten, freut uns immer wieder! Mit Pferden ist gut leben, sagen sich viele Vogelarten, Amphibien (Frösche und Eidechsen unternahmen schon bis ins Stallgebäude Ausflüge, Tina hat leicht entsetzt bereits eine Ringelnatter wieder ins Freie befördern müssen) und selbst Wiesel wurden gesichtet. Jetzt ist es gelungen, einen Walker (Polyphylla fullo) vor die Kamera zu bekommen, eine seltene und besonders geschützte Käferart. Unsere Äppelhaufen sind zwar etwas unordentlich, bieten den Engerlingen aber Möglichkeiten, gut zu gedeihen. Gesehen wurde er schon häufiger, er fällt auf durch seine Größe und das Rasseln, das er bei Beunruhigung von sich gibt. Der interessante Käfer hatte sich in Merlyns Fliegendecke verfangen, diente als Fotomodell und wurde dann behutsam wieder in den Sand gesetzt.

 Autor: Babett Neelsen


Freiwilliges ökologisches Jahr 2015/2016

Unser Pferdehof wurde von dem Träger „ijgd“ als Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr anerkannt!

Wer sich für die Ausrichtung seines weiteren Lebensweges etwas Zeit lassen möchte, wer für ein Jahr eine sinnvolle, lebendige Tätigkeit sucht, dem können wir auf unserem kleinen, überschaubaren Hof abwechslungsreiche Tätigkeiten anbieten. Da wir als Verein unser Gelände selbst verwalten und gestalten, können Einblicke, vom Schwingen der Mistgabel bis zur Steuerprüfung, gewonnen werden.

 

Unsere Pferde und Ponys sind allesamt sehr umgänglich, über Vorkenntnisse würden wir uns sehr freuen, da dann die Bandbreite aller Tätigkeiten wahrgenommen werden kann. Das können folgende Tätigkeiten sein:

  • Unterstützung bei den Stallarbeiten
  • Unterstützung beim Reitunterricht, ggf. Unterricht erteilen, ggf. Ausritte führen
  • Pflege/Bewegung der Pferde
  • Fortbildung der Pferde
  • Unterstützung bei Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Jugendfreizeiten etc.)
  • Begleitung bei Reitertagen
  • Einblicke bei der Führung einer Reitanlage gewinnen (z. B. Auswahl und Einkauf von Futtermitteln, Auswahl und Abschluss notwendiger Versicherungen, Kostenanalysen, Entscheidungsfindungen)
  • Pflege des Geländes, unter Berücksichtigung dessen, dass es in einem Landschaftsschutzgebiet liegt.

Neben den Erfahrungen im Umgang mit Pferden darf bei einem Freiwilligen Ökologischen Jahr der ökologische Aspekt nicht zu kurz kommen. Dementsprechend sind wir bemüht, ein ökologisches Projekt mit den FÖJlern durchzuführen.

 

Da sich das Gelände des Reitvereins in natürliche Strukturen eingliedert, können zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vorgefunden werden. Nicht selten sind Zauneidechsen im Gras zu entdecken und in der Abenddämmerung Fledermäuse am Himmel zu beobachten. Das Stallgebäude beherbergt Jahr für Jahr mindestens ein Rauchschwalbenpäarchen. Weitere Vogelarten, wie die Bachstelze oder Kohlmeisen, suchen sich die unmöglichsten Nistplätze. So etwa empfand ein Bachstelzen-Paar eine Sprunghürde auf dem Reitplatz als einen schönen Ort zur Jungenaufzucht. Eine Kohlmeisen-Familie wurde in einer der Anbindestangen gegründet. Um diesen und vielen weiteren Arten einen natürlichen Rückzugsort zu bieten, wird das ökologische Projekt darauf hingehend angepasst. Der/ die FÖJler/in wird in dem Projekt mit dem Bau und der Platzierung von Nisthilfen für Fledermäuse, Höhlenbrütern, Schwalben, Insekten und einen Igelunterschlupf heran geführt. Dazu gehören der Bau der Häuschen und das Aussuchen geeigneter Plätze auf dem Gelände. Als weiteren Bestandteil sollen Wildblumenwiesen für Wildbienen und Hummeln angelegt und gepflegt werden. Um die Zauneidechse zu schützen, sollen Steinhaufen in sonnenexponierten Plätzen geschaffen werden. Im Zuge dieses Projektes wird der/ die FÖJler/in in den Artenschutz eingeführt und lernt die Bedeutung dieser Arten im Ökosystem kennen.

 

Es wäre schön, wenn Du 18 Jahre alt wärest! Ein Führerschein kann von Vorteil sein, ist aber nicht Pflicht, da unser Hof sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Leider können wir keine Unterkunft anbieten, unterstützen aber gerne bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnmöglichkeit.

 

Eine Besichtigung des Reiterhofes vor der eigentlichen Bewerbung wäre empfehlenswert!

Bitte einfach anrufen und einen Termin vereinbaren!