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Ausflüge zum Martinstag - 10./11.11.2019

Gleich zwei Mal konnten wir in diesem Jahr viele Kinder und auch Erwachsene zum Martinstag erfreuen durch einen Auftritt unserer Pferde erfreuen.

Am Sonntag, dem 10. November 2019, ging es mit Stoffel nach Potsdam West zur Erlöserkirche, um den Martinsumzug anzuführen. Vielen Dank an Familie Kriebel für die tolle Idee, das spontane Zugfahrzeug und an Kathi und Tina für die Umsetzung und Organisation des Ganzen, es hat großartig geklappt.

Auf dem Kirchhof angekommen, blieb Stoffel auf dem Hänger seelenruhig stehen und mampfte Heu, als die Kirchenglocken zum Gottesdienst riefen. Als wir ihn entluden, schaute er sich interessiert um, wo wir ihn denn nun hingebracht hätten. Nach dem Satteln konnte unsere Vereinsreiterin Amelie, im überzeugenden Kostüm mit rotem Umhang und passendem Helm, aufsitzen, um sich vor der Kirche zu positionieren. Dort warteten wir auf die Teilnehmer des Umzugs, die nicht schlecht staunten, als sie aus der Kirche kamen.

Trotz einer großen Menge Menschen (circa 400) blieb Stoffel brav stehen und ertrug die vielen Eindrücke aus Laternenlicht im Dunkeln, Fotoblitzen, vereinzelten Fackeln, Rufen und Kindergeschrei sowie einem angestimmten Gesang. Dann begann der Laternenumzug, den der Martinsreiter anführte.

Langsam ging es über das Kopfsteinpflaster des Kiezes und Stoffel, der ausnahmsweise mal einen Vorwärtsdrang zeigte, blieb dennoch wie gewünscht im langsamen Schritttempo und absolvierte artig die gesamte Strecke. Zurück an der Kirche war noch Zeit für ein paar Fotos, dann wurde Stoffel auf den Hänger geführt. Lediglich das Ausparken gestaltete sich etwas schwierig, was Kathi aber ruhig und gelassen meisterte. So ging es zurück nach Leest, zu Stoffels Begeisterung pünktlich zum Abendbrot. Wir haben den Ausflug sehr genossen, besonders die Freude der vielen Menschen beim Anblick unseres stolzen Martinsrosses mitsamt junger Reiterin.

 

Auch am Martinstag selbst fuhren wir los, dieses Mal mit Pablo, in Begleitung von Pina nach Werder in den Stadtpark. Dort führte die Waldorfschule ein Theaterstück auf, in dem wir mit Kathi als Sankt Martin und Pablo als seinem getreuen Ross einen Auftritt hatten.

Hier wurde viel von unserem Pony verlangt: in einem stockfinsteren Park ging es einen sandigen Weg bergab und unten warteten, nur durch Fackeln und Lichter erhellt, viele Schüler im Publikum und auf der anderen Seite die Akteure des Stücks, sodass wir unser Pony mitten zwischen allen Personen platzieren sollten. Auch hier gab es Gesang und einiges zu gucken für Pablo, der sich trotz seiner Aufregung gut benahm und vom Rand aus von Pina beruhigt wurde. Vielen Dank an Gaby für die Vermittlung und an Lena, Kathi und Tina für Organisation und Betreuung vor Ort.

Nach dem Auftritt ging es durch den finsteren Wald zurück zum Hänger, wo wir die Ponys ebenfalls im Dunkeln verluden. Beide gingen brav auf den Hänger und waren froh, wieder im bekannten Zuhause anzukommen, was für ein Abenteuer. Wieder mal können wir sagen: was haben wir doch für tolle Pferde bei uns im Stall!

Autorin: Tina Hillmann


Biodiversität auf unserem Hof

Dass wir außer unseren Pferden und Ponys auch anderen Tieren ein Zuhause bieten, freut uns immer wieder! Mit Pferden ist gut leben, sagen sich viele Vogelarten, Amphibien (Frösche und Eidechsen unternahmen schon bis ins Stallgebäude Ausflüge, Tina hat leicht entsetzt bereits eine Ringelnatter wieder ins Freie befördern müssen) und selbst Wiesel wurden gesichtet. Jetzt ist es gelungen, einen Walker (Polyphylla fullo) vor die Kamera zu bekommen, eine seltene und besonders geschützte Käferart. Unsere Äppelhaufen sind zwar etwas unordentlich, bieten den Engerlingen aber Möglichkeiten, gut zu gedeihen. Gesehen wurde er schon häufiger, er fällt auf durch seine Größe und das Rasseln, das er bei Beunruhigung von sich gibt. Der interessante Käfer hatte sich in Merlyns Fliegendecke verfangen, diente als Fotomodell und wurde dann behutsam wieder in den Sand gesetzt.

 Autorin: Babett Neelsen