Aktuelles.


Neues von Sterzel - 27.06.2018

So viele werden sich an ihn erinnern, denn er hat Unzähligen das Reiten gelehrt beziehungsweise sie beim Voltigieren getragen, in der Kutsche gezogen, sie auf Turnieren und bei Vorführungen begleitet und einiges mehr: Sterzel. Stolze 29 Jahre ist er in diesem Februar alt geworden und immer noch lebensmunter und fit. Seit letztem Sommer stand er auf der Wiese nebenan mit Mandys eigenwilliger Stute Alani, die er, ganz nebenbei, natürlich sofort mit seinem Charme von sich überzeugte. Im April 2018 kam Sterzel jedoch zurück zu uns auf den Hof. Denn er litt eine Zeitlang unter dem Befall von aggressiven Darmbakterien, die zwar mit Antibiotika bekämpft wurden, aber immer noch in kleiner Anzahl da sind und Alani, die nun trächtig ist, gesundheitlich beeinträchtigen könnten. Für erwachsene, gesunde Pferde besteht keine Gefahr, deshalb haben wir die freundliche Fantasie zu ihm gestellt, damit er nicht so allein ist.

 Einige Wochen verbrachten sie provisorisch auf einem Paddock, auf dem sie auch nachts blieben. Denn zurück in die Herde darf Sterzel nicht, einfach wegen der sehr geringen Ansteckungsgefahr. Da möchten wir, auch wegen der Privatpferde, kein Risiko eingehen. Es dauerte eine Weile, aber der Vorstand entschloss sich schließlich dazu, den ehemaligen Shettypaddock als Offenstall für Sterzel und Fanta wieder auf Vordermann zu bringen. Denn dass Sterzel zurück in Boxenhaltung über Nacht kommt, stand außer Frage – der alte Herr war bei Mandy so glücklich und lebensfroh, immer draußen zu sein und sich frei bewegen zu können, das wollten wir ihm nicht nehmen.

An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an Krolli, die sich unermüdlich für Sterzel und seine Unterbringung im Offenstall eingesetzt hat. Sie beauftragte Andi mit der Zaunreparatur und übernahm sogar die Arbeitskosten, befreite den Bereich eigenhändig von Giftpflanzen und kümmerte sich ebenfalls in Eigenregie um neue, sichere und vor allem stromführende Litze um den gesamten Paddock. Vielen lieben Dank, Krolli, das ist großartig! Ebenfalls zum „Team Sterzel“ gehören Nele (die sehr regelmäßig abäppelt und sich um den vorwitzigen Hafi kümmert) und Jacki und Tina, die ebenfalls oft ihre Zeit für ihn aufwenden.

 Am Montag, dem 11. Juni, war es nun endlich soweit: Fanta und Sterzel konnten von ihrem kleinen provisorischen Paddock in das neue Heim umziehen und das Beste daran: es war ziemlich zugewachsen mit Gras. Sie vergeudeten keine Zeit, erst den ganzen Bereich zu erkunden, sondern versenkten ihre Köpfe sofort selig im Grün.

 Mittlerweile, gut zwei Wochen später, haben Fanta und Sterzel sich gut eingelebt. Vor Ort haben sie ihr eigenes kleines Heulager sowie eine Futterkammer, um den Arbeitsaufwand der Fütterung möglichst gering zu halten. Sie freuen sich immer, wenn sie Besuch bekommen und stellen sich dann sofort in freudiger Erwartung vor ihre Futterkammer. Die Herde können sie von dort aus auch sehen, sowohl auf dem Paddocktrail, als auch auf der Wiese, dann stellen sie sich immer möglichst nah auf ihrem Paddock dazu. So kann Sterzel nun auch besser damit leben, wenn Fantasie für Reitstunden geholt wird – er stellt sich einfach neben die anderen Pferde und ist nicht allein.

 Wir freuen uns wirklich sehr, dass es Sterzel so gut geht und er noch Freude am Leben hat und fit ist – sowohl körperlich als auch geistig. Dem kleinen frechen Pony macht so schnell keiner etwas vor! An dieser Stelle möchten wir uns auch für die regelmäßigen monatlichen Spenden für ihn bedanken, die wir von verschiedenen Leuten erhalten, damit können wir Futter- und Tierarztkosten anteilig abdecken, dankeschön!

 Wer das nun liest und sich an den süßen Haflinger erinnert, da er selbst mal mit ihm zu tun hatte, wenn auch vor langer Zeit, der ist ganz herzlich eingeladen, zu uns auf den Hof zu kommen und den rüstigen Rentner zu besuchen und sich vor Ort von seinem Wohlergehen zu überzeugen. Er ist auch heute noch, wie er schon immer war: charakterstark, stets gut gelaunt, frech und für jeden Schabernack zu haben. Wir wünschen ihm noch viele glückliche Jahre bei uns.

Autorin: Tina Hillmann

 


Zum Kindertag 2018: Ponyreiten an einem besonderen Ort

Im Mai bekamen wir eine besondere Anfrage per E-Mail: die Mutter einer neuen Reitschülerin, Frau Zeis, arbeitet in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Lerchensteig in Bornim und war dabei, das Fest zum Kindertag am 1. Juni zu organisieren. Da kam sie auf die Idee, unseren Reiterhof zu fragen, ob wir nicht mit Pferden dorthin kommen könnten, um den Kindern mit Ponyreiten eine Freude zu machen. Nachdem wir gleich auf der Karte geschaut hatten, ob wir nicht dorthin reiten könnten, da es nur 7 km sind, mussten wir diese Möglichkeit jedoch ausschließen. Denn auf dem Weg liegen vielbefahrene große Straßen ohne Radweg oder Fußweg, die wir unseren Pferden nicht zumuten wollten. Blieb also nur die schwierigere Option, einen Hänger auszuleihen und vor allem einen Fahrer inklusive Zugfahrzeug zu finden. Glücklicherweise erklärte sich Dietmar, Michelles Papa, wie so oft, dazu bereit und das auch noch kostenlos. Ein riesengroßes Dankeschön an ihn dafür, ohne diese Unterstützung hätten wir diese tolle Aktion nicht umsetzen können!

 Natürlich, da ihr Vater den Transport übernahm, stellte Michelle sich als Helferin zur Verfügung, außerdem halfen Lena und Nele, vielen Dank euch dreien, das habt ihr toll gemacht. Nun zum eigentlichen Bericht, wie das Ponyreiten vor der AWO Wohnanlage Bornim verlief.

 

Zunächst einmal gab es eine kleine Änderung der pferdischen Besetzung – denn Stoffel verweigerte ganze zwei Mal seine Mitarbeit, indem er erst gar nicht in den Hänger in Leest stieg. Kurzerhand entschieden die Mädels, neben unserem braven Pablo noch Apache, Lenas ruhigen älteren Braunen, mitzunehmen. Das klappte auch super, nur ärgerte das Schimmelpony, wie so oft im Hänger, seinen Nachbarn etwas.

Kurz nach der vereinbarten Zeit um 16.30 Uhr trafen wir ein, zur großen Überraschung aller anwesenden Kinder, denn natürlich hatte Frau Zeis, die das Ponyreiten organisierte, niemandem etwas verraten. So wurden die Augen der Kleinen immer größer, als die zwei Pferde aus dem Hänger stiegen. Alle haben sich wirklich gefreut, denn die meisten von ihnen haben noch nie Pferde so nah in natura gesehen. Was unseren Helferinnen positiv auffiel: Frau Zeis hat sich wirklich Gedanken gemacht - sofort wurden Eimer mit Wasser für die Pferde gereicht, die sie bei den hohen Temperaturen dankbar annahmen, außerdem war bereits eine Strecke zum Ponyführen abgesteckt, die gut im Schatten lag.

 

Die Zeit verging schnell, denn alle Anwesenden hatten ihren Spaß und tolle Erlebnisse mit den Pferden. Pablo und auch Apache waren sehr lieb und standen ganz still, während ganz kleine Kinder und sogar Jungs im Teenageralter aufsaßen. Die Augen leuchteten, als sie eine Runde ritten und die Eltern konnten einige schöne Bilder ihrer Sprösslinge knipsen, die sie sicher stolz weiterzeigen werden. Natürlich war es zeitweise unübersichtlich und etwas chaotisch, einfach, weil so viele Kinder vor Ort waren, die unbedingt reiten wollten. So blieben die Mädels mit den Ponys bis 18.15 Uhr dort, um auch jedem Kind seinen Wunsch zu erfüllen. Dann, nach getaner Arbeit und etwas erschöpft, gingen die Pferde ganz brav auf den Hänger, um zurück nach Hause zu fahren. Trotz des Trubels und der Hitze haben sie einen tollen Job gemacht und einen sehr positiven Eindruck bei den Kindern hinterlassen, wirklich großartige Pferde haben wir.

 

Wir bekamen von allen Seiten Lob und Dankbarkeit für diese tolle Überraschung zum Kindertag und wir freuen uns, dass Frau Zeis uns danach gefragt hat und wir helfen konnten. Denn auch solche Aktionen gehören zu unserem gesetzten Schwerpunkt im PSV Töplitz e.V.: die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Auch in diesem Jahr sind noch weitere Aktivitäten für unsere Kinder und Jugendlichen geplant, zum Beispiel geführte Ausritte, Turnierteilnahme und das Ferienreitcamp. Umso mehr freuen wir uns, dass wir am Kindertag auch anderen Kindern, die nicht Mitglied in unserem Verein sind und nicht die Möglichkeit haben, regelmäßig in Kontakt mit Pferden zu kommen, den Traum, einmal auf einem Pferd zu sitzen und selbst zu reiten, erfüllen konnten. Anbei einige Fotos, die einen Eindruck dieses tollen Nachmittags vermitteln und vor allem zeigen, wie viel Spaß und Freude die Kinder mit den Pferden hatten.

 Autorin: Tina Hillmann

 

 


Biodiversität auf unserem Hof

Dass wir außer unseren Pferden und Ponys auch anderen Tieren ein Zuhause bieten, freut uns immer wieder! Mit Pferden ist gut leben, sagen sich viele Vogelarten, Amphibien (Frösche und Eidechsen unternahmen schon bis ins Stallgebäude Ausflüge, Tina hat leicht entsetzt bereits eine Ringelnatter wieder ins Freie befördern müssen) und selbst Wiesel wurden gesichtet. Jetzt ist es gelungen, einen Walker (Polyphylla fullo) vor die Kamera zu bekommen, eine seltene und besonders geschützte Käferart. Unsere Äppelhaufen sind zwar etwas unordentlich, bieten den Engerlingen aber Möglichkeiten, gut zu gedeihen. Gesehen wurde er schon häufiger, er fällt auf durch seine Größe und das Rasseln, das er bei Beunruhigung von sich gibt. Der interessante Käfer hatte sich in Merlyns Fliegendecke verfangen, diente als Fotomodell und wurde dann behutsam wieder in den Sand gesetzt.

 Autor: Babett Neelsen


Freiwilliges ökologisches Jahr 2015/2016

Unser Pferdehof wurde von dem Träger „ijgd“ als Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr anerkannt!

Wer sich für die Ausrichtung seines weiteren Lebensweges etwas Zeit lassen möchte, wer für ein Jahr eine sinnvolle, lebendige Tätigkeit sucht, dem können wir auf unserem kleinen, überschaubaren Hof abwechslungsreiche Tätigkeiten anbieten. Da wir als Verein unser Gelände selbst verwalten und gestalten, können Einblicke, vom Schwingen der Mistgabel bis zur Steuerprüfung, gewonnen werden.

 

Unsere Pferde und Ponys sind allesamt sehr umgänglich, über Vorkenntnisse würden wir uns sehr freuen, da dann die Bandbreite aller Tätigkeiten wahrgenommen werden kann. Das können folgende Tätigkeiten sein:

  • Unterstützung bei den Stallarbeiten
  • Unterstützung beim Reitunterricht, ggf. Unterricht erteilen, ggf. Ausritte führen
  • Pflege/Bewegung der Pferde
  • Fortbildung der Pferde
  • Unterstützung bei Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Jugendfreizeiten etc.)
  • Begleitung bei Reitertagen
  • Einblicke bei der Führung einer Reitanlage gewinnen (z. B. Auswahl und Einkauf von Futtermitteln, Auswahl und Abschluss notwendiger Versicherungen, Kostenanalysen, Entscheidungsfindungen)
  • Pflege des Geländes, unter Berücksichtigung dessen, dass es in einem Landschaftsschutzgebiet liegt.

Neben den Erfahrungen im Umgang mit Pferden darf bei einem Freiwilligen Ökologischen Jahr der ökologische Aspekt nicht zu kurz kommen. Dementsprechend sind wir bemüht, ein ökologisches Projekt mit den FÖJlern durchzuführen.

 

Da sich das Gelände des Reitvereins in natürliche Strukturen eingliedert, können zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vorgefunden werden. Nicht selten sind Zauneidechsen im Gras zu entdecken und in der Abenddämmerung Fledermäuse am Himmel zu beobachten. Das Stallgebäude beherbergt Jahr für Jahr mindestens ein Rauchschwalbenpäarchen. Weitere Vogelarten, wie die Bachstelze oder Kohlmeisen, suchen sich die unmöglichsten Nistplätze. So etwa empfand ein Bachstelzen-Paar eine Sprunghürde auf dem Reitplatz als einen schönen Ort zur Jungenaufzucht. Eine Kohlmeisen-Familie wurde in einer der Anbindestangen gegründet. Um diesen und vielen weiteren Arten einen natürlichen Rückzugsort zu bieten, wird das ökologische Projekt darauf hingehend angepasst. Der/ die FÖJler/in wird in dem Projekt mit dem Bau und der Platzierung von Nisthilfen für Fledermäuse, Höhlenbrütern, Schwalben, Insekten und einen Igelunterschlupf heran geführt. Dazu gehören der Bau der Häuschen und das Aussuchen geeigneter Plätze auf dem Gelände. Als weiteren Bestandteil sollen Wildblumenwiesen für Wildbienen und Hummeln angelegt und gepflegt werden. Um die Zauneidechse zu schützen, sollen Steinhaufen in sonnenexponierten Plätzen geschaffen werden. Im Zuge dieses Projektes wird der/ die FÖJler/in in den Artenschutz eingeführt und lernt die Bedeutung dieser Arten im Ökosystem kennen.

 

Es wäre schön, wenn Du 18 Jahre alt wärest! Ein Führerschein kann von Vorteil sein, ist aber nicht Pflicht, da unser Hof sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Leider können wir keine Unterkunft anbieten, unterstützen aber gerne bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnmöglichkeit.

 

Eine Besichtigung des Reiterhofes vor der eigentlichen Bewerbung wäre empfehlenswert!

Bitte einfach anrufen und einen Termin vereinbaren!