Aktuelles.


Reitertag in Schlalach - 16.03.2019

Nicht mal eine Woche, nachdem wir die Turniersaison eröffnet haben in Neubeeren, fuhren wir erneut los: am Samstag, dem 16. März, ging es zum Reitertag nach Schlalach auf den Pferdehof Schumann. Es hat wieder einmal wunderbar geklappt: wir durften uns Katharinas Hänger leihen, den Natascha gefahren ist und es gab keine Zwischenfälle dank Tinas Organisation des Ganzen, großes Dankeschön an euch!

Für drei von fünf Reitern war es Turnierpremiere, dementsprechend stand ihnen die Aufregung seit dem frühen Morgen uns Gesicht geschrieben. Eltern berichteten, dass ihre Kinder sonst nie am Wochenende freiwillig so früh aufstehen – dieses Mal kein Problem. Linda, die vor vielen Jahren bei uns auch erste Reiterfahrungen außerhalb sammelte, ritt mit Pablo eine sehr schöne E-Dressur, wir sind super stolz auf die beiden! Der kleine Schimmel war an dem Tag sowieso ein liebenswürdiger Schatz, er hat keine Show abgezogen oder sonst welchen Schabernack, den er sich gern mal fürs Publikum auf Turnier aufspart. Stoffel hingegen war ungewohnt „aufgeregt“, was sich vorerst nur auf Gucken und erhobenen Hauptes dastehen beschränkte, er hatte echt viel Ausdruck!

Elisa hat beim Warmreiten für den Reiterwettbewerb dann stahlharte Nerven bewiesen, als Stoffel Versuche unternahm, über den Platz zu schießen und auch einmal buckelte, Respekt. Zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass direkt hinter dem Abreiteplatz einige Pferde auf der Wiese unablässig tobten. In der Prüfung selbst, die auch Mia-Lara auf Pablo ritt, war Stoffel dann aber toll und auch beide Reiterinnen meisterten die Aufgabe super. Sie wissen jetzt, woran sie noch arbeiten müssen und werden sicher wieder mit auf Turnier kommen, um ihr Können zu beweisen.

Zuletzt waren unsere Jüngsten dran: Luca auf Pablo und Lee-Jeanne auf ihrem Lieblingshaflinger zum Führzügelwettbewerb. Beide sind gut geritten und wir freuen uns, dass auch unser Nachwuchs durch diese Art der Prüfung schon die Möglichkeit erhält, einen Einblick ins Turniergeschehen zu bekommen. Danach trainiert es sich gleich doppelt so motiviert.

Bereits kurz vor 13 Uhr ging es zurück nach Leest, alles wurde ausgepackt und aufgeräumt und gleich einigen vor Ort von den Erlebnissen berichtet. Herzlichen Dank an Mia-Laras Mama für die leckeren Muffins! Allmählich bekommen wir eine richtig gute Routine an Turniertagen, die werden wir sicher noch des Öfteren nutzen in diesem Jahr.

Autorin: Tina Hillmann

 


Erstes Turnier der Saison - 10.03.2019

Am Sonntag, dem 10. März, begann für uns unerwartet früh in diesem Jahr die Turniersaison. Bei einem wunderschönen Sonnenaufgang mit intensiv rosafarbenem Himmel machten sich Agnes, Katharina, Lena, Maya (in Begleitung ihrer immer hilfsbereiten Schwester Lucy) und Tina auf den Weg zum Stall, um alles einzupacken, den Hänger vorzubereiten, Heu zu geben und unsere vierbeinigen Hauptdarsteller des Tages, Stoffel und Panama, herzurichten. Das Verladen war ein Klacks, beide gingen sehr brav auf den Hänger und so ging es auf die Minute genau nach Plan, um 7.45 Uhr, los zum Pferdehof Neubeeren, der einen Reitertag veranstaltete.

Vielen Dank an dieser Stelle an Katharina fürs Fahren und zur-Verfügung-Stellen ihres Hängers und an Tina für das Organisieren drum herum.

Das Gelände des Pferdehofs Neubeeren ist beeindruckend: mehrere Reithallen, ein großer Außenplatz, mehrere Stallgebäude, viele zusätzliche Gebäude und viel Platz auf Paddocks und Wiesen für die Pferde. Auch die Organisation des Reitertags und die Verpflegung waren großartig, dort fahren wir gern wieder hin.

Als erstes starteten Maya mit Stoffel und Lena mit Panama in einem Dressur-Wettbewerb, in dem sie auch noch zu zweit in einer Gruppe ritten! Leider kamen wir beim Üben zuhause nie auf die Idee, mal zusammen zu üben. Für Panama war es das erste Mal Turnier, seit sie bei uns ist, sie war schon recht aufgeregt. Auf dem Abreiteplatz schwankte sie immer zwischen ich-arbeite-gut-mit-und-laufe-heute-echt-schön und „Stoffel, mein neuer bester Freund in der Fremde! Wo bist du? Ich rufe dich mal!“. So gab es ein lustiges Wieherkonzert, da Stoffel ungewohnter Weise auch meist zu antworten pflegte. Allerdings muss man dazu sagen, dass auch die anderen Pferde ständig wieherten, irgendwie war es also allgemein ein erzählfreudiger Morgen.

Panama ging recht mutig hinter Stoffel in die Halle zur Prüfung, als Wald- und Wiesenpony vermutlich zum ersten Mal in ihrem Leben. Die Prüfung selbst lief relativ gut, bis auf kleine Fehler von Maya, was aber sicher beim nächsten Turnier nicht mehr passiert. ;-)

Vorbei an vier äußerst süßen, aufgeweckten Shettys ging es zurück zum Hänger, am liebsten hätten wir gleich zwei von ihnen mit eingepackt. Nach einer Pause war Agnes an der Reihe, auch sie ritt einen Dressurwettbewerb in Anlehnung an die Klasse E. Routiniert ging es auf dem Abreiteplatz zu, allerdings war schon leicht zu merken, dass Stoffel die Lust auf Mitarbeit Stück für Stück verließ. Zum Glück weiß Agnes mit Unmutsäußerungen von Stoffels Seite umzugehen und ließ sich in der Prüfung, die ebenfalls zu zweit geritten wurde, auch nicht aus der Ruhe bringen, als Stoffel bereits im Trab einen Warn-Buckler losließ. Es war eine Gratwanderung zwischen dem lauffaulen Stoffel, den man nicht zu sehr treiben darf und dem aufgeweckten Stoffel, der schnell hinter dem Tetenpferd hinterherwollte, jedoch selbst entschied, wann das war. Wie gesagt, Agnes hat das Beste draus gemacht und die Prüfung gut hinter sich gebracht. Zwischendurch, wenn Stoffel gerade mitgemacht hat, sah es richtig gut aus! Jetzt, wo Stoffelchen abgespeckt hat. ;-)

In der Mittagspause schlemmten wir am Buffet mit Waffeln, Kuchen und belegten Brötchen. Auch die Pferde fraßen entspannt ihr Heu und ließen sich vom einsetzenden Regen nicht stören. Schließlich bereiteten wir Panama für ihren zweiten Auftritt mit Katharina vor, in einer A-Dressur. Abgeritten wurde wegen des recht starken Regens spontan in der zweiten, kleineren Halle, was Panama artig machte. In der großen Halle, in der mittlerweile auch einige Zuschauer Platz genommen hatten und noch dazu ganz allein, war Panama doch wieder aufgeregt, sodass sie nicht ihren aktuellen Leistungsstand zeigte. Was aber überhaupt nicht schlimm ist, schließlich war es ihr erstes Turnier, sie hatte viele Eindrücke zu verarbeiten und am Abend sicher tief und fest geschlafen.

Danach ging es dank vieler helfender Hände schnell mit dem Einpacken, sodass wir zeitnah nach Hause konnten – denn mittlerweile waren wir allesamt nass und durchgefroren. Auch zurück im Stall ging es routiniert schnell, die Pferde kamen zum Aufwärmen in ihre Boxen, bekamen etwas Heu und kurz darauf Mash, dann konnten sie nochmal aufs Paddock zu ihren Kumpels – und zack, bereits beim Runterlaufen waren sie keine Freunde mehr, versteh einer diese Tiere. Wir freuen uns auf das nächste Mal, das gar nicht lange auf sich warten lässt.

Autorin: Tina Hillmann


Biodiversität auf unserem Hof

Dass wir außer unseren Pferden und Ponys auch anderen Tieren ein Zuhause bieten, freut uns immer wieder! Mit Pferden ist gut leben, sagen sich viele Vogelarten, Amphibien (Frösche und Eidechsen unternahmen schon bis ins Stallgebäude Ausflüge, Tina hat leicht entsetzt bereits eine Ringelnatter wieder ins Freie befördern müssen) und selbst Wiesel wurden gesichtet. Jetzt ist es gelungen, einen Walker (Polyphylla fullo) vor die Kamera zu bekommen, eine seltene und besonders geschützte Käferart. Unsere Äppelhaufen sind zwar etwas unordentlich, bieten den Engerlingen aber Möglichkeiten, gut zu gedeihen. Gesehen wurde er schon häufiger, er fällt auf durch seine Größe und das Rasseln, das er bei Beunruhigung von sich gibt. Der interessante Käfer hatte sich in Merlyns Fliegendecke verfangen, diente als Fotomodell und wurde dann behutsam wieder in den Sand gesetzt.

 Autorin: Babett Neelsen