Aktuelles.


Reiterflohmarkt - 23.11.2019

Wir hatten alles gut geplant, organisiert, vorbereitet und waren gespannt, wie der Tag verläuft: ein Reiterflohmarkt auf unserem Hof, mit anschließendem Herbstfeuer. Das Wetter spielte leider nicht so mit wie erhofft und auch angesagt mit Sonnenschein: es war nasskalt und bewölkt bis neblig. Das hielt bestimmt den einen oder anderen Besucher ab, sich aus dem warmen Heim aufzumachen nach Leest zum Schnäppchenjagen.

Es kamen schließlich immer mal wieder einige Leute, aber eben bedauerlicherweise nicht so viele wie erhofft. Dennoch war es ein schöner Tag mit viel guter Laune, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft unter den Anwesenden. So einige Dinge vom Flohmarkt wechselten den Besitzer und unser Grillstand war sehr beliebt. Einige unserer Mitglieder haben super leckere Kuchen gebacken, dankeschön!

Auch das Feuer konnte sich sehen lassen: unter den wachsamen Augen der Freiwilligen Feuerwehr Töplitz, die extra mit Einsatzfahrzeug bei uns aufschlug, wurde der beachtliche Haufen aus Holzresten angezündet. Mit heißem Glühwein oder Kinderpunsch in der Hand, wurde sich am Feuer gut unterhalten und neue Bekanntschaften geknüpft.

Positiver Nebeneffekt des Flohmarkts: unsere Bestände an Pferdeequipment wurden komplett durchgeschaut, sortiert, geordnet, sodass wir jetzt einen guten Überblick über die Vereinsausrüstung haben. Ganz lieben Dank an unsere Platzwartin Lena, die sich engagiert um alles gekümmert hat, damit der Flohmarkt und das Feuer stattfinden können. Vielleicht wiederholen wir das in einer wärmeren Jahreszeit noch einmal.

 Autorin: Tina Hillmann


Ausflüge zum Martinstag - 10./11.11.2019

Gleich zwei Mal konnten wir in diesem Jahr viele Kinder und auch Erwachsene zum Martinstag erfreuen durch einen Auftritt unserer Pferde erfreuen.

Am Sonntag, dem 10. November 2019, ging es mit Stoffel nach Potsdam West zur Erlöserkirche, um den Martinsumzug anzuführen. Vielen Dank an Familie Kriebel für die tolle Idee, das spontane Zugfahrzeug und an Kathi und Tina für die Umsetzung und Organisation des Ganzen, es hat großartig geklappt.

Auf dem Kirchhof angekommen, blieb Stoffel auf dem Hänger seelenruhig stehen und mampfte Heu, als die Kirchenglocken zum Gottesdienst riefen. Als wir ihn entluden, schaute er sich interessiert um, wo wir ihn denn nun hingebracht hätten. Nach dem Satteln konnte unsere Vereinsreiterin Amelie, im überzeugenden Kostüm mit rotem Umhang und passendem Helm, aufsitzen, um sich vor der Kirche zu positionieren. Dort warteten wir auf die Teilnehmer des Umzugs, die nicht schlecht staunten, als sie aus der Kirche kamen.

Trotz einer großen Menge Menschen (circa 400) blieb Stoffel brav stehen und ertrug die vielen Eindrücke aus Laternenlicht im Dunkeln, Fotoblitzen, vereinzelten Fackeln, Rufen und Kindergeschrei sowie einem angestimmten Gesang. Dann begann der Laternenumzug, den der Martinsreiter anführte.

Langsam ging es über das Kopfsteinpflaster des Kiezes und Stoffel, der ausnahmsweise mal einen Vorwärtsdrang zeigte, blieb dennoch wie gewünscht im langsamen Schritttempo und absolvierte artig die gesamte Strecke. Zurück an der Kirche war noch Zeit für ein paar Fotos, dann wurde Stoffel auf den Hänger geführt. Lediglich das Ausparken gestaltete sich etwas schwierig, was Kathi aber ruhig und gelassen meisterte. So ging es zurück nach Leest, zu Stoffels Begeisterung pünktlich zum Abendbrot. Wir haben den Ausflug sehr genossen, besonders die Freude der vielen Menschen beim Anblick unseres stolzen Martinsrosses mitsamt junger Reiterin.

 

Auch am Martinstag selbst fuhren wir los, dieses Mal mit Pablo, in Begleitung von Pina nach Werder in den Stadtpark. Dort führte die Waldorfschule ein Theaterstück auf, in dem wir mit Kathi als Sankt Martin und Pablo als seinem getreuen Ross einen Auftritt hatten.

Hier wurde viel von unserem Pony verlangt: in einem stockfinsteren Park ging es einen sandigen Weg bergab und unten warteten, nur durch Fackeln und Lichter erhellt, viele Schüler im Publikum und auf der anderen Seite die Akteure des Stücks, sodass wir unser Pony mitten zwischen allen Personen platzieren sollten. Auch hier gab es Gesang und einiges zu gucken für Pablo, der sich trotz seiner Aufregung gut benahm und vom Rand aus von Pina beruhigt wurde. Vielen Dank an Gaby für die Vermittlung und an Lena, Kathi und Tina für Organisation und Betreuung vor Ort.

Nach dem Auftritt ging es durch den finsteren Wald zurück zum Hänger, wo wir die Ponys ebenfalls im Dunkeln verluden. Beide gingen brav auf den Hänger und waren froh, wieder im bekannten Zuhause anzukommen, was für ein Abenteuer. Wieder mal können wir sagen: was haben wir doch für tolle Pferde bei uns im Stall!

Autorin: Tina Hillmann


Herbstferiencamp - 07.-11.10.2019

Bereits in den Sommerferien konnten wir zwei gut belegte Feriencamps anbieten – am Anfang und am Ende der Ferien. Nun freut es uns sehr, dass wir trotz neuen Vorstands noch spontan ein Herbstferiencamp realisieren konnten.

In der ersten Woche fand täglich von 8 bis 12 Uhr ein Reitkurs für Anfänger statt, am Abend gab es eine Dressur-bzw. Springintensivstunde für die fortgeschrittenen Reiter. Vielen Dank an Natascha, Kathi, Lena und Tina für die tolle Betreuung und Anleitung der Kurse.

Bis auf etwas Regen am Dienstag hat das Wetter mitgespielt und viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen für uns bereitgehalten, sodass dem Reiten nichts im Wege stand. Die Kinder des Anfängerkurses sind täglich an der Longe geritten, haben sich zusätzlich um Pina und Sterzel gekümmert und sich an der Bodenarbeit versucht.

Nachdem die Ponys auf Hochglanz poliert wurden, Mähne und Schweif gebürstet, die Hufe geputzt und gefettet, ging es auf den Platz, wo bereits ein kleiner Parcours für ein ausgiebiges Führ- und Schrecktraining bereitstand. Unter Anleitung führten die Kinder abwechselnd die Pferde über Stangen, Planen, um Pylonen und einiges mehr, was ihnen viel Spaß bereitete. Denn schon bei kleinen Änderungen in den eigenen Bewegungen und Körperhaltungen merkten sie schnell, wie viel besser die Pferde reagieren und auch bereitwillig folgen und mitarbeiten.

Natürlich wurden auch mal eine Box gemistet und fleißig Heunetze gestopft, um zu sehen, wie viel Arbeit so ein Pferd eigentlich macht und was alles dazu gehört. Auch ein entspannter Ausritt in die schöne Natur stand auf dem Programm – Stoffel und Avanti haben brav die Kinder getragen und die Abwechslung sichtlich genossen. Die Kinder fanden auch die Gymnastikübungen am Boden in der Gruppe zur Erwärmung toll und machten gut mit, genauso wie beim Üben des Pferdeknotens an der Putzstange, dieses Mal ohne Ponys am Ende des Stricks. Es war eine lehrreiche, ereignisreiche und vor allem spaßige Woche für alle, die wir sehr gern in kommenden Ferien wiederholen.

Auch der Dressur- und Springkurs verlief erfolgreich: täglich ritten die Mädels dasselbe Schulpferd, fast so, als wäre es ihr eigenes. Dabei konnten sie auch sehen, wie viel Fortschritt in kurzer Zeit bei so einem Intensivtraining zustande kommt und sich das Gefühl fürs Reiten und das Pferd verbessern genau wie der Sitz und die Einwirkung auf den Partner Pferd.

Neben Dressurstunden, in denen Grundlagen wie die Bedeutung des äußeren Zügels vermittelt wurden, fanden auch die Springstunden guten Anklang, in denen je nach Vermögen mit Stangen und Cavalettis gearbeitet wurde. Sicherlich haben auch unsere Schulpferde von diesem Unterrichtsformat profitiert, eine Win-Win-Situation eben. Deshalb bemühen wir uns natürlich, auch im nächsten Jahr wieder Feriencamps zu organisieren.

Autorin: Tina Hillmann

 


Biodiversität auf unserem Hof

Dass wir außer unseren Pferden und Ponys auch anderen Tieren ein Zuhause bieten, freut uns immer wieder! Mit Pferden ist gut leben, sagen sich viele Vogelarten, Amphibien (Frösche und Eidechsen unternahmen schon bis ins Stallgebäude Ausflüge, Tina hat leicht entsetzt bereits eine Ringelnatter wieder ins Freie befördern müssen) und selbst Wiesel wurden gesichtet. Jetzt ist es gelungen, einen Walker (Polyphylla fullo) vor die Kamera zu bekommen, eine seltene und besonders geschützte Käferart. Unsere Äppelhaufen sind zwar etwas unordentlich, bieten den Engerlingen aber Möglichkeiten, gut zu gedeihen. Gesehen wurde er schon häufiger, er fällt auf durch seine Größe und das Rasseln, das er bei Beunruhigung von sich gibt. Der interessante Käfer hatte sich in Merlyns Fliegendecke verfangen, diente als Fotomodell und wurde dann behutsam wieder in den Sand gesetzt.

 Autorin: Babett Neelsen