Aktuelles.


Alle Jahre wieder: die Pferdewaage - 04.11.2018

Bereits zum dritten Mal in Folge kam die Berliner Pferdewaage zu uns auf den Hof, um unseren Lieblingen die geheime Zahl zu entlocken. Pünktlich um 12.30 Uhr baute Dirk die Waage und den Computer auf dem oberen Reitplatz auf und dann ging es sehr zügig voran.

Die große Donna hat etwas abgenommen und liegt genau gleichauf mit Monty bei 710 Kilogramm, wobei letzterer nach einer OP im Sommer nun endlich schmerzfrei ist und somit zur großen Freude von Michelle und Andrea an Gewicht zulegen konnte. Pablo und Pina hielten ihr Gewicht, genauso wie Merlyn. Stoffel, auch wenn man es ihm nicht ansieht, soll einige Kilos leichter sein als noch vor einem Jahr.

Unser Sterzelchen hat etwas abgenommen, aber er hat trotzdem einen guten Futterzustand, im nächsten Jahr wollen wir seinen 30. Geburtstag feiern. Sein Paddockkumpel Peredur wiegt tatsächlich mehr als der Schimmel, das hätte wohl niemand gedacht. Unser Neuer, Lenox, bringt knapp 600 Kilogramm auf die Waage, die er durchaus bei seinem Kaliber überschreiten darf.

Tatsächlich hatten wir sogar noch einen Wiege-Neuling dabei: Tina, die in ihren 24 Jahren noch nie auf einer Waage stand. Sie ging aber drauf wie ein kleiner Profi. Es ist fast schon langweilig, wie schnell und problemlos alle Pferde die Waage betreten.

Wir freuen uns sehr, dass wir für den Großteil der Schulpferde Sponsoren gefunden haben und bedanken uns bei Frau Neumann, Krolli, Jacki, Natascha, Marie und Jürgen. Für das nächste Jahr haben wir bereits einen Termin, eine schöne neue Tradition, die wir weiterhin pflegen wollen.

Autorin: Tina Hillmann

 


Turnier in Pausin - 27.10.2018

Wie bereits angekündigt, ging es für uns in diesem Jahr noch einmal auf Turnier, dieses Mal mit unseren tollen Schulponys Pablo und Stoffel. TTs waren Agnes und Tina, die den Tag routiniert und entspannt leiteten und unsere jungen Reiterinnen auf ihrem teils ersten Turnier unterstützten, ein riesengroßes Dankeschön an euch! Björn, der Papa von Leni, fuhr unsere Pferde in Katharinas Hänger, den sie uns freundlicherweise geliehen hat, zum Turnierort, auch euch beiden vielen herzlichen Dank, das hat hervorragend geklappt.

Es ging wieder Richtung Norden, nach Pausin, was kurz vor Schönwalde-Glien liegt und wieder hatten wir das Pech, gleich in der ersten Prüfung, dem Reiterwettbewerb, zu starten. Agnes uns Tina waren dementsprechend 5.40 Uhr im Stall und der Rest pünktlich um 6 Uhr in der Früh. Es wurde schnell der Hänger beladen, das meiste war schon vorbereitet und ging bei so vielen helfenden Händen fix vonstatten, sodass die beiden TTs kurz vor halb sieben die Ponys verladen konnten. Da sie unsere zwei Schlitzohren und ihre Hänger-Vermeidungs-Taktiken sehr gut kennen, waren sie gut vorbereitet und das Ganze dauerte keine fünf Minuten und ging ohne Stress, wirklich eine Erleichterung.

Nach einer halben Stunde waren wir, gegen 7.15 Uhr, vor Ort und bereiteten Stoffel, immer noch im Dunkeln und bei einem fiesen eisigen Wind, für die Prüfung vor. Geputzt, gestriegelt, eingeflochten, mit schicker weißer Schabracke und Startnummern versehen, ging es zum Abreiten in eine große Reithalle. Das Gelände des SJ Pferdesport Pausin e.V. hat zwei Hallen, die hintereinander gelegen sind, so konnte in der einen Halle warmgeritten werden und in der anderen fanden die Prüfungen statt, ohne einen langen Weg zurücklegen zu müssen.

Helene und Maya brachten Stoffel im Reiterwettbewerb sogar zum Schwitzen, er benahm sich vorbildlich und hatte keine Aussetzer, wie man sie von dem gewitzten Haflinger ab und zu gewohnt ist. Aber nicht dieses Mal, er war das mit Abstand entspannteste Pferd beim Abreiten und auch in der Abteilung, teilweise fast zu entspannt, so kennen wir unseren gemütlichen Stoffel. Für beide Mädels war es das erste Mal auf Turnier, Maya hatte im letzten Jahr zwar schon erfolgreich mit Stoffel die geführte Gelassenheitsprüfung bestritten, saß aber eben nicht im Sattel. Obwohl beide nervös waren, machten sie das toll und ritten die Aufgabe ohne Fehler.

Nun gab es für beide Ponys Frühstück und eine kleine Pause zum Heufressen, von der Stoffel wie gewohnt jede Sekunde nutzte. Zu elf Uhr machten wir beide wieder schick, denn Leni und Luca ritten Pablo und Malin Stoffel bei der Führzügelprüfung. Maya und Agnes waren so lieb und übernahmen das Führen der Pferde, was sie beide sehr souverän taten, danke euch.

Die drei jungen Reiterinnen hatten sichtlich Spaß und genossen den Augenblick im Rampenlicht, dabei achteten sie, wie zuhause im Training, auf harmonisches Reiten, was uns sehr freut. Nach der Siegerehrung ging es zurück zum Hänger, mit so vielen Helfern ging das Einpacken schnell und auch das Verladen verlief ohne Probleme, so waren wir gegen 12.30 Uhr schon zurück auf dem Hof. Es war ein schöner Turniertag, mit angenehmen Menschen und netten Ponys, den wir im nächsten Jahr sehr gern wiederholen.

 Autorin: Tina Hillmann


Halloween & Oktoberfeuer am 26.10.2018

In diesem Jahr feierten wir am 26. Oktober auf unserem Hof Halloween und organisierten zusätzlich erstmalig ein großes Oktoberfeuer, zum Verbrennen der vielen Holzreste, die sich über die Jahre so ansammeln. Die Vorbereitungen trafen Lena und Tina, vielen Dank an euch fürs Kümmern und Möglichmachen dieses schönen Tages.

Ab 13.30 Uhr trafen die ersten Mitglieder ein und wir holten die Pferde Pina, Pablo, Panama, Stoffel, Lenox, Apache, Tina und Fantasie und bereiteten sie für den Halloween-Ritt vor. Dieses Jahr waren Reiterspiele auf dem großen Reitplatz geplant, und passend dazu wurden die Pferde lustig dekoriert. Es gab in Mähne und Schweif eingeflochtene Blumen, abstehende und mit Bändern verschönerte Zöpfe, knallige Riesenschleifen am Reithalfter und Luftschlangen. Die Reiterinnen machten ihre Pferde zunächst einzeln warm und kamen dann gruppenweise zu Tina auf das extra Dressurviereck.

Es wurde viel gelacht bei den Spielen, zum Beispiel beim Kartoffellauf-Reiten, beim Klopapier-Wettrennen und besonders beim Schokokuss-Wettreiten. Ersteres ist selbsterklärend, bei vielen Reitern blieb die Kartoffel sogar im Trab auf dem Löffel liegen, das zeugt für gute Gleichgewichts- und Koordinationsfähigkeiten. Beim zweiten Spiel ritten zwei Zweierteams gegeneinander eine Strecke auf Zeit. Die Krux dabei: sie mussten ein circa einen Meter langes Stück Toilettenpapier festhalten, dieses durfte nicht reißen oder losgelassen werden. Wie zu erwarten gewann hier das Traumpaar, bestehend aus Apache und Tina, die man auch auf dem Paddock nahezu immer Seite an Seite stehen, grasen, laufen und leben sieht, einfach unzertrennlich. Das dritte Spiel war ebenfalls ein Wettrennen, hier kämpfte jeder Reiter für sich: während der Strecke musste ein Schokokuss verdrückt werden. Die mampfenden Gesichter kurz vor der Ziellinie waren ein herrlicher Anblick.

Zum Ende spielten alle zusammen Reise nach Jerusalem oder wie es auch heißt: Stuhltanz, natürlich auch vom Pferd aus. Sobald die Musik ausging, wurden enge Wendungen geritten und bis kurz vor den Stühlen in der Mitte beschleunigt, um schnell abzuspringen und noch einen Platz zu ergattern. Einige kämpften unter vollem Einsatz, besonders Charlotte auf Panama und Agnes auf Lenox lieferten spektakuläre Manöver. Letztendlich war der Kampf um den letzten Stuhl aber ein Schwesternduell zwischen Maya und Lucy, den die größere von beiden für sich entschied.

Alle hatten Spaß und auch für die am Boden Stehenden gab es einige lustige Szenen zu beobachten, solche Reiterspiele hatten wir schon zu lange nicht mehr veranstaltet. Das nächste Mal lässt sicher nicht ewig auf sich warten.

Während die Pferde, die bei den Spielen und auch schon beim Dekorieren alle äußerst brav und zuverlässig waren (Pferd-Tina stand völlig ungerührt mit Maya auf ihrem Rücken da, als Mensch-Tina ihr mehrere Luftschlangen über den Hals blies, alle Achtung), versorgt wurden, zündeten die Papas bereits das große Feuer an, vielen Dank an dieser Stelle an Lenas Freund Micha, mit dem wir einen kompetenten Feuerwehrmann zur Seite hatten.

Es wurden Kürbisse geschnitzt, das Buffet aufgetragen und gemütlich beim Feuer zusammengesessen und geschlemmt. Die Kinder grillten am Feuer Würstchen, Stockbrot und Marshmallows, nutzten die noch auf der Turnierwiese stehenden Hindernisse für Sprungübungen und tobten sich auf dem großen Reitplatz aus. Viele Mitglieder kamen an diesem Tag und verbrachten eine tolle Zeit zusammen, genauso haben wir uns das vorgestellt. Abends zum Feuer kamen sogar noch Nachbarn aus dem Dorf, mit denen wir uns nett unterhalten haben. Der harte Kern harrte bis nach 22 Uhr bei interessanten Gesprächen am Feuer aus. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

 Autorin: Tina Hillmann


Biodiversität auf unserem Hof

Dass wir außer unseren Pferden und Ponys auch anderen Tieren ein Zuhause bieten, freut uns immer wieder! Mit Pferden ist gut leben, sagen sich viele Vogelarten, Amphibien (Frösche und Eidechsen unternahmen schon bis ins Stallgebäude Ausflüge, Tina hat leicht entsetzt bereits eine Ringelnatter wieder ins Freie befördern müssen) und selbst Wiesel wurden gesichtet. Jetzt ist es gelungen, einen Walker (Polyphylla fullo) vor die Kamera zu bekommen, eine seltene und besonders geschützte Käferart. Unsere Äppelhaufen sind zwar etwas unordentlich, bieten den Engerlingen aber Möglichkeiten, gut zu gedeihen. Gesehen wurde er schon häufiger, er fällt auf durch seine Größe und das Rasseln, das er bei Beunruhigung von sich gibt. Der interessante Käfer hatte sich in Merlyns Fliegendecke verfangen, diente als Fotomodell und wurde dann behutsam wieder in den Sand gesetzt.

 Autor: Babett Neelsen